Jul03
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Wir werden dich vermissen, Moby!

Ca. 17600km durch Neuseeland… so viel sind wir hier gereist… Möglich gemacht hat dies unser treuer Begleiter Moby! Wer immer fleißig mitgelesen hat, kennt Moby ja nun auch schon zur Genüge und weiß, dass wir mit ihm durch dick und dünn, flach und hügelig, gerade und kurvig, asphaltiert oder steinig gefahren sind.

Gemeinsam haben wir viel erlebt, tolle Orte gesehen, aber auch ein paar Schreckensmomente gehabt, als wir einen platten Reifen hatten oder schlimmer noch, als ein Traktorfahrer fast unsere Reise zunichte gemacht hätte, als er in unsere Tür gekracht ist. Denn dort stand es mit Versicherungstress und Reparatur einige Wochen auf Messers Schneide, ob wir mit unserem treuen Gefährten weiterreisen könnten. Doch es ist ja alles gut ausgegangen, sodass Moby uns seitdem noch mehrere Monate über die ganze Südinsel und nun wieder die Nordinsel gebracht hat.

Schöne botanische Gärten in Hamilton
Schöne botanische Gärten in Hamilton
Ganz viele Orangen, leider noch nicht reif
Ganz viele Orangen, leider noch nicht reif
Ise in ihrem Türmchen...
Ise in ihrem Türmchen…
Alice war auch da...
Alice war auch da…
Zum ersten mal in Neuseeland, dass wir Kohlrabi gesehen haben... :D
Zum ersten mal in Neuseeland, dass wir Kohlrabi gesehen haben… :D

Doch diese Zeit ist nun (leider) vorbei… Aber keine Sorge, er hat nicht den Geist aufgegeben, er hat einfach neue Besitzer gefunden. Denn Jenni und Tom sind nun in Neuseeland angekommen und haben sich sehr für Moby interessiert. Für uns kam das ganze natürlich auch recht gelegen, das Auto an Freunde zu verkaufen, da wir uns nun nicht mit dem Verkauf beschäftigen müssen oder uns Sorgen machen mussten, das Auto rechtzeitig loszuwerden. Denn das ist ja je nach Saison in Neuseeland nicht immer einfach. Aber auch für Tom und Jenni war es (unserer Meinung nach) eine gute Entscheidung, denn sie bekommen ein Auto, das bisher immer sehr zuverlässig gelaufen ist, gepflegt ist und gut ausgebaut ist, mit etlichem Zubehör und natürlich dem speziellen „Wir holen euch vom Flughafen ab und führen euch ein paar Tage herum und zeigen euch das Nötigste“-Paket inklusive.

Ankunft in Auckland... nicht so toll
Ankunft in Auckland… nicht so toll
Auto aufräumen... erstaunlich, was da alles rein passt...
Auto aufräumen… erstaunlich, was da alles rein passt…

So haben wir die beiden am Donnerstag hier vom Flughafen geholt und durch die Innenstadt von Auckland geführt, wo sie erstmal eine Handykarte kaufen konnten und etwas essen konnten. Am Freitag ging es dann erstmal auch zum Muriwai Beach, dem ersten Strand, den wir in Neuseeland gesehen hatten. So kommt man gleich erstmal in das tolle Urlaubs-Feeling und sieht etwas Natur. An dem Tag wurde auch gleich noch unser Moby umgemeldet. Schon irgendwie traurig, davon Abschied zu nehmen, da wir ja wirklich ein ganzes Jahr komplett darauf angewiesen waren. Wir haben im Auto gelebt, gekocht, geschlafen und sind damit umhergefahren.

Willkommen in Neuseeland, Jenni und Tom!!!
Willkommen in Neuseeland, Jenni und Tom!!!
ise durfte fotografieren
Ise durfte fotografieren
Am Muriwai Beach, etliche Monate nach dem ersten Besuch
Am Muriwai Beach, etliche Monate nach dem ersten Besuch
Erstmal ein Bierchen am Strand trinken...
Erstmal ein Bierchen am Strand trinken…
Ein schöner Ort hier. Für uns ein gutes Ende der Neuseelandreise
Ein schöner Ort hier. Für uns ein gutes „Ende“ der Neuseelandreise
Vor der ersten Probefahrt war Tom schon etwas aufgeregt...
Vor der ersten Probefahrt war Tom schon etwas aufgeregt…
Nochmal am Strand
Nochmal am Strand
Zwischenstop bei Karen und Oliver, unserer ersten Wwoofing-Familie
Zwischenstop bei Karen und Oliver, unserer ersten Wwoofing-Familie
Die stolzen Autobesitzer
Die stolzen Autobesitzer

Am Samstag ging es auch noch einmal gemeinsam durch die Stadt, wo wir alle auf den Mount Eden sowie den One Tree Hill sind, um eine schöne Aussicht auf die Stadt zu haben… Ein schöner Abschied von hier auf alle Fälle…

Auckland vom Mount Eden
Auckland vom Mount Eden
Glücklich
Glücklich
Ise verabschiedet sich schonmal von Moby
Ise verabschiedet sich schonmal von Moby
War eine tolle Zeit!
War eine tolle Zeit!

„Moment mal! Ihr wolltet doch bis Ende Juli in Neuseeland bleiben“ denken sich jetzt sicher einige von euch… und das stimmt! Wir haben uns nun nur, da wir die Rundreise ja bereits beendet haben (und ehrlich gesagt im Winter das campen auch etwas weniger Spaß macht) entschieden, noch 2 1/2 Wochen nach Fidschi zu fliegen. Wir haben in dem Jahr zwar auch viel Geld ausgegeben, aber auch viel verdient, sodass wir uns dachten, dass wir es lieber jetzt als nie tun sollten, denn wann hat man schon noch einmal die Gelegenheit, so weit weg zu fliegen. So werden wir vom 4. Juli bis zum 21. Juli die Inseln Fidschis erkunden und kommen dann noch einmal für 5 Tage nach Auckland, bevor es für uns weiter nach Bali und Hong Kong geht… wir sind auf alle Fälle gespannt auf die weiteren Reisen und vor allem den Sonnenschein und die schönen Strände… :D

Tom und Jenni wünschen wir auch nur das Beste! Wir hoffen, das Moby auch weiterhin so gut laufen wird und auch die beiden problemlos durch Neuseeland kommen und während ihres Jahres viele tolle Erfahrungen machen können! Viel Spaß!

Gute Fahrt!!!
Gute Fahrt!!!
Jul03
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Abendessen ist gleich fertig, es muss nur noch ausgegraben werden…

Kia Ora. Eine Stunde nördlich des Lake Taupo liegt die Stadt Rotorua am gleichnamigen See. Da ihr ja alle regelmäßige Leser seid, habt ihr ja schon gleich erkannt, dass wir schon einmal dort waren. Genau. Doch auf unserem Weg nach Auckland wollten wir hier noch einmal anhalten, denn eine „Attraktion“ stand noch auf unserem Plan — ein Besuch im Maori-Dorf mit traditionellem Hangi-Dinner.

Es dampt und brodelt überall
Es dampt und brodelt überall

Daher auch der komische Titel des Beitrags, denn ein Hangi wird traditionell im Erdofen gegart. Wer also Lust und Laune hat, sowie ein Stück Land und ein paar Vulkansteine, kann das bequem für die nächste Feier machen. Einfach die Steine auf dem Holz aufheizen, bis sie weiß werden, rein in die vorher gebuddelte Gruppe, darauf die Körbe mit dem Fleisch, danach Gemüse und Beilagen und zuletzt das Dessert. Das ganze dann mit nassen Säcken überdecken und mit Erde zuschütten… 4-5 Stunden später hat man dann jede Menge schonend gegartes Fleisch und Beilagen, genug um Familie und Freunde satt zu bekommen… Es kann natürlich auch manchmal leicht erdig schmecken… :D

Begrüßungszeremonie im Maori-Dorf
Begrüßungszeremonie im Maori-Dorf

Und genau das wollten wir auch probieren. So hatten wir und rechtzeitig Tickets für das Tamaki Maori Village bestellt und konnten dann feststellen, dass trotz Nebensaison etliche Leute das Dorf sehen wollen… So konnten wir schon bald feststellen, dass das ganze 1989 vielleicht wirklich als authentische Maori-Experience gestartet ist, mittlerweile aber doch eher nur noch ein riesiges Touristenevent ist. So fuhren insgesamt 3 Busse zu dem Dorf, wo wir dann bequem über 150 Leute waren.

Nachdem für jeden Bus ein „Häuptling“ gewählt wurde und die traditionelle Begrüßungszeremonie inklusive bedrohlich wirkender Krieger überstanden war, ging es in Gruppen aufgeteilt zu mehreren Stationen, wo wir über verschiedene Aspekte des Maori-Lebens lernen konnten, von Waffen über Spiel und Tanz bis hin zur Kleidungsproduktion…

Tanzübungen...
Tanzübungen…
Ise durfte beim Stock-Tanz (einer Art Stuhltanz mit Stöcken) mitmachen...
Ise durfte beim Stock-Tanz (einer Art Stuhltanz mit Stöcken) mitmachen…
Flachs-Weben
Flachs-Weben
Sportliche Ertüchtigung
Sportliche Ertüchtigung

Danach wurde dann unser reichliches Abendbuffet enthüllt und aus dem Erdofen geholt… Dann ging es noch gemeinsam zu einer Tanz- und Gesangsvorführung, wo wir im Gemeinschaftshaus dann den singenden und tanzenden Kriegern und Kriegerinnen lauschen durften…

Da ist unser Essen! :D
Da ist unser Essen! :D
Vom Häuptling gesegnet...
Vom Häuptling gesegnet…
Singen und tanzen...
Singen und tanzen…

Wir müssen aber ehrlich sagen, dass es für uns persönlich dort jetzt kaum etwas neues zu erfahren gab. Die typischen Randfakten, die wir auch schon auf den Waitangi Treaty Grounds erfahren konnten oder in jedem Museum nachlesen kann… Für die meisten Leute stand nämlich wirklich das Hangi-Essen im Vordergrund, sodass das ganze eher als großes Erlebnisrestaurant angesehen werden kann… Nichtsdestotrotz war es gut gemacht…

Das Abendessen war dann wirklich reichlich und als Buffet angerichtet… So gab es Huhn, Lamm und Fisch mit Kartoffeln, Süßkartoffeln, Karotten, Muscheln und mehr… so aßen wir uns erstmal richtig satt. Der Nachtisch war dann auch noch der Hammer, denn es gab leckeren hausgemachten „Pavlova“, die Kiwi-Dessertspezialität schlechthin. Noch dazu dann einen „Steam Pudding“, einer Art gedämpftem Schokokuchen mit Vanillesauce und Pfirsichen…

Mal so richtig vollfuttern! :D
Mal so richtig vollfuttern! :D
Pavlova so wie es sein soll... :)
Pavlova so wie es sein soll… :)
Die Männer durften sich dann auch nochmal zum Klops machen, indem sie einen Haka vortanzen konnten...
Die Männer durften sich dann auch nochmal zum Klops machen, indem sie einen Haka vortanzen konnten…

So hatten wir am Ende doch einen echt schönen Abend und unser netter Busfahrer hat das ganze auch super abgerundet… Und wir haben auch noch ein paar deutsche Backpacker getroffen, die gerade ihre Reise durch Neuseeland starten.

 

Jun26
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Zwischenstop in der Republik Whangamomona

Will man von der Taranaki-Region ins Landesinnere, gibt es keinen schöneren Weg als den „Forgotten World Highway“ zu nehmen. Und der Name ist Programm, denn es handelt sich dabei um eine recht vergessene und verlassene Straße, die sich durch das Land schlängelt. Für etwa 150km gibt es keine Tankstelle, ein Stück der Strecke ist nur Schotterpiste und Leute leben dort auch kaum. Dafür ist die Fahrt dann sehr schön, denn die Straße schlängelt sich durch grüne Hügel mit Weiden voller Kühe und Schafe.

Auf gehts in die vergessene Welt
Auf gehts in die vergessene Welt

Ungefähr auf Mitte der Strecke kommt man dann allerdings durch einen besonderen Ort — Whangamomona. Dabei handelt es sich um einen winzig kleinen Ort, an dem es außer einem Hotel eigentlich echt fast nichts gibt. Jedoch hat dieses Örtchen vor einigen Jahren (warum auch immer) seine Unabhängigkeit erklärt und nennt sich seitdem eine eigenständige Republik. Das ganze ist natürlich eher ein Marketing-Gag, um ein paar mehr Touristen in die Region zu ziehen. In dem Hotel, dem Zentrum dieser 18-Einwohner-Metropole, kann man sich in seinen Reisepass nämlich einen Stempel der Republik holen, den sie dann direkt neben den der Einreise nach Neuseeland machen. So bekamen wir, nachdem wir dort einen Kaffee und eine heiße Schokolade bestellt haben, unseren Besuch im Reisepass verewigt.

Whangamomona Hotel
Whangamomona Hotel
Abgestempelt...
Abgestempelt…
Ein schwarzes Lamm am Wegesrand...
Ein schwarzes Lamm am Wegesrand…

Wir fuhren an dem Tag dann noch bis nach Ohakune, dem Ort der riesigen Karotte. Denn hier gibt es eine recht bekannte große Statue in Form einer Karotte. Ja ich weiß, die Neuseeländer sind verrückt… solche Sachen haben wir ja auch schon einige gesehen: Ein Homer Simpson Donut in Springfield, eine riesige Paua-Muschel in Riverton oder einen Obstkorb in Cromwell. Also war hier auch ein Stop Pflicht.

Karottchen...
Lottchen Karottchen…

Die angrenzenden Berge konnten wir an dem Tag leider nicht sehen, doch am nächsten Morgen hingen die Wolken dann recht hoch, sodass wir ein Stück auf den Mount Ruapehu fahren konnten und auch den Mount Ngauruhoe sehen konnten. Dieser ist nämlich auch aus dem „Herr der Ringe“ bekannt, denn der felsige, kegelförmige Vulkan war der Drehort des „Mount Doom“, des „Schicksalsberges“, in welchen Frodo den Ring werfen musste. Eigentlich stand das Tongariro Crossing, die Wanderung durch diese Berge, auch auf unserer ToDo-Liste, aber aufgrund des Wetters müssen wir auch das auf den nächsten Neuseelandbesuch verschieben.

Mount Ruapehu am Morgen
Mount Ruapehu am Morgen
Ein Wasserfall aus "Der Herr der Ringe"
Ein Wasserfall aus „Der Herr der Ringe“
Im Lande Mordor...
Im Lande Mordor…
Wer an den Pancake Rocks mit Pancakes posiert, muss an der Karotte auch mit Karotte posieren... *facepalm*
Wer an den Pancake Rocks mit Pancakes posiert, muss an der Karotte auch mit Karotte posieren… *facepalm*
Der Schicksalsberg
Der Schicksalsberg
Wir am Mount Ruapehu
Wir am Mount Ruapehu
Und am Mount Ngauruhoe
Und am Mount Ngauruhoe

Am Abend wollten wir dann nun auch das dritte Rugby-Spiel der All Blacks gucken und gingen in den Pub in Turangi. Dort saßen wir am gleichen Tisch wie eine Familie aus Palmerston North, die in der Gegend ein Ferienhaus hat. Wir kamen ins Gespräch und wenige Minuten später waren wir eingeladen, nach dem Essen im Pub das Spiel mit bei Ihnen zu Hause zu gucken und dort die Nacht zu verbringen. Vielleicht hatten sie Mitleid und wollten uns ein warmes Bett und eine Dusche anbieten (oder haben wir vielleicht sogar gestunken? Ich hoffe nicht!). Es ist schon echt erstaunlich, wie offen und gastfreundlich dieses Land ist. Ich könnte mir in Deutschland nicht vorstellen, derart eingeladen zu werden. So hatten wir nun wieder eine schöne Nacht bei Einheimischen zu Hause, haben gemeinsam Rugby geguckt (die All Blacks haben natürlich gewonnen) und hatten eine schöne Zeit mit Grant, Jane und ihrem Sohn Scott. Danke!

Unsere neuen Freunde... :)
Unsere neuen Freunde… :)
Jun26
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Der einsame Berg

Im Westen der Nordinsel steht ein einsamer Berg. Nahezu perfekt kegelförmig ragt der Vulkan des Mount Taranaki aus der Erde und ist schon von Weitem aus zu sehen… wenn er denn zu sehen ist.

Einer Maori-Legende zufolge stand der Berg einst zusammen mit dem Mount Tongariro, dem Mount Ruapehu und dem Mount Ngauruhoe im Zentrum der Nordinsel. Die „Bros“ haben sich super verstanden, wahrscheinlich abends immer mal ein Bier oder zwei gezischt. Doch dann kamen die Frauen ins Spiel: Denn gleich in der Nähe stand der Mount Pihanga, ein weiblicher Berg (keine Ahnung, woran man das erkennt), die mit ihren grünen Wäldern äußerst ansprechend auf die anwesenden männlichen Berger war. Es kam zum Streit um das Weibsbild und am Ende entschied sich Pihanga für den Mount Tongariro. Mount Taranaki war daraufhin total traurig und ist in Richtung Westen gewandert, bis er an die Küste kam. Dort hat er sich dann niedergelassen und fristet seitdem ein recht einsames Leben in der nach ihm benannten Region.

Dafür macht er nun in seiner Einsamkeit auch ein imposantes Bild, welches man aber nicht sehr oft zu sehen bekommt. Die Einheimischen hier sagen nämlich: „Wenn du den Berg sehen kannst, wird es bald regnen. Wenn du den Berg nicht sehen kannst, regnet es garantiert gerade!“… Und genau so ist es auch!

Auf unserem Weg nach Norden kamen wir nämlich in die Region. An unserem ersten Abend konnten wir den Berg auch noch fast vollständig sehen. Ein schöner Anblick. In dieser Nacht campten wir in einem Tierschutzgebiet in der Nähe. Und sowas nehmen die Neuseeländer anscheinend wirklich ernst, denn um die einheimischen Vögel vor Räubern zu schützen, werden um die Reservate meterhohe Zäune gezogen, über die kein Raubtier klettern kann oder sich auch nur drunter durch buddeln kann. Der Eingang erinnert dann stark an „Jurassic Park“, denn wir mussten durch eine Schleuse fahren, per Knopfdruck einzeln die Tore öffnen und schließen lassen. All das nur, damit sich auch ja keine Ratte, Wiesel oder eines dieser gottverdammten australischen buschschwänzigen Possums in das Reservat verirrt.

Wie im Jurassic Park
Wie im Jurassic Park

Danach verbrachten wir dann drei Nächte in der Region und haben seitdem den Berg nicht wieder gesehen! Denn am nächsten Morgen und auch seitdem die ganze Zeit, hing der Berg in dicken Wolken und es regnete jeden Tag (wenn auch nicht den ganzen Tag). In New Plymouth haben wir dann auch gleich noch Gary und Sandra getroffen. Gary war unser Gastgeber auf Stewart Island und ist für einige Farmers Markets gerade auf der Nordinsel unterwegs. Schwupps hatten wir uns also für einen Kaffee (am Ende wurde es ein Bier und Pommes) verabredet und etwas geplaudert. Es war echt schön, ihn wieder zu sehen und auch Sandra kennenzulernen! :)

Gary, Sandra und wir...
Gary, Sandra und wir…

Wir wohnten in der Zeit bei Pam und Garry, einem Ehepaar, dass wir ganz im Süden der Südinsel kennengelernt haben. Bei einem Aussichtspunkt kamen wir ins Gespräch und sie haben uns nach zwei Minuten ihre Adresse und Telefonnummer gegeben und uns zu sich eingeladen. Das war wirklich fantastisch und wir waren überrascht, wie gastfreundlich die Kiwis sind.

So kam es, dass wir (natürlich nach Ankündigung) bei Ihnen vor der Tür standen und schon mit einem Lammbraten empfangen wurden. Wir hatten viele tolle Gespräche mit ihnen und hatten echt Spaß. An den Tagen haben wir trotz weniger gutem Wetter dann die Umgebung erkundet und einiges gesehen und auch Pam hat uns mit auf einen kleinen Ausflug genommen und uns ein paar schöne Orte gezeigt.

Plötzlich stand da einfach ein Rind auf dem Weg und wollte uns nicht vorbei lassen... :D
Plötzlich stand da einfach ein Rind auf dem Weg und wollte uns nicht vorbei lassen… :D
Nicht wirklich ein Badestrand, trotzdem schön!
Nicht wirklich ein Badestrand, trotzdem schön!
"Mount Cow"
„Mount Cow“
Ein Kunekune-Pig
Ein Kunekune-Pig
In diesem Park findet jeden Frühling ein Lichterfestival mit haufenweise Konzerten statt... Elton John und Fleetwood Mac waren auch schon da... :D
In diesem Park findet jeden Frühling ein Lichterfestival mit haufenweise Konzerten statt… Elton John und Fleetwood Mac waren auch schon da… :D
Besuch bei den Two Sister... eigentlich waren es mal drei Felsschwestern, aber eine wurde weggespült...
Besuch bei den Two Sister… eigentlich waren es mal drei Felsschwestern, aber eine wurde weggespült…
Elephant-Rock
Elephant-Rock
Man kommt nur bei Ebbe hin... bei uns war noch etwas Wasser, also mussten wir die Schuhe ausziehen...
Man kommt nur bei Ebbe hin… bei uns war noch etwas Wasser, also mussten wir die Schuhe ausziehen…
Auch mal DoC-Ranger sein
Auch mal DoC-Ranger sein
Pam und Ise
Pam und Ise
Diese Frau ist einfach zum Anbeißen! :D
Diese Frau ist einfach zum Anbeißen! :D
Schafe knuddeln
Schafe knuddeln
"Bauer sucht Huhn"
„Bauer sucht Huhn“
Süße Alpacas
Süße Alpacas
Zum Frühstück gabs Nutella!!! Nach ca. 10 Monaten Entzug wird man da leicht verrückt... :D
Zum Frühstück gabs Nutella!!! Nach ca. 10 Monaten Entzug wird man da leicht verrückt… :D

Am letzten Abend wollten wir uns auch etwas revanchieren und beschlossen, die beiden zu bekochen. Pam hat das auch sehr gefallen, auch wenn es für sie etwas ungewohnt ist, abends nicht in der Küche zu stehen und sich stattdessen einfach zurückzulehnen und zu entspannen. So gab es zum Abendessen selbstgemachte Kohlrouladen! Die waren echt lecker! Für Garry haben wir hier in einem Countdown dann auch noch eine Flasche Krombacher gekauft (das wohl einzige deutsche Bier, dass man hier, wenn auch teuer, kaufen kann). Das gehört ja schließlich zu einem traditionell deutschen Essen dazu… :D Zum Dessert hat Ise dann auch noch leckeres Schwarzwälder-Kirsch-Dessert im Glas gezaubert.

Zur Vorspeise gab es Whitebait-Fritters... das sind die winzig kleinen Fischbabys
Zur Vorspeise gab es Whitebait-Fritters… das sind die winzig kleinen Fischbabys
Gemeinsames Abendessen... so sehen die Fritter übrigens auf dem Teller aus... ;)
Gemeinsames Abendessen… so sehen die Fritter übrigens auf dem Teller aus… ;)
Gute alte Hausmannskost
Gute alte Hausmannskost
Und ein leckeres Dessert dazu!
Und ein leckeres Dessert dazu!

Wir haben uns jedenfalls sehr gefreut, ein paar Tage dort bleiben zu können, besonders bei dem Wetter! Wir freuen uns auf alle Fälle, beim nächsten Neuseelandbesuch wieder vorbei zu schauen.

Jun21
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Mittendrin statt nur dabei!

Natürlich ist es ein tolles Gefühl, in einem vollen Pub zu sitzen und auf einer großen Leinwand ein Rugbyspiel zu gucken. Aber es geht noch besser: im Stadion! Und genau das hatten wir vor! Schon auf Stewart Island haben wir uns Karten für das zweite Spiel der All Blacks gegen Wales in der „Steinlager Series“ gekauft. Ein nicht gerade kostengünstiges Unterfangen, aber jeden Cent wert!

Doch erstmal noch etwas zurück spulen… Nach unserer Ankunft am Donnerstag Abend ging es nur noch schnell etwas essen und dann ab auf den Campingplatz. Aber schon am Freitag ging es dann wieder in die Stadt. Überraschend schnell fanden wir einen Parkplatz in der Straße zum Mount Victoria, einem der wenigen Plätze in der Stadt, wo man kostenlos parken kann. An einigen anderen außerhalb des Stadtzentrums gelegenen Stellen kann man mit einer Art Coupon parken, der aber auch schon 5 Euro am Tag kostet. Die Preise für die innerstädtischen Parkplätze sind dann mit etwa 3 Euro pro Stunde noch teurer. So nahmen wir die ca. 20 Minuten Fußmarsch auf uns, um dafür kostenlos zu parken.

Am Freitag wollten wir dann erst einmal ins Te Papa, das Nationalmuseum der Kiwis. Dieses ist ziemlich modern und interaktiv gehalten. Und das Beste: Der Eintritt ist kostenlos! So konnten wir einen riesigen Tintenfisch sehen, der 2007 in der Antarktis gefangen wurde und konnten sogar einen eigenen virtuellen Tintenfisch basteln, den wir beim nächsten Besuch wieder sehen können. Auch gab es eine riesige Ausstellung über den neuseeländischen Beitrag zum ersten Weltkrieg zu sehen, in welcher etliche riesige Figuren standen, die von Weta Workshop gebaut wurden, der Firma, die schon die Kostüme und Materialien für die „Der Herr der Ringe“- oder „Der Hobbit“-Filme gefertigt haben. Echt erstaunlich realistisch! Aber auch sonst gab es sehr viel zu sehen, sodass wir am Ende einige Stunden dort verbrachten.

Riesen-Tintenfisch... sieht ein wenig aus wie der Alien in "Independence Day"
Riesen-Tintenfisch… sieht ein wenig aus wie der Alien in „Independence Day“
Man konnte auch selbst einen basteln... beim nächsten Besuch kann man ihn dann wieder suchen und sehen, wie er gewachsen ist...
Man konnte auch selbst einen basteln… beim nächsten Besuch kann man ihn dann wieder suchen und sehen, wie er gewachsen ist…
Ise durfte auch einen basteln... ;)
Ise durfte auch einen basteln… ;)
Erstaunlich realistische Figuren in der Ausstellung über den Krieg...
Erstaunlich realistische Figuren in der Ausstellung über den Krieg…
Lustige Spielereien... Wer hat denn bisher noch nicht davon geträumt, mal in Moa-Kacke zu wühlen...
Lustige Spielereien… Wer hat denn bisher noch nicht davon geträumt, mal in Moa-Kacke zu wühlen…
Modell eines Blauwal-Herzes in Originalgröße...
Modell eines Blauwal-Herzes in Originalgröße…

Den Rest des Tages verbrachten wir dann damit, in der Innenstadt zu shoppen und für mich ein paar neue Klamotten zu kaufen. Jetzt hat Ise wenigstens einen kleinen Eindruck davon, wie es normalerweise für uns Männer ist, stundenlang Klamotten begutachten zu müssen, und ständig neue Größen oder andere Farbvarianten zu holen… :D

Die Stadt war offensichtlich schon im Rugby-Fieber
Die Stadt war offensichtlich schon im Rugby-Fieber
Street-Food! Indisches Hühnchen mit Pommes... ist das noch Original indisch?
Street-Food! Indisches Hühnchen mit Pommes… ist das noch Original indisch?

Am Samstag ging es dann nochmal kurz ins Te Papa, danach noch einmal shoppen, ein Mittagessen auf einem Street-Food-Festival, abends in ein kleines „amerikanisches Restaurant“ und danach dann auf ins Stadion! Die ganze Stadt schien schon im Rugby-Fieber zu sein, denn überall liefen die Leute in ihren Trikots und All-Blacks-Shirts herum. Wir mit unseren kleinen Tattoos waren da schon eher underdressed… ;) Wir folgten dann der riesigen Menge durch die Stadt, die sich langsam in Richtung Stadion schlängelte.

Westpac Stadium
Westpac Stadium
Das Stadion füllt sich...
Das Stadion füllt sich…

Im Stadion war die Stimmung dann gleich noch besser, denn wir hatten gute Plätze mit guter Sicht und waren einfach nur aufgeregt! Die Nationalhymne zu hören war dann auch der Hammer, gefolgt vom legendären Haka, dem traditionellen Maori- Kriegstanz, den die Spieler zur „Einschüchterung“ der Gegner vor jedem Spiel aufführen.

Haka-Time
Haka-Time

Das Spiel an sich war dann auch wundervoll. Zwar gingen die Mannschaften mit einem 10:10 Unentschieden in die Halbzeit, aber in der zweiten Hälfte konnten die All Blacks dann doch noch etwas aufdrehen und am Ende einen 36:22 Sieg und somit die Trophäe einheimsen. Zwischendrin war es aber auch immer wieder sehr spannend und es gab aufregende Spielmomente, jubelnde Fans, Laola-Wellen und mehr. Ein wahnsinnig toller Abend!

So viele Spieler auf einmal...
So viele Spieler auf einmal…
GRÖÖÖHLEN!!!!
GRÖÖÖHLEN!!!!

Nach dem Spiel sind wir dann noch nach unten gegangen, in der Hoffnung, das ein oder andere Foto abzustauben oder ein Autogramm zu bekommen. Und all das haben wir dann auch geschafft: Ich konnte auf einem Foto mit Sam Whitelock posieren und Ise bekam hinterher noch ein Foto mit Charlie Faumuina sowie ein Autogramm von ihm. Überglücklich gingen wir mit der Menge dann zurück durch die Stadt zu unserem Auto. Ein toller Abschied in Wellington!

Flori und Sam Whitelock — ich muss gestehen, dass er eine oder zwei Stufen weiter unten stand. Der Hüne ist nämlich 2,03m groß... ;)
Flori und Sam Whitelock — ich muss gestehen, dass er eine oder zwei Stufen weiter unten stand. Der Hüne ist nämlich 2,03m groß… ;)
Charlie Faumuina und Ise... :)
Charlie Faumuina und Ise… :)

Am nächsten Tag wollten wir dann auch noch etwas im Rugby-Fieber schwimmen und gingen in Palmerston North gemeinsam ins Rugby-Museum. Das letzte Spiel der Serie wird nun nächste Woche in Dunedin ausgetragen. Natürlich wollen wir uns auch dann wieder einen Pub suchen, um das Spiel anzuschauen!

Besuch im Rugby-Museum
Besuch im Rugby-Museum
Ise macht beim Haka mit
Ise macht beim Haka mit
Und sie ist genauso groß wie der kleinste Spieler der Mannschaft von 1905... :D Zwergen-Rugby...
Und sie ist genauso groß wie der kleinste Spieler der Mannschaft von 1905… :D Zwergen-Rugby…
Egg Benedict zum Frühstück... man gönnt sich ja sonst nichts... :D
Egg Benedict zum Frühstück… man gönnt sich ja sonst nichts… :D
Luise hatte French Toast mit karamellisierten Bananen und Speck
Luise hatte French Toast mit karamellisierten Bananen und Speck
Jun16
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Wenn der Postmann zweimal klingelt…

Ein Leben abseits des Alltagsstresses… morgens aufstehen, im Morgenmantel auf die Terrasse treten und beim Blick auf das Meer und einsame Buchten einen Kaffee genießen… dabei kein nerviges Gedudele des Smartphones… den Tag dann in aller Seelenruhe verbringen… ein Buch lesen… wandern…schwimmen… angeln gehen… und am Abend bei einem kühlen Bier oder Wein die Sonne untergehen sehen. Klingt das verlockend? Dann auf in die Marlborough Sounds!

Ruhe und Abgeschiedenheit in den Sounds... wäre das etwas für euch?
Ruhe und Abgeschiedenheit in den Sounds… wäre das etwas für euch?

Diese Region bildet mit unzähligen Inseln und Buchten den Nordosten der Südinsel. Davon gibt es dort so viele, dass sogar 20% von Neuseelands Küstenlinie hier hin fällt. Reichlich viel Küste für die paar Leute, die hier leben. Aber es gibt sie! Überall entlang der Küste findet man immer wieder ein paar einsame Häuser, teilweise sehr luxuriös aussehende Bauten.

Doch all diese schönen Aussichten kommen mit einem gewissen Preis! Fast alle dieser Häuser haben keinen Straßenzugang, selbst Strom gibt es noch nicht für alle Häuser (wenn auch schon für die meisten). Alles, was man braucht, muss man per Boot holen oder sich bringen lassen. Natürlich auch die Post! So nutzten wir einen unserer letzten Tage hier, um eine Bootstour mit dem Post-Boot zu machen. Und das war herrlich!

Auf geht's zur Postboottour!
Auf geht’s zur Postboottour!

Mehrere Stunden lang ging es mit dem Boot entlang der einzelnen Meeresarme. Immer wieder steuerten wir in Richtung abgelegener Häuser und auf deren Bootsstege zu. Dort warteten dann immer schon die Besitzer mit einem Postsack, begleitet von einem oder mehreren Hunden, auf das Postboot. So wurde einmal dicht an den Steg gefahren, die vollen gegen die leeren Postsäcke getauscht und noch für 1-2 Minuten geplaudert. Denn die meisten Leute hier kriegen sicher nicht viele soziale Kontakte in ihrer Abgeschiedenheit.

Na, wer hätte Lust auf so ein Häuschen am blauen Wasser?
Na, wer hätte Lust auf so ein Häuschen am blauen Wasser?
Auch ins Ferienlager kann man hier fahren. Garantiert ohne Handyempfang! Natur pur!
Auch ins Ferienlager kann man hier fahren. Garantiert ohne Handyempfang! Natur pur!
Klatsch und Tratsch mit dem Postbo(o)ten austauschen...
Klatsch und Tratsch mit dem Postbo(o)ten austauschen…
Und wir genießen das tolle Wetter!
Und wir genießen das tolle Wetter!
Noch mehr abgelegene Häuser...
Noch mehr abgelegene Häuser…
Und falls man lange Weile kriegt, kann man einfach anfangen, ein 111 Jahre altes Schiff auf Vordermann zu bringen...
Und falls man lange Weile kriegt, kann man einfach anfangen, ein 111 Jahre altes Schiff auf Vordermann zu bringen…

An einigen Stegen stiegen auch ein paar Leute aus oder etliche Kisten voller Lebensmittel wurden ausgeladen. Denn besonders für die weit außen gelegenen Häuser lohnt sich eine Fahrt zum Einkaufen nicht immer, da macht es teilweise mehr Sinn, sich seine Lebensmittel einfach liefern zu lassen. Auch für Familien mit Kindern eine Herausforderung, denn wer seine Kinder nicht auf ein Internat schicken will, muss sie zu Hause unterrichten und per Postboot auch regelmäßig neue Unterrichtsmaterialien zugeschickt bekommen.

Hier braucht man maximal so ein kleines Auto, um auf seiner Farm umher zu fahren...
Hier braucht man maximal so ein kleines Auto, um auf seiner Farm umher zu fahren…
Ein paar Bottlenose-Delfine schwammen auch um unser Boot herum...
Ein paar Bottlenose-Delfine schwammen auch um unser Boot herum…

So ist nicht nur die Versorgung mit den Gütern des täglichen Bedarfs hier ein Problem, das ganze hat natürlich auch seinen Preis — finanziell gesehen! Wer hier ein Eigenheim oder Ferienhaus bauen will, benötigt schon reichlich Kleingeld, denn nicht nur das Land will gekauft werden, sondern auch Stege, Wege zum geplanten Haus, Abwasser- und Frischwassersysteme,  der Stromanschluss und nicht zuletzt die Baukosten des Hauses selbst verschlingen dann Unmengen an Geld.

Wer es sich aber leisten kann, lebt dafür an einem atemberaubenden Ort. Offenbar soll eine solche Umgebung auch die Arbeit und die Kreativität fördern, denn nicht wenige bekannte Schriftsteller schwören darauf, sich für einige Wochen oder Monate in die Sounds zu begeben und in Ruhe ein Buch zu schreiben. Denn eins hat man dort auf alle Fälle so viel man will: Ruhe!

Abendstimmung und heißer Tee...
Abendstimmung und heißer Tee…

Der letzte Stop auf der Rundfahrt war dann noch „Ship Cove“, der Ort, an dem 1770 der Seefahrer James Cook als erster Europäer einen Fuß auf das neuseeländische Festland setzte und somit die Anfänge der europäischen Besiedlung einläutete. Heutzutage ist eine Reise hier her zum Glück nicht mehr mit solchen Strapazen und Hindernissen verbunden…

Am Ship Cove
Am Ship Cove
Jun16
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Bye-Bye Südinsel!

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es kommt uns vor, als seien wir erst vor wenigen Tagen auf die Südinsel gekommen — und nun ist die Zeit auch schon wieder rum. Ok, insgesamt waren wir 196 Tage im Süden Neuseelands und wenn ich so darüber nachdenke, haben wir verdammt viel gesehen und erlebt! Wir haben uns in die Natur verliebt, sind über 310km allein während der Great Walks gewandert, haben wundervolle Menschen kennengelernt, sind aus Flugzeugen oder von Brücken gesprungen, haben die Tierwelt erkundet, gearbeitet und ausgeholfen und noch vieles mehr…

Die letzten Tage hier wollten wir auch noch etwas entspannen und erleben. So ging es zuerst einmal in Hanmer Springs, einem Kurort nördlich von Christchurch, in die heißen Pools. Wie schon zuvor beim Lake Tekapo konnten wir hier einige Stunden draußen in den Pools verbringen oder uns in den Schwefelpools mit Mineralien vollsaugen lassen.

Entspannung in Hanmer Springs
Entspannung in Hanmer Springs

Auf dem Weg nach Picton kamen wir dann auch noch an einem Wasserfall vorbei, an welchem sich zu dieser Jahreszeit unzählige Babyrobben tummeln. Während die Mütter im Meer jagen sind, kommen die Jungen hier einige Tage her, um zu spielen und ihre Muskeln und die Beweglichkeit zu entwickeln. Danach treffen sie sich wieder mit den Muttertieren, um sich an frischer Muttermilch satt zu trinken. Auf alle Fälle war es ein herrlicher Anblick, die vielen kleinen Robben im Wasser spielen zu sehen oder einfach nur faul auf den Steinen liegen zu sehen.

Robbenbabies
Robbenbabies
Ise und ihre neuen Freunde...
Ise und ihre neuen Freunde…

Nach einem kurzen Zwischenhalt in Blenheim ging es dann auch gleich weiter nach Picton, dem Ort, den wir vor 196 Tagen schon das erste mal betreten haben, als uns die Fähre zur Südinsel brachte. Dort haben wir dann noch eine Bootstour gemacht, die aber in einem separaten Artikel behandelt wird. So konnten wir zum Abschied noch einmal das natürliche Flair der Südinsel einsaugen…

Ein toller Schlitten! Das Auto neben Moby ist aber auch nicht übel!
Ein toller Schlitten! Das Auto neben Moby ist aber auch nicht übel!

Zwar ist unsere Zeit auf der Südinsel nun vorbei, die Reise aber zum Glück noch nicht zu Ende! Die Nordinsel bietet auch noch einiges, was wir erleben wollen und wir haben ja auch noch andere Ziele im Kopf… also bleibt dran… ;)

Auf Wiedersehen!!!
Auf Wiedersehen!!!
An Bord der "Strait Feronia"
An Bord der „Strait Feronia“
Noch ein letzter Blick auf die Marlborough Sounds
Noch ein letzter Blick auf die Marlborough Sounds
Jun12
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Alles auf Schwarz!

Das Wetter ist schon seltsam. Erst haben wir ein paar Nächte, an denen das Auto total einfriert, dann kommen wir nach Christchurch und plötzlich ist es tagsüber wieder 20 Grad und auch nachts angenehme 13 Grad. Verrückt. Aber wir wollen da natürlich nicht meckern!

So konnten wir jetzt jedenfalls zwei schöne Tage in Christchurch verbringen, gemeinsam etwas shoppen gehen, durch die Gegend schlendern und natürlich auch das Nachtleben unsicher machen. Zumindest etwas.

Ein paar exotische Früchte essen!
Ein paar exotische Früchte essen! Tamarillo (rot), Feijoa (grün) und Kiwiano (gelb)
Ise und die Tamarillo
Ise und die Tamarillo
Mittagessen mehr nach meinem Geschmack... :D
Mittagessen mehr nach meinem Geschmack… :D

Denn für den Samstag Abend hatten wir einen Besuch im „The Bog“, einem irischen Pub in Christchurch, geplant. Ise hat uns vorher einen Tisch bestellt und gegen 17:30 Uhr ging es dann auf in die Bar. Wir wollten natürlich nicht nur einfach so etwas trinken gehen, nein der Besuch hatte einen speziellen Grund: die All Blacks spielen wieder! Und zwar war es das erste Länderspiel nach der zweiten gewonnenen Weltmeisterschaft in Folge. Und der Gegner war kein geringerer als Wales. Die All Blacks treten nämlich dieser Tage in einer Reihe von Spielen, dem so genannten „Steinlager Cup“, gegen Wales an. Das erste davon wollten wir uns nun also in der Bar ansehen.

Lecker Abendessen!
Lecker Abendessen!

Nach einem leckeren kleinen Abendessen füllte sich der Pub immer mehr. Wir hatten perfekte Sitze mit einer super Sicht auf den großen Bildschirm. Besser geht es kaum. Das Spiel war dann auch mehr als spannend! Zwar legten die Neuseeländer schnell vor, aber die Waliser kämpften hart und führten sogar zur Halbzeit leicht. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Kiwis nicht gleich überzeugen, schafften es am Ende aber dennoch, die Waliser zu überholen und nach ein paar klasse Aktionen in den letzten Minuten das Spiel mit 39-21 sicher nach Hause bringen. Die Stimmung in der Bar war auch mega, denn es gab sowohl viele All Blacks Fans als auch Fans der Waliser, die fleißig ihre Teams anfeuerten.

Rugby-Time!
Rugby-Time!

Als wir dann siegestrunken die Bar verlassen haben und die Straße hinunter gingen, ragte neben uns plötzlich das Christchurch Casino hervor. „Hmm… könnte lustig werden“, dachten wir uns und nur eine Minute später standen wir im belebten großen Spielsaal voller Black-Jack-Tische, Roulette-Tischen und anderen bekannten und unbekannten Spielen. Daneben gab es gleich noch eine große Halle voller Automaten, wo auch unzählige Leute ihr Glück versuchten.

Casino!
Casino!

Nachdem wir uns etwas umgesehen hatten, gingen wir dann zu einem Roulette-Tisch. Da wir ja arme Backpacker sind, konnten oder wollten wir uns die Tische mit den höheren Einsätzen nicht leisten und gingen stattdessen an einen „$1-Rapid-Roulette“-Tisch. Dieser bestand aus einem Roulette-Rad mit Croupier in der Mitte und etlichen Computerterminals außen herum verteilt. In diesen konnte man dann seine Geldscheine stecken und für das entsprechende Geld dann auf einem virtuellen Spielbrett setzen. So lange, bis der Croupier natürlich in der Mitte die Kugel ins Rollen brachte.

"If you like to gamble, I tell you I'm your man... you win some, lose some, it's all the same to me!"
„If you like to gamble, I tell you I’m your man… you win some, lose some, it’s all the same to me!“
Zock-Selfie
Zock-Selfie

Anfangs hatten wir nicht wirklich Glück, landeten dann aber einen Treffer in einer Vierergruppe, der uns stolze $8 einbrachte und wir somit wieder bei unseren $10 Starteinsatz waren. Ich versuchte mich daraufhin wieder mit einem Doller in einer Vierergruppe, aber Ise schien irgendeine Art weiblicher Intuition oder sonst was zu spüren, nahm meinen gesetzten Dollar wieder weg und setzte stattdessen $5 auf „rot“… Und wie es so kommen musste, landete die Kugel auf einem schwarzen Feld und noch dazu auf einem in der Vierergruppe, auf das ich gesetzt hatte… Puff, war das Geld weg… So viel zu ihrer weiblichen Intuition… Nächstes mal bitte alles auf schwarz setzen, besonders an einem Abend, an dem die „All Blacks“ schon so erfolgreich gewonnen hatten… naja… eine Erfahrung war es allemal.

Ise drückt Buttons... und trinkt gratis Coke...
Ise drückt Buttons… und trinkt gratis Coke…

Als unsere $10 verspielt waren gingen wir noch in die Halle mit den Automaten und Ise durfte weitere $2 ins Nirvana jagen, indem sie Knöpfe drückte und bunte Bildchen beobachtete. Ab und zu gewannen wir da auch Centbeträge, aber wir hatten keine Ahnung, warum, denn das Spielsystem haben wir dabei ehrlich gesagt nicht so recht verstanden. Lustig war es dennoch. Wenigstens haben wir an dem Abend noch zwei gratis Cola bekommen, denn die alkoholfreien Getränke sind im Casino kostenlos. Die scheinen genug Geld zu machen… ok, wenn man nachrechnet haben uns die zwei Pepsis am Ende auch $12 gekostet, aber dafür hatten wir einen Riesenspaß! :D

Jun09
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Auf den Spuren von Sir Edmund Hillary

Neuseeland mag vielleicht nicht das größte Land der Welt sein, aber es hat ein paar beeindruckende Persönlichkeiten hervor gebracht! Darunter der wohl berühmteste aller Neuseeländer — Sir Edmund Hillary, welcher am 29. Mai 1953 zusammen mit Sherpa Tenzing Norgay als erste Menschen einen Fuß auf den Gipfel des Mount Everest gesetzt hat.

Vor seinen Besteigungen im Himalaya übte dieser zuerst einmal natürlich in Neuseeland selbst. Hier gibt es zwar keine 8000er zu besteigen, aber mit dem Aoraki/Mount Cook immerhin den höchsten Berg Australasiens (3724m). Und dieser war nach unserer (schon etwas schmerzlichen) Abreise von Kevin und Thea unser erstes Ziel auf dem Weg nach Norden.

Aber vorher möchte ich noch kurz die letzten Tage in den Queensberry Hills rekapitulieren. Sie waren wundervoll! So ging es noch einmal mit Thea zu Dean und Diana in den LazyDog zum Mittagessen, wo wir mal wieder mit leckerem Steak und Wein verköstigt wurden… :D Ohh man, das werden wir vermissen! Durch unseren Besuch dort ergab sich aber nochmal eine Aufgabe für uns: Da die Arbeiter für den Weinberg anrücken sollten, musste der große Haufen Gestrüpp, Wurzeln und Holz, welcher vorher zusammengetragen wurde, abgebrannt werden. Da Kevin gerade in China ist, fiel diese Aufgabe nun mir zu. So verbrachte ich am Ende eine ganze Weile damit, ein großes Feuer zu machen und dieses kontrolliert abbrennen zu lassen und umzuschichten. Mit nem kühlen Bier in der Hand hat es gleich doppelt so viel Spaß gemacht und zum Mittagessen gab es erstmal leckere Pizza.

Cakepops backen für den Kindergeburtstag!
Cakepops backen für den Kindergeburtstag!
Feuer machen!
Feuer machen!
Der Ausblick von den Queensberry Hills. Fast jeden Tag sahen wir das Tal in Wolken gehüllt und hatten selbst Sonnenschein
Der Ausblick von den Queensberry Hills. Fast jeden Tag sahen wir das Tal in Wolken gehüllt und hatten selbst Sonnenschein

Das war es dann aber auch leider schon, denn für den Montag hatten wir unsere Weiterreise geplant. Wir haben nun noch ein paar Tage, um bis nach Wellington zu kommen, wo die All Blacks schon auf uns warten. Danach geht es dann über die Westküste wieder zurück nach Auckland.

Die Zeit zusammen mit Kevin, Thea, Megan, Gwyneth und dem Hund Harry wird uns auf alle Fälle in Erinnerung bleiben! Da war der Abschied schon irgendwie schmerzlich, da wir besonders auch die Kinder sehr ins Herz geschlossen haben. Aber es gibt ja sicher ein Wiedersehen… :)

Am Lindis Pass... als wir das letzte mal hier waren, war kein Schnee zu sehen...
Am Lindis Pass… als wir das letzte mal hier waren, war kein Schnee zu sehen…

Als wir dann aufgebrochen sind ging es zuerst einmal über den Lindis Pass bis zum Lake Pukaki, wo wir unsere erste Nacht zurück im Auto verbingen wollten. Schnell wurde uns aber klar, dass Campen im Winter ein anderes Kaliber ist als im Sommer! So kuschelten wir uns warm in unsere Decke. Am nächsten Morgen war dann das ganze Auto von innen und außen eingefroren. Die Scheiben waren von innen mit einer Eisschicht bedeckt und auch an sämtlichen anderen Plastikteilen hat sich die Luftfeuchtigkeit niedergelassen und war gefroren. Wenn dann auch noch der Gaskocher nicht wirklich in Gange kommen will, ist der Morgen natürlich perfekt.

Eiskalter Moby...
Eiskalter Moby…

Die aufgehende Sonne hat dann aber auch noch beim Auftauen geholfen, sodass wir nach einem Frühstück auch schon wieder unterwegs waren. Ziel war, wie oben angekündigt, der Mount Cook. Um dort hin zu gelangen, mussten wir entlang des Lake Pukaki fahren, wo morgens alles neblig war. Die Chancen, den Berg zu sehen, sahen also nicht so toll aus. Plötzlich verließen wir aber die Wolken und hatten auf einmal perfekte Sicht auf den See und die Berge! WOW!

Am Peter's Lookout mit Mount Cook im Hintergrund...
Am Peter’s Lookout mit Mount Cook im Hintergrund…

Im Mount Cook Village angekommen besuchten wir zuerst einmal das Sir Edmund Hillary Alpine Centre, ein Museum über sein Leben und seine Klettereien am Mount Cook und im Himalaya. Und wir müssen sagen, wir sind schon mächtig beeindruckt! Dieser Mensch hat in seinem Leben viel erreicht, hat schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen aber dennoch immer weiter gemacht. So hat er in Nepal viel soziales Engagement gezeigt und nach seiner Zeit als Bergsteiger dort viele Schulen und Einrichtungen gebaut. Kein Wunder, dass ihn noch heute viele Neuseeländer verehren und er auch die $5-Note ziert.

Schnee!!!!
Schnee!!!!
Ise hat einen "Schneemann" gebaut... naja...
Ise hat einen „Schneemann“ gebaut… naja…
Ise und Sir Ed
Ise und Sir Ed
Wunderschön winterliche Berge
Wunderschön winterliche Berge

Den interessanten und wissensreichen Tag ließen wir dann noch bei einer Wanderung zum Kea Point, von wo aus man einen fantastischen Blick auf die Berge hat, ausklingen und fuhren weiter zum Lake Tekapo. Dort verbrachten wir die nächste (ziemlich frostige) Nacht und belohnten uns erstmal mit ein paar Stunden in den warmen Hot Pools in „Tekapo Springs“. Das war bei so kaltem Wetter echt was feines! Mittlerweile haben wir es auch bis nach Christchurch geschafft, wo wir noch ein paar Tage verbringen wollen, bevor es weiter nach Norden geht.

"Church of the good shepherd" am Morgen...
„Church of the Good Shepherd“ am Morgen…
Ein heißes Bad mit Blick auf die Berge! Supi!
Ein heißes Bad mit Blick auf die Berge! Supi!
Jun02
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Great Walk 6⅓/9 — Ein Satz mit X…

… das war wohl nix!

Am Freitag sollte es für uns also los gehen zum Routeburn Track. So haben wir am Donnerstag noch fleißig unsere Rucksäcke gepackt, alle Klamotten und Lebensmittel verstaut und außen am Rucksack noch die Steigeisen befestigt. Perfekt vorbereitet. Bevor es losgehen sollte, kam dann Thea noch mit zwei dicken Daunenjacken an und meinte, die sollen wir zum Track mitnehmen. Erst fragten wir uns, ob die wirklich notwendig sind, da wir ja genug andere Kleidung mit haben. Außerdem wussten wir eigentlich nicht mehr, wo wir die noch hinpacken sollten.

Da wir ja auch für 4-5 Nächte gepackt hatten und noch einiges anderes an Ausrüstung mit hatten, waren die Rucksäcke nämlich schon gut gefüllt und auch schwer genug. Letztendlich haben wir dann aber noch einen Platz für die Jacken gefunden.

Nach einem guten Frühstück am Freitag ging es dann los nach Glenorchy. Es ist ja auch ein wenig Fahrt, und letztendlich waren wir etwa zweieinhalb Stunden später dann am Start des Tracks. Auf gehts!

Ziemlich vereister Start...
Ziemlich vereister Start…
Dafür gab es wieder schöne Wälder und Flüsse zu sehen!
Dafür gab es wieder schöne Wälder und Flüsse zu sehen!
Und tolle schneebedeckte Berge!
Und tolle schneebedeckte Berge!

Am ersten Tag hatten wir dann etwa 3,5h zu laufen, bis wir an der Hütte waren. Und das Wetter war einfach fantastisch! Es ging stetig bergauf und wurde mit zunehmender Höhe auch immer kälter. Überall um uns herum konnten wir die hohen schneebedeckten Berge sehen. Eine fantastische Aussicht!

Pause in der Sonne!
Pause in der Sonne!
Mit einem fantastischen Ausblick!
Mit einem fantastischen Ausblick!
An der Hütte wartete dann auch gleich ein Kea auf uns...
An der Hütte wartete dann auch gleich ein Kea auf uns…
Und eine tolle Aussicht von der Hütte aus
Und eine tolle Aussicht von der Hütte aus

Irgendwann am Nachmittag waren wir dann an der Hütte, suchten uns zwei Betten und setzten uns dann in den Gemeinschaftsraum, um uns aufzuwärmen und zu irgendwann zu kochen. Leider war der kleine Ofen dort noch nicht angeheizt, sodass ich mich ans Werk machte. Anders als üblich gab es dort aber kein Holz, sondern lediglich ein paar Säcke mit Kohle und ein wenig Kleinholz zum Anheizen. Das war allerdings ziemlich feucht und wollte nur schwer brennen.

warm eingemummelt ließ es sich aushalten... :D
warm eingemummelt ließ es sich aushalten… :D
Das Feuer wollte allerdings nicht so richtig...
Das Feuer wollte allerdings nicht so richtig…

So verbrachte ich dort eine halbe Ewigkeit damit, das Holzfeuer anzufachen, sodass es die Kohlen entzünden könnte. Aber so richtig wollte das Feuer nicht in Gange kommen, sodass es immer ziemlich kalt im Raum blieb… Da waren wir dann schon sehr dankbar, dass wir die dicken Daunenjacken mitgenommen haben. Wir sahen zwar aus wie das Michelin-Männchen, aber dafür kuschlig warm.

Da es durch den Winter und die hohen Berge um uns herum auch ziemlich schnell dunkel wurde, fing ich recht zeitig mit dem Kochen an. Lecker Kartoffelbrei mit Erbsen, Möhren und Soße. Das wärmt noch zusätzlich…

Danach zogen wir uns aber auch schon zurück in den Schlafraum, um uns in die Schlafsäcke zu kuscheln und etwas zu lesen. Aber selbst dazu war es zu kalt. Die Fingerspitzen, die aus dem Schlafsack ragten und den Kindle festhielten, wurden auch ziemlich schnell kalt und es war ziemlich ungemütlich. So blieb uns am Ende nichts anderes übrig als das Buch nach fünf Minuten wegzulegen und gegen 18 Uhr schlafen zu gehen… jippie!

Der nächste Morgen... :(
Der nächste Morgen… :(

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, hörten wir schon den Regen auf das Dach prasseln. Kein schöner Start in den Morgen. Draußen war dann auch alles wolkenverhangen und neblig, es war eiskalt und regnete. Und so sollte es auch bleiben. Die Wettervorhersage hat nicht wirklich gestimmt. Schade. Dabei hatten wir uns auf ein paar echt schöne Tage gefreut.

Beim Frühstück beratschlagten wir uns dann und entschlossen uns letztendlich, den Track abzubrechen. Zwar hätten wir ja genug Ausrüstung und Vorräte gehabt, um weiter zu gehen, wären dabei aber auch nur unnötig nass gewesen. Und in den nächsten Tagen wären wir auch nur durch ziemlich hohe Lagen gewandert und wären Wind und Wetter total ausgeliefert. Und durch die ganzen Wolken hätten wir absolut null Sicht gehabt… So hatten wir uns das nicht vorgestellt!

Alles wolkenverhangen...
Alles wolkenverhangen…
Im Vergleich zum Vortag...
Im Vergleich zum Vortag…

Also entschlossen wir uns, zurück zu gehen. Den Track nur zu laufen, um ihn zu überleben, war definitiv nicht unser Ziel! Dann machen wir ihn einfach beim nächsten Besuch nochmal, wenn das Wetter besser ist… :D Wenigstens hatten wir einen schönen ersten Tag!

Jetzt sind wir also nochmal für ein paar Tage zurück in Wanaka, da es draußen sowieso ziemlich winterlich ist. Und durch den Wintereinbruch waren hier manche Pässe teilweise sogar gesperrt, sodass wir sowieso nicht hätten weiterfahren können. Und da es hier ja langsam Tradition wird, ein Kuchenbild in einem Blogeintrag zu haben, gibt es dieses mal auch wieder einen. Ise war nämlich fleißig und hat für die kleine Gwyneth ebenso einen Geburtstagskuchen gebacken, dieses mal ganz im Winnie Puuh Stil. Sieht klasse aus! In ein paar Tagen geht es dann aber auch weiter, versprochen! ;)

Wieder zuhause hat Ise wieder fleißig gebacken... :)
Wieder zuhause hat Ise wieder fleißig gebacken… :)
Dieses mal sollte es eine Geburtstagstorte für Gwyneth werden...
Dieses mal sollte es eine Geburtstagstorte für Gwyneth werden…
Ziemlich krasse Winnie-Puuh Torte! :D
Ziemlich krasse Winnie-Puuh Torte! :D Mit selbst gemachten und bemalten Zuckerfiguren…
Den kleinen hats auch sehr gefallen! :)
Den kleinen hats auch sehr gefallen! :)