Dies ist das Archiv - Autor: Florian

Viel Spaß beim Stöbern!

Aug16
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Groß sein auf kleinem Raum…

Das letzte Ziel unserer Reise ist erreicht! Wir sind in Hong Kong! Wow! Vom Flughafen ging es mit dem Airport Express Zug in die Innenstadt. Diese ist quasi zweigeteilt und besteht aus der eigentlichen Innenstadt im Süden und Kowloon im Norden. Getrennt sind beide Teile durch den „Victoria Harbour“, einer schmalen Meerenge. Und in dieser nördlichen Innenstadt sollte unsere Unterkunft für die 5 Tage hier sein.

So hielt der Zug irgendwann in der Kowloon Station, von wo aus wir dann einen kostenlosen Shutte-Bus in die Nähe unseres Hotels bekommen sollten… Und so kamen wir auch gleich um die Ecke von unserem Hotel an. Doch das Problem war nun trotzdem: Wo ist das Hotel? Ich versuchte auf Google Maps unsere Position herauszufinden, während wir die Straße entlang gingen. Neben uns schon der erste Teenager mit den Augen ins Smartphone vertieft, auf der Suche nach neuen Pokémon. Und dann kam die Menschenmasse. Haufenweise Chinesen und etliche Inder, die alle anfingen, uns zu bequatschen und uns etwas verkaufen wollten.

Dann standen wir plötzlich vor einem riesigen Hochhaus mit der Aufschrift „Chungking Mansions“. Von unserer Unterkunft, dem glamourösen „Crystal Hostel“ jedoch noch keine Spur. Wie sich herausstellte, besteht das ganze Hochhaus im Grunde aus vielen kleinen Hotels bzw. Hostels, die eigentlich nur umgebaute Wohnungen mit kleiner Rezeption und ein paar Zimmern waren. Wir wussten zwar, dass wir keine noble Sterneunterkunft gebucht hatten, aber ganz so hatten wir uns das nicht vorgestellt und dachten, das ganze sei eine größere Art Jugendherberge. Mit unseren Rucksäcken bepackt kämpften wir uns also durch die Gänge des Gebäudes, zu beiden Seiten Stände mit zweifelhaft aussehenden Lebensmitteln, Smartphones, anderen Elektronikartikeln und natürlich einer riesigen Auswahl an SIM-Karten. Irgendwann hatten wir das Prinzip dann auch verstanden und fanden heraus, dass das Hochhaus im Grunde fünf Hochhäuser in einem sind, bestehend aus den Blöcken A bis E. Und in jedem dieser Blöcke fahren zwei Aufzüge hoch bis in den 16. Stock — einer nur die ungeraden Stockwerke, der andere zu den geraden Etagen. So warteten wir im richtigen Block auf den Aufzug, der uns in die elfte Etage zum Crystal Hostel bringen sollte. Dort standen wir vor verschlossenen Türen und lasen, dass wir zur Rezeption im 3. Stock mussten… Fuck! So rannte ich die Treppen runter, nur um unten zu erfahren, dass jetzt oben offen ist. Wie ich dann feststellen musste, ist acht Stockwerke herunter zu laufen deutlich leichter als sie hinterher wieder hoch zu laufen.

Letztendlich bekamen wir unser Zimmer! Dieses bestand im Grunde nur aus einem Bett und dem Bad. Ganze sieben Quadratmeter! Klasse! Die Dusche im knapp über 1 m2 großen Bad bestand dabei aus einem Duschkopf, den man direkt neben Toilette und dem Waschbecken nutzt, sowie einem Abfluss im Boden. Praktischer Nebeneffekt: Man putzt beim Duschen immer gleich den Toilettendeckel… :D

Kleines Zimmer, das quasi nur aus Bett besteht. Aber was braucht man mehr? :D
Kleines Zimmer, das quasi nur aus Bett besteht. Aber was braucht man mehr? :D
Dusche und Toilette in einem
Dusche und Toilette in einem

Und unser Zimmer scheint noch eines der größeren zu sein, denn andere sind insgesamt nur etwa 5 mgroß. Aber es ist ja an sich ausreichend. Deutlich günstiger als teure Hotels, schlafen kann man bequem und die Lage ist auch super. Erstaunlich ist dann ja auch, dass ja viele Menschen hier ständig auf ähnlich kleinem Raum leben, auch mit Familie. Da geht es uns in Deutschland wirklich gut!

Unser Hochhaus von außen inklusive Menschen
Unser Hochhaus von außen inklusive Menschen

Gut, von dem Essen, welches unten angeboten wird, will man nichts essen, denn die Töpfe mit Reis, Curry und Hähnchenschenkeln liegen dort nun schon seit unserer Ankunft rum. Ab und zu scheint dort wer etwas zu essen, dennoch wartet der Teller Hähnchen dort schon einige Tage bei 30 Grad Celsius darauf, gegessen zu werden. So etwas wollen wir unserem ohnehin schon angespannten Verdauungssystem nicht noch zumuten. Aber zum Glück gibt es ja den Retter in der Not: McDonalds!

Frühstück
Frühstück

Wir wüssten ehrlich gesagt auch nicht, was und wo wir sonst zum Frühstück essen sollen, denn den Tag schon mit Instant Nudeln zu beginnen wie viele der Einheimischen klingt für uns wenig appetitlich. Aber beim guten alten Mecces findet man zum Glück ja immer was!

Der zweite Tag führte uns runter zum Victoria Harbour, wo wir die Skyline der Stadt bewundern konnten. Schon erstaunlich, wie viele Hochhäuser es hier gibt. In der Nähe konnten wir dann den „Garden of Stars“ sehen, einem Hollywood-Pendant, wo sich viele Stars und Sternchen mit Handabdruck verewigt haben. Die meisten kannten wir nicht, doch Bruce Lee und Jackie Chan sind auch jedem Europäer sicher ein Begriff… :)

Skyline
Skyline
Blick auf die Stadt
Blick auf die Stadt
Bruce Lee
Bruce Lee
Ise hat Schwein gehabt...
Ise hat Schwein gehabt…
Kleinere Hände als Jackie Chan
Kleinere Hände als Jackie Chan

Abends gingen wir auch noch im Kowloon Park spazieren und schlenderten nachts wieder zum Victoria Harbour, um die Stadt bei Nacht zu sehen und eine mit Musik begleitete Lichtershow zu sehen. Die war dann aber irgendwie schon recht enttäuschend, denn es war einfach nur die Beleuchtung der Hochhäuser wie an jedem Tag, nur eben etwas zur Musik angepasst… aber trotzdem mal schön zu sehen.

Stadt bei Nacht
Stadt bei Nacht
Hier gibt es sogar schon Hefte für Pokémon Go zu kaufen! :D
Hier gibt es sogar schon Hefte für Pokémon Go zu kaufen! :D

Am dritten Tag wollten wir uns in die Innenstadt stürzen. Nachdem wir das U-Bahn Netz verstanden hatten und unsere ersten Tickets gekauft hatten, ging es auch schon die zwei Stationen bis ins Zentrum von Hong Kong, einmal unter der Meerenge drunter durch. Sich dann in der Stadt zu orientieren war anfangs auch kein Zuckerschlecken, da die Häuser oft durch Gänge verbunden sind und man sich auch schonmal im Gewirr der Häuser und Verbindungen verlieren kann. Irgendwann hatten wir aber den Park erreicht und konnten dort etwas herum schlendern und entspannen, zumindest soweit es uns bei den ca. 30 Grad Celsius inklusive hoher Luftfeuchtigkeit möglich ist. Wir sind eigentlich ständig am schwitzen und müssen viel trinken. Dennoch ist es sehr schön!

U-Bahn fahren
U-Bahn fahren
Happy Ise
Happy Ise

Gleich in der Nähe war dann auch die Station der „Peak Tram“, einer Kettenbahn, die zum Gipfel des Berges der Stadt fährt. Allerdings wollte scheinbar jeder in Hong Kong dort hoch, sodass wir etwa eine Stunde warten mussten, bis wir endlich in der Bahn saßen und die etwa 1000 Höhenmeter überbrückten. Oben wurden wir allerdings mit einer tollen Aussicht belohnt und konnten die ganze Stadt sehen. Nice! Durch das ganze Gucken hatten wir aber wieder Hunger, und da es gerade mal da war, ging es wie schon in Bali hier wieder zu einem Bubba Gump Restaurant, denn wir hatten einfach Hunger auf Shrimps!

Hier war warten angesagt...
Hier war warten angesagt…
Doch irgendwann hatten wir unsere Tickets
Doch irgendwann hatten wir unsere Tickets
Fahrt in der Tram
Fahrt in der Tram
Von oben sah die Stadt echt atemberaubend aus
Von oben sah die Stadt echt atemberaubend aus
Gemeinsam ganz oben
Gemeinsam ganz oben
Belohnungsessen
Belohnungsessen

Für den vierten Tag hatten wir den Besuch von zwei Tempeln geplant. Dazu ging es wieder in die U-Bahn. Es ist einfach erstaunlich, wie viele Leute hier rum laufen. Noch erstaunlicher ist der Anteil der Menschen, die dabei ständig das Smartphone vor dem Gesicht haben. Ich dachte schon, in Deutschland würde in der Straßenbahn jeder am Handy sitzen, aber hier hat es noch ganz andere Ausmaße. Wir sehen jeden Tag unzählige Leute, die unterwegs Pokémon Go spielen, und ja, ich habe es hier auch selbst schon ein paar mal gespielt… :D Aber es ist hier alles irgendwie einen Tuck extremer als wir es bisher kennen. Eine interessante Kultur. Und ich bin zwar mit meinen knapp 1,80m nicht der Größte, doch hier kann ich immer bequem über die meisten Leute drüber blicken. Schade, dass wir hier zu keinem Konzert gehen, denn hier könnte ich ausnahmsweise immer gut gucken.

Eingang zum Tempel
Eingang zum Tempel
Einmal vollräuchern bitte
Einmal vollräuchern bitte
Sah echt toll aus
Sah echt toll aus
Klassische Touristenpose
Klassische Touristenpose
Echt gemütlich dort
Echt gemütlich dort
Zum Mittagessen erstmal ein Stück Kuchen
Zum Mittagessen erstmal ein Stück Kuchen
Und noch ein schöner Tempel
Und noch ein schöner Tempel
Mit süßen Baumchen davor
Mit süßen Baumchen davor
Ein schöner Gartenpark mit Hochhäusern im Hintergrund
Ein schöner Gartenpark mit Hochhäusern im Hintergrund
Goldener kleiner Tempel
Goldener kleiner Tempel
Mit schönem Teich
Mit schönem Teich
Leben auf 40+ Stockwerken...
Leben auf 40+ Stockwerken…

Insgesamt gefällt uns Hong Kong schon sehr. Es ist deutlich anders als in Europa oder Neuseeland, aber wir fühlen uns hier schon wohler und sicherer als auf Fiji oder Bali. Man wird zwar auch hier oft von (zumeist indischen) Verkäufern angesprochen, die uns für nur gut 100€ eine Rolex, maßgeschneiderte Anzüge oder Edelhandtaschen von „Lois Vitton“ oder „Kalvin Clein“ anbieten. Aber dennoch kann man sich freier und sicherer bewegen als durch die Städte Balis. Man ist persönlich einfach weniger gestresst, denn trotz der vielen Menschen gibt es eine gewisse Ordnung und System, anders als wir es in Bali und Fiji kennengelernt hatten. Aber vielleicht ist das auch nur Gewöhnungssache.

Und nun ist der Spaß auch fast vorbei! Der letzte Tag führte uns schon am Vormittag zum Flughafen, wo wir unsere Rucksäcke im Check-In Schalter abgaben. Danach nahmen wir noch zwei Busse, um nach Ngong Ping zu kommen. Dort gibt es nämlich eine riesige Buddha-Statue und ein Kloster. Allerdings muss man zu der Statue auch etliche Stufen erklimmen, aber wir waren durch die Wanderungen in unserem Jahr schon ganz gut vorbereitet.

Big Buddha
Big Buddha
Da mussten wir hoch...
Da mussten wir hoch…
Die ganzen Stufen hochgelaufen
Die ganzen Stufen hochgelaufen
Statuen und Kloster
Statuen und Kloster
Ausblick von oben
Ausblick von oben
Schöner Klostertempel
Schöner Klostertempel
Aufwendig verziert
Aufwendig verziert
Halle der 10000 Buddhas
Halle der 10000 Buddhas
Vom Dorf aus gesehen...
Vom Dorf aus gesehen…

Auf jeden Fall war dies ein schöner Abschluss unseres Jahres! Denn nun sitzen wir am Flughafen und warten auf die Heimkehr. Ein merkwürdiges Gefühl, jetzt nach Hause zu fahren, aber auch ein Gutes. Denn wir sind froh, alle wieder zu sehen! Und es werden ja sicher noch einige Abenteuer folgen… ;)

Aug15
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Pullerpause und Polizeibesuch

Da wir ja schon einmal auf den Gili-Inseln waren, lag es natürlich nahe, gleich noch nach Lombok zu fahren. Wieso auch nicht…

So fuhren wir am Vormittag unseres letzten Tages dann mit einer kleinen Fähre von Gili T rüber aufs Festland, wo schon unzählige Taxis wieder darauf warteten, die Touristen zu ihren Hotels zu bringen. So verhandelten auch wir einen Preis aus und sprangen in eines der Taxis. Die großen Rucksäcke in den Kofferraum, die Kleinen auf die Rückbank zu uns.

Unser Taxifahrer war auch sehr nett und meinte, wir können an verschiedenen Spots entlang des Weges anhalten und Fotos schießen. Das taten wir auch und ich ließ Ise aussteigen und ein paar Fotos machen, wollte aus Sicherheitsgründen aber auch selbst im Wagen bleiben. Als der Taxifahrer dann aber auch ausgestiegen war, ging ich auch mal mit ihm, um mir alles anzusehen.

Bei unserem zweiten Stop schickte ich Ise wieder los zum Fotos machen. Währenddessen wollte der Taxifahrer eine kleine Pullerpause am Wegesrand machen und bat mich, auszusteigen, sodass er neben der geöffneten Autotür heimlich pinkeln konnte. Mir war die Sache zwar etwas unangenehm, aber was soll man machen. Jeder muss ja mal… So wartete ich mit Ise, die mittlerweile zurück war, einen Moment hinter dem Auto, während der Taxifahrer daneben stand und pinkelte. Als das Geschäft erledigt war, ging es einfach weiter. Unser Taxifahrer hat uns auch gleich noch ein Angebot für Transport und Boot zurück nach Bali gemacht, welches wir aufgrund des guten Preises auch angenommen haben. Als unser Fahrer dann nachdem wir am Hotel angekommen waren, schon für das ausgestellte Ticket bezahlt werden wollte, weigerten wir uns natürlich, denn wir wollten ihm natürlich nicht vorher das Geld geben. Nach langem hin und her mussten wir ihm dann jedoch die Hälfte vorher anzahlen, war wir mit 200000 Rupien auch machten. Das waren ja nur so etwa 13 Euro.

Im Hotel dauerte es dann auch eine Weile, ein Zimmer zu bekommen, denn die Räume waren noch nicht fertig und der Raum, in den wir sollten, war noch besetzt mit einer Gruppe Franzosen, die meinten, vom Personal bestohlen worden zu sein und deshalb das Hotel nicht verlassen wollten.

Erstmal Mittag essen... Hähnchen süß-sauer... war am Ende aber fast nur Knochen... naja... :D
Erstmal Mittag essen… Hähnchen süß-sauer… war am Ende aber fast nur Knochen… naja… :D
Unser Roller auf Lombok
Unser Roller auf Lombok

Nachdem wir dann ein Hotelzimmer hatten, ging es erstmal essen und uns einen Roller ausleihen, denn wir wollten ja während der zwei Tage auf Lombok auch irgendwie mobil sein und unser anderer Roller war ja noch in Padang Bai geparkt. Als wir dann zurück kamen, stand die Polizei vor dem Hotel und nahm gerade die Aussage der Franzosen entgegen. Wie sich nun herausstellte, war wohl nicht das Personal für den Diebstahl verantwortlich, sondern der Taxifahrer, der uns gefahren hat. Dieser war nämlich nachdem er uns abgeliefert hat, noch zu den Franzosen gegangen und wollte ihnen seine Dienste anbieten, aber sie lehnten ab. Und dann sah der Taxifahrer eine offene Tür während einer derFranzosen unter der Dusche war und seine Freunde sich im Zimmer nebenan stritten. Perfekt, keiner guckt, also hat er aus einer Laptophülle umgerechnet 500-600 Euro geklaut.

Die Polizei ist da...
Die Polizei ist da…

Wir dachten erst noch, das sei gar nicht möglich, denn der Typ war eigentlich so nett. In dem Moment fiel mir aber auch wieder seine Pullerpause ein und kam mir verdächtig vor. Und so schauten wir im Zimmer mal in Ises Handtasche. Und wie sich herausstellte, hat er auch bei uns zugeschlagen! Glücklicherweise lange nicht so schlimm wie bei den Franzosen, da ich alle Kreditkarten und das Geld im Portemonnaie in der Hose trug und in Ises Brieftasche nur 30 Euro in Scheinen lagen, unser Restgeld aus Deutschland und geplantes Dönergeld nach unserer Rückkehr. Da es vorher auf alle Fälle noch da war, kann es nur während der Taxifahrt geklaut worden sein.

Und da ist es mir dann wie Schuppen von den Augen gefallen: Der Fahrer muss in einem geschickten Moment schnell Ises Handtasche vom Rücksitz gegriffen haben und während er sein kleines Geschäft verrichtete, schnell das Geld stibitzt haben. Das ganze muss wirklich schnell und unauffällig passiert sein, denn ich habe ja auch aus den Augenwinkeln leicht darauf geachtet, dass er auch ja da neben dem Auto stehen bleibt und sich nicht rein zu unseren Taschen beugt… aber er hat es geschafft. Zeigt nur, dass er wohl wirklich ein Profi war…

So meldeten wir das auch der Polizei, die dann kurz darauf auch herausgefunden hat, dass das „Ticket“, welches er uns verkauft hat, gefälscht ist und die Firma darauf nicht existiert und auch die Telefonnummer nur eine Fälschung ist. Wir waren wohl wirklich an einen Dieb und Betrüger geraten!

Wir verbrachten dann auch einige Zeit auf dem Polizeirevier, wo wir genau wie die Franzosen das Ganze offiziell anzeigen mussten. Ise hatte zum Glück auch Fotos vom Fahrer und vom Kennzeichen gemacht. Wie sich herausstellte, war der Fahrer auch polizeibekannt. Und für einen Diebstahl in dieser Größenordnung (speziell das gestohlene Geld der Franzosen) stünde für den Fahrer eine Gefängnisstrafe von 1-2 Jahren auf dem Tagesplan, wenn er das Geld nicht zurück geben kann. Den wenn sie ihn finden, hat er die Wahl das Geld an uns und den Franzosen zurück zu geben oder die Jahre ins Gefängnis zu gehen. Das nennt man dann wohl Gerechtigkeit! ;) Natürlich hatte sich dieser sofort irgendwo hin abgesetzt und ist erstmal untergetaucht, sodass die Polizei auch in den kommenden Tagen nichts herausfand.

Betende im Tempel
Betende im Tempel
Opfergaben
Opfergaben
Der Tempel war offensichtlich ein guter Platz zum Angeln
Der Tempel war offensichtlich ein guter Platz zum Angeln

Für uns blieb natürlich nur der Schluss, mit der Sache abzuschließen, es als Lehrgeld zu verbuchen und daraus zu lernen, noch vorsichtiger zu sein. Unsere Verluste hielten sich ja noch in Grenzen und hätten deutlich schlimmer aussehen können. Aber wir machten uns wenigstens noch eine schöne kurze Zeit auf Lombok, fuhren nach Mataram, gingen shoppen und essen und entspannten einfach nur. Im Nachhinein hätten wir aber auch einfach länger auf Gili oder Bali bleiben können.

Ein schöner Strand am Abend
Ein schöner Strand in Senggigi am Abend

Um zurück nach Bali zu kommen mussten wir uns natürlich nun um ein anderes Ticket kümmern, was dann auch irgendwie geklappt hat. Dort stand unser Roller auch noch da! Puh! So fuhr ich ihn zurück nach Denpasar, während Ise und unsere Rucksäcke mit dem kostenlosen Transfershuttle der Bootsfirma fuhr. So war es etwas entspannter als wenn wir wieder alles auf dem Roller hätten verstauen müssen.

Rückfahrt im "Shuttlebus"
Rückfahrt im „Shuttlebus“

Und so endete auch schon unsere Zeit in Bali! Am nächsten Morgen brachte ich den Roller zurück, fuhr mit Ise im Taxi zum Flughafen, aßen noch einmal etwas und waren dann auch schon im Flieger zum letzten Ziel unserer großen Reise: Hong Kong!

Aug15
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Somewhere beyond the sea…

Nächstes Ziel nach unseren tollen Tagen in Ubud im Zentrum Balis waren die Gili Inseln, genauer gesagt die Insel Gili Trawangan. Diese liegt zusammen mit ein paar anderen kleinen Inseln ein Stück östlich von Bali, direkt vor der Küste von Lombok, der nächsten großen Insel Indonesiens. Ich weiß, komplizierte Beschreibung. Wer’s noch nicht verstanden hat, einfach mal bei Google Maps vorbei schauen…

Auf Gili T hatten wir wieder vier Nächte geplant, da wir uns dort gern einen kleinen Traum von uns erfüllen wollten: Tauchen gehen! Doch zuerst mal muss man ja bis dort hin kommen. So hat man entweder die Wahl, die zwar günstige, aber elend langsame öffentliche Fähre nach Lombok zu nehmen (und von dort noch eine weitere nach Gili T), oder man nimmt eines der „Fast Boats“, um direkt und auch viel schneller auf die Insel gebracht zu werden.

Da wir keinen ganzen Urlaubstag verschenken wollten, entschlossen wir uns für die etwas teurere Variante des Fast Boats. Das hieß aber auch, dass wir recht zeitig in „Padang Bai“, dem Hafenort sein mussten. Das hieß also, dass wir wieder früh raus mussten, um auf unserem vollgepackten Roller die über einstündige Fahrt zurückzulegen. Das war ziemlich anstrengend, aber kurz vor neun standen wir plötzlich in Padang Bai und wurden schon von den verschiedenen Bootsanbietern angesprochen. Ise hat dann während ich den Roller geparkt habe, einen guten Preis verhandelt und ein paar stressige Minuten später saßen wir auf einmal an Bord eines Schiffes, welches uns und unzählige andere Touristen zu den Gilis bringen sollte.

Pferdetaxi
Pferdetaxi
Gemütliches Zimmer mit großem Bett
Gemütliches Zimmer mit großem Bett
Und draußen eine Bar
Und draußen eine Bar
Erstmal was essen...
Erstmal was essen…

Gili Trawangan ist zwar die größte der Inseln dort, aber an sich auch recht klein. Es gibt dort zum Beispiel keine motorisierten Fahrzeuge, man läuft entweder, nimmt ein Fahrrad oder eine der unzähligen Pferdekutschen. So waren wir bald in unserem Hotel angekommen und bekamen durch ein paar Buchungsprobleme dann sogar ein Zimmer mit Klimaanlage statt nur mit Ventilator, worüber wir im Nachhinein echt dankbar waren, denn auf Gili T war es um einiges wärmer als in Ubud. Den Rest des Tages verbrachten wir dann erstmal damit, in einer Strandbar zu entspannen und uns für unseren Tauchkurs zu registrieren. Diesen wollten wir nämlich bei Mango Dive machen, einer Tauchschule, die von einem Deutschen betrieben wird und auch ziemlich professionell ist. Nachdem wir also den ganzen Papierkram ausgefüllt hatten, war alles geregelt und am nächsten Morgen sollte es mit unserem Tauchlehrer Nico endlich losgehen!

Und so war es dann auch! So bekamen wir am Morgen gleich erstmal eine Einführung in das Tauchen, bekamen das Equipment erklärt, die wichtigsten Regeln, die beim Tauchen zu beachten sind, was wir üben wollten und wie man sich unter Wasser verständigt. Dann ging es auch schon los auf einen ersten Tauchgang im Pool. Dieser war mit 24 Grad Celsius sogar gefühlt recht kalt, zumindest kälter als das 29 Grad Celsius warme Meer… :D So übten wir die Grundlagen wie eine neutrale Tarierung herzustellen und auch gleich ein paar Notfallsachen, zum Beispiel wie man sein Atemgerät wieder findet, wenn man es aus dem Mund verliert.

Kaum hatten wir den kleinen Testlauf beendet ging es auch schon auf zum ersten richtigen Tauchgang! Wenige Minuten später fanden wir uns an Bord des Mango-Boots wieder und fuhren raus zum „Shark Point“, einem der unzähligen Tauchspots in den Riffen um die Inseln. Und es war einfach herrlich! Wir waren über 40 Minuten unter Wasser, tauchten bis auf 12m Tiefe hinab und sahen wunderschöne Korallenriffe, Fische, und sogar riesige Schildkröten! Wow!

Danach waren wir angefixt und voll motiviert, so stürzten wir uns sogar mit etwas Eifer auf den Theorieteil. Der gehört ja schließlich auch dazu. So sahen wir uns die ersten Kapitel eines Lehrvideos and und bekamen auch Lehrbücher, aus denen wir Übungsfragen beantworten mussten. Gut, dass Ise ein Talent darin hat, passende Sätze in Büchern zu finden, um die Lücken in den Quizfragen auszufüllen.

Theorieunterricht muss sein
Theorieunterricht muss sein

Der nächste Tag begann dann wieder mit etwas Theorie und einer Session im Pool. Dieses mal hatten wir auch noch etwas Zuwachs bekommen, denn ein Mädel namens Lucy wurde noch in unsere Gruppe aufgenommen. Aber das war ja trotzdem noch sehr wenig und privat, wenn man das mit anderen Gruppen in anderen Tauchschulen vergleicht, wo teilweise über 6 Schüler in einer Gruppe sind. Dieses mal übten wir im Pool auch ein paar schwierigere Drills, zum Beispiel, bei fehlender Luftversorgung des Partners diesen von der eigenen Flasche mit zu versorgen. Eine für mich persönlich recht schwierige Aufgabe war es, unter Wasser die Maske abzusetzen, ruhig zu atmen und sie wieder aufzusetzen. Denn auch wenn man durch den Mund natürlich weiter Luft bekommt, gerät der Körper leicht in Panik, wenn man das Wasser und die Luftblasen an Nase und Augen spürt. Aber es hat dann doch funktioniert.

Ise ist auch fleißig am lernen...
Ise ist auch fleißig am lernen…
Pfannkuchen zum Frühstück
Pfannkuchen zum Frühstück

Am Nachmittag hieß es dann wieder raus ins Meer, wo wir unseren zweiten tollen Tauchgang erlebten. Dieses mal wurde mehr auf die Tarierung, Atmung und Kommunikation geachtet. Der Abend endete dann natürlich noch mit weiterem Theorietraining zusammen mit Nico, der uns viel erklärte.

Abendessen in einem österreichischen Restaurant... es gab Fritattensuppe...
Abendessen in einem österreichischen Restaurant… es gab Fritattensuppe…
Wiener Schnitzel und Käsespätzle...
Wiener Schnitzel und Käsespätzle…

Am letzten Tag hatten wir dann noch gleich zwei Tauchgänge geplant. So ging es morgens wieder raus zu einem schönen Riff. Viele Leute meinten auch, dass Bali oder Indonesien allgemein zu den schönsten Plätzen zum Tauchen gehört, da man viel sehen kann, das Wasser warm und sehr klar ist. Also ein perfekter Ort fürs Tauchtraining. Wir übten nun auch im Meerwasser einige der Notfalldrills, die wir schon aus dem Pool kannten. So hieß es dann bei unserem letzten Tauchgang am Nachmittag auch wieder, die Maske beim Tauchen komplett mit Wasser zu füllen und zu entleeren. Dort ging es aber ohne Probleme. Beim letzten Tauchgang hatten wir auch unsere Actioncam dabei und konnten noch ein paar Fotos von uns und der Unterwasserwelt machen.

Wir zwei beim Tauchen
Wir zwei beim Tauchen
Seesterni
Seesterni
"Lionfish" — ziemlich giftig!
„Lionfish“ — ziemlich giftig!
Tauch-Selfie
Tauch-Selfie
Taucherin Ise
Taucherin Ise
Riesenschildkröte
Riesenschildkröte
Blubb blubb...
Blubb blubb…
Zeit zum Auftauchen
Zeit zum Auftauchen
Wieder an Bord des Bootes
Wieder an Bord des Bootes

Doch noch hatten wir es nicht geschafft! Am Ende musste natürlich noch eine Prüfung bewältigt werden, die aus 50 Ankreuzfragen bestand. Doch durch unser gutes Training mit Nico bestanden Ise und ich sogar glamourös mit 100% korrekten Antworten… und können uns nun stolze Besitzer eines „Open Water Diver“ Tauchscheins nennen! Yeah!

Unsere Tauchgruppe
Unsere Tauchgruppe
Tauchschein bestanden!
Tauchschein bestanden!

Durch unseren Tauchkurs waren wir auf Gili also gut beschäftigt, hatten aber auch immer genug Zeit für etwas Umherschlendern, Entspannung und natürlich auch leckeres Essen!

Strandfoto
Strandfoto
Einfach schön hier... :)
Einfach schön hier… :)
Aug06
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Elefant, Affe und Co.

Nach unseren wundervollen Tagen in Kuta ging es weiter ins Landesinnere: nach Ubud! Unser neues Hotel lag nur etwa 30km Strecke von unserem ersten entfernt, aber 30 Kilometer auf einem kleinen Roller im balinesischen Verkehr ist nicht gerade ein Katzensprung. Erst recht nicht, wenn man all sein Gepäck dabei hat. Ok, fast alles, denn einen unserer großen Rucksäcke konnten wir im ersten Hotel lassen, wo wir für unsere letzte Übernachtung wieder hin kommen. Dennoch war der Roller mit Ises großem Reiserucksack, zwei voll gepackten Tagesrucksäcken und natürlich uns beiden ziemlich voll. Ok, auf Bali soll das nichts heißen, wir haben hier schon Roller mit 4 Personen drauf gesehen (Papa, Mama, Oma, Kind)… geht auch irgendwie…

Voll bepackt...
Voll bepackt…

So hat diese kleine Fahrt am Ende fast zwei ganze Stunden gedauert und wir waren fix und fertig, als wir im Hotel waren. Erstmal ein Päuschen einlegen! Abends wollten wir dann ins hoteleigene Restaurant gehen, aber um 18 Uhr meinte der Kellner dann, der Koch sei schon nach Hause gegangen. Passt. So sind wir kurzerhand in eines der unzähligen Restaurants in der Nähe gegangen und hatten ein schönes Abendessen.

Schönes Hotelzimmer
Schönes Hotelzimmer
Pancake zum Frühstuck
Pancake zum Frühstuck

Am nächsten Tag hatten wir für den Morgen einen Besuch im Affenwald geplant. Dieser liegt direkt in Ubud und ist ein Wald inklusive Tempelanlagen, in dem viele Affen gehalten und aufgezogen werden. Wir waren auch noch recht früh da, sodass es anfangs auch noch recht leer war, aber es füllte sich zunehmend mit weiteren Touristen. Und überall liefen Affen rum. Größere, Jungtiere, Mamas mit Baby am Bauch, einfach nur herrlich. Ise hatte vorsichtshalber die Brille gleich daheim gelassen und auch sonst alles versteckt. Bis auf die Ohrringe. Als nämlich ein kleiner Affe auf ihre Schulter wollte, fand der die kleinen Stecker sehr interessant und wollte sie unbedingt herausreißen! Zum Glück konnte Ise sich vor dem Schicksal aber retten. Schnell die Stecker rausgenommen und verstaut, dann stand einem erneuten Affenbesuch auf der Schulter nichts mehr im Wege. Ein wirklich schöner Ausflug!

Affen
Affen
Mama mit Baby
Mama mit Baby
Wo ist die Luise?
Wo ist die Luise?
Regenwald
Regenwald
Der kleine hat sich immer wieder gewundert, warum die Enden der Räucherstäbchen so heiß sind, dass man sich verbrennt... und immer wieder angefasst...
Der kleine hat sich immer wieder gewundert, warum die Enden der Räucherstäbchen so heiß sind, dass man sich verbrennt… und immer wieder angefasst…
Soziale Kontake pflegen
Soziale Kontake pflegen
Tempel
Tempel
Ise mit ihrem Lieblingsaffen
Ise mit ihrem Lieblingsaffen
Leckeres Essen findet man hier überall!
Leckeres Essen findet man hier überall!

Abends sind wir dann noch zu einer Art traditionellem Gesang- und Feuertanz gegangen. Wird hier auch von unzähligen Anbietern vermarktet und Tickets verkauft, sodass am Ende unzählige Touristen da saßen und auf die Show warteten. Diese war aber sehr schön, denn es war ein großer „Chor“ aus Sängern, die irgendwelche Hintergrundgeräusche gemacht haben sowie ein paar schön kostümierte weibliche Tänzerinnen und andere Figuren wie ein „Häuptling“ oder „Teufel“ in Kostüm, die dann eine Art Geschichte erählt haben. Danach gab es noch eine Feuershow, in der ein Tänzer ständig durch einen glühenden Stapel Kokosnussschalen getanzt ist und diesen auseinander getreten hat. Tat bestimmt an den Füßen weh…

Der Chor
Der Chor
Eine der Tänzerinnen
Eine der Tänzerinnen
Noch mehr Show uns Gesang
Noch mehr Show uns Gesang
Feuertanz
Feuertanz

Der nächste Tag führte uns dann in die Nähe von Ubud zu ein paar echt schönen Reisterrassen. Man kann auch in ihnen entlang laufen und alles schön fotografieren. Bis auf die Kleinigkeit, dass mehrmals kleine Hütten kamen, wo ein paar Einheimische eine „Spende“ verlangt haben. Der Begriff ist eher ungünstig gewählt, denn ohne Spende kommt man nicht weiter. „Mehrmaliger Eintritt“ klingt aber dagegen echt blöd. Aber es ist ja nur Kleingeld, was man denen gibt.

Ise an den Reisterrassen
Ise an den Reisterrassen
Alles so herrlich grün
Alles so herrlich grün
Ise sah schon auf den ersten Blick so kompetent aus, dass sie gleich mithelfen durfte
Ise sah schon auf den ersten Blick so kompetent aus, dass sie gleich mithelfen durfte
"Eine Spende bitte!"
„Eine Spende bitte!“

Danach waren wir noch bei einem Tempel, an dem es eine heilige Quelle gibt. Wer will, kann dort eine heilige und reinigende Waschung mitmachen und sich nacheinander unter den verschiedenen Wasserhähnen bekippen lassen. Haben auch viele Touristen gemacht, war für uns aber irgendwie nichts…

Waschung im Tempel
Waschung im Tempel
Die Quelle an sich
Die Quelle an sich
Im Hintergrund dann die Bereiche zum Beten
Im Hintergrund dann die Bereiche zum Beten

Doch das absolute Highlight sollte dann der nächste Tag werden, denn dort hatten wir echt actiongepacktes Programm! Früh morgens wurden wir abgeholt und zu einem Elefanten-Safari-Park gebracht. Dort durften wir dann erstmal einen Elefanten waschen und ihn abbürsten. Mit Badesachen ging es dann auf den Rücken eines dieser Dickhäuter und erstmal eine kleine Runde im Pool drehen. Das war ganz schön kalt! Aber fantastisch! Die warme Dusche hinterher und das darauf folgende Frühstücksbuffet haben das ganze dann nur noch verbessert.

Einmal abspritzen bitte!
Einmal abspritzen bitte!
Gemeinsam schrubben
Gemeinsam schrubben
Ise ist bereit zum baden... war auch nötig... :P
Ise ist bereit zum baden… war auch nötig… :P
Ziemlich kalt...
Ziemlich kalt…
Erging mir aber nicht anders...
Erging mir aber nicht anders…
Töröööh!
Töröööh!

Nachdem wir gespeist haben, ging es erstmal auf einen Ausritt auf einem der Elefanten. Schön, von da oben einfach alles mal zu betrachten. Hinterher holten wir uns einen kleinen Futterkorb und konnten die Elefanten mit frischem Obst und Gemüse füttern. Die brauchen ja echt viel zu Fressen! Zum krönenden Abschluss gab es auch noch eine kleine Vorführung der Elefanten, wo sie mit ihren Pflegern Tricks aufgeführt haben wie Basketbälle werfen, Rechenaufgaben lösen oder zu malen. Ein echt toller Ausflug, denn Elefanten wollten wir hier schon immer mal sehen und auf ihnen reiten. Es war zwar auch nicht gerade günstig, aber dafür werden die Tiere dort ziemlich gut behandelt und gepflegt. Zumindest hat es den Eindruck gemacht.

Ausritt
Ausritt
Durch den Urwald
Durch den Urwald
Und wir hatten mega Spaß!
Und wir hatten mega Spaß!
Fütterungszeit
Fütterungszeit
Ises Highlight des Tages
Ises Highlight des Tages
Ich hoffe, die Hand bleibt an mir dran...
Ich hoffe, die Hand bleibt an mir dran…
Ise hat besonders der kleine Elefant gefallen...
Ise hat besonders der kleine Elefant gefallen…

Auf der Rückfahrt konnten wir dann noch in einem Café verschiedene Teesorten und den „teuersten Kaffee der Welt“ probieren. Kennt ja sicher jeder: der, der einmal durch diese Schleichkatzen gewandert ist… In Deutschland soll er um die 50 Euro pro Tasse kosten, hier nur 3,50 Euro. Geschmeckt hat er aber :D Und keine Spur von Katze.

Eine Luwak-Katze
Eine Luwak-Katze
Der Rohstoff der Delikatesse
Der Rohstoff der Delikatesse
Verschiedene Tees und Kaffees gab es kostenlos zu probieren
Verschiedene Tees und Kaffees gab es kostenlos zu probieren
Unser Luwak wird zubereitet
Unser Luwak wird zubereitet
Prost!
Prost!

Zurück in Ubud haben wir dann erstmal Mittag gegessen und sind nach einem kurzen Päuschen nochmal raus, um uns eine einstündige Ganzkörpermassage zu holen. Und das Ganze hat weniger als 6 Euro gekostet! Da konnte man gleich noch besser entspannen.

Aber auch für den Abend hatten wir was vor, denn ich wollte Ise in ein schickes Restaurant ausführen, in welchem ich ein paar Tage vorher einen Tisch bestellt habe. Dieser wartete dann auch schon mit Rosenblättern darauf auf uns. So machten wir uns bei tollem Essen nochmal einen unvergesslichen letzten Abend in Ubud!

Romantischer Abend
Romantischer Abend
Mit echt tollem Essen!
Mit echt tollem Essen!
Aug06
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Heiß, heißer, Bali!

So, nach nun über einer Woche auf Bali gibt es auch endlich einen Blogeintrag mit unseren bisherigen Erlebnissen. Aber der Titel beschreibt das ganze schon ziemlich treffend. Und er ist auch teilweise mit der Grund, dass wir bis jetzt noch nichts geschrieben haben, denn wir waren einfach abends auch oft ziemlich erschöpft… aber jetzt zu den Geschehnissen…

Über den Abschied aus Neuseeland brauche und kann ich eigentlich nicht viel zu erzählen, denn es verlief recht kurz und schmerzlos. Wir durften noch eine letzte Fahrt in „unserem“ Moby erleben, als wir zum Flughafen gebracht wurden. Ein letztes Foto, Umarmung, ein trauriger und sehnsüchtiger Blick zurück, und etwas später saßen wir dann irgendwie auch schon einem Flugzeug, dass vom Boden abhob und Neuseeland unter uns zurück ließ und immer kleiner werden ließ… Danke, Neuseeland! Für alles!

Komfortable Übernachtung sieht anders aus...
Komfortable Übernachtung sieht anders aus…

Nach einem elfstündigen Flug nach Hong Kong und einem weiteren fünfstündigen Flug nach Denpasar mit Cathay Pacific sind uns erstmal wieder unsere Erste-Welt-Probleme vor Augen getreten: Wir haben ja noch zwei Langstreckenflüge mit Cathay vor uns in ein paar Tagen… Aber wir haben schon alle guten Filme an Bord geguckt!!! AHHH! :D

Doch genug davon, der Beitrag soll ja um den Urlaub hier gehen. Die Ankunft in Bali hat uns schon gleich zu Anfang gezeigt, dass hier einiges anders ist als in Deutschland oder Neuseeland. Nachdem die unendlich lange Schlange bei der Einwanderungsbehörde geschafft war und wir unsere Backpacks durch den Zoll hatten, warteten in der Hotelhalle schon hunderte Menschen nur auf uns, winkten mit „Taksi“-Schildern und wollten uns helfen, möglichst komfortabel und teuer in unser Hotel zu kommen. Nachdem wir uns erstmal mit Bargeld aus dem Automaten eingedeckt haben (Wir sind jetzt Multimilllionäre! :D) nahmen wir dann auch eines dieser Taxis und wurden zum Hotel gebracht.

Dieses lag im südöstlichen Teil der Hauptstadt Denpasar, schon ein Stück ab vom Schuss, jedoch auch nicht am Strand. Dennoch war es eigentlich sehr schön und unser Raum sehr gemütlich. Und über 17 Euro die Nacht konnten wir uns auch nicht beklagen. Am Abend probierten wir im Restaurant des Hotels auch gleich unser erstes indonesisches Essen. Ich hatte Nasi Goreng mit Hähnchen, Ise aß Mie Goreng, sowas ähnliches, jedoch mit Nudeln. Ich fand meins jedenfalls recht lecker, aber wirklich Hunger hatten wir bei der Hitze eh nicht.

Unser erstes Hotel
Unser erstes Hotel
Abendessen
Abendessen
Unser Zimmer gleich links
Unser Zimmer gleich links

Wie wir am nächsten Morgen feststellen mussten, isst man solchen Reis übrigens auch gleich zum Frühstück. Glücklicherweise gab es auch Toast mit Spiegelei… ;)

Unterkunft und Verpflegung hatten wir, auf zum nächsten Problem: Mobilität. Schon auf der Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel hatten wir gelernt, dass der Verkehr hier ein ganz anderer ist und ganz anderen Regeln folgt — nämlich gar keinen! Jedes Auto und die unzähligen Motorroller machen hier einfach was sie wollen, um irgendwie von A nach B zu kommen. Verkehrsschilder gibt es eh nicht viele und wenn, dann muss man sich auch kaum an sie halten. Ein Zebrastreifen ist auch nur Dreck auf der Fahrbahn (Wie Ise bei ihrem ersten Versuch, einen zu überqueren, feststellen musste, als einfach niemand anhielt).

Und genau da wollten wir uns hinein stürzen! Einen Roller mieten und damit durchs Land reisen! Yeah! In Kuta fanden wir dann auch einen Verleiher, der uns nach viel Palaver einen Roller für unsere ganzen 15 Tage überließ für nur 3,80 Euro am Tag. Hätte man anderswo sicher auch noch günstiger bekommen können, aber wieder mal konnten wir bei dem Preis eh nicht meckern. Mit Helmen und allem ausgestattet ging es dann gleich rein ins Getümmel und magischerweise: Es funktioniert! Ich war mir vorher unseres Todes schon sicher, aber wir konnten uns gut in den Verkehr einfügen, indem wir einfach alles genau so machen wie die Einheimischen: Drängeln, Hupen, Vorbeischlängeln, Vorfahrt klauen, Überholen, über den Fußweg fahren, jede Lücke nutzen. Und wir leben noch! :D

Unsere Mobilitätsgarantie auf Bali
Unsere Mobilitätsgarantie auf Bali

So ging der erste Tag nur durch Kuta, ins dortige Hard Rock Café zum Mittag (ja ich weiß, aber das muss sein), an den Strand dort und abends sogar noch zum Sanur Beach in der Nähe unseres Hotels. Das war schon einiges an Fahrerei gleich zu Beginn.

Kuta Beach
Kuta Beach
Abendessen am Strand
Abendessen am Strand
Dessert
Dessert

Der zweite Tag führte uns nach Nusa Dua, der Halbinsel im Süden Balis. Dort gibt es viele große (und auch teure) Hotelanlagen, aber auch einen sehr schönen Tempel zu sehen. So relaxten wir erst am Strand und genossen einen kühlen Drink in den Strandliegen des Mariott Hotels und fuhren dann nach Westen zum Uluwatu-Tempel. Dort konnten wir, mit einem Sarong bekleidet, dann Teile der Tempelanlagen am Meer erkunden. Dabei mussten wir aber große Acht auf unsere Sachen und besonders die Brillen geben, denn vor Ort gab es unzählige süße Affen, die sich aber als diebische kleine Bastarde herausstellten. So mussten schon viele Sonnenbrillen, normale Brillen, Schuhe und andere Dinge in dem Tempel das Zeitliche segnen. Wir können zum Glück jetzt immer noch scharf sehen.

Spritzewasser in Nusa Dua
Spritzewasser in Nusa Dua
Ise und die Elefanten
Ise und die Elefanten
So kann man relaxen!
So kann man relaxen!
Kokosnuss trinken mit Blick aufs Wasser
Kokosnuss trinken mit Blick aufs Wasser
Die Affen im Uluwatu-Tempel
Die Affen im Uluwatu-Tempel
Jemand musste auch schon seine Wasserflasche einbüßrn
Jemand musste auch schon seine Wasserflasche einbüßrn
Die Aussicht sah aber fantastisch aus!
Die Aussicht sah aber fantastisch aus!
Wir mit Tempel im Hintergrund
Wir mit Tempel im Hintergrund
Noch eine Affenfamilie
Noch eine Affenfamilie

Danach waren wir dann auch noch einmal lecker essen, dies mal bei „Bubba Gump Shrimps“, dem Restaurant zum Film „Forrest Gump“. Dort war auch alles auf den Mann mit dem einfachen Verstand und dem außergewöhnlichen Leben abgestimmt. So gab es für uns zum Abend natürlich erstmal leckere panierte Shrimps zu essen und weil ja nur zwei Tage vorher mein Geburtstag war, wir aber durch die Flüge nicht viel gefeiert haben, sangen die Mitarbeiter für mich überraschenderweise gleich noch ein Ständchen, setzten mir eine Krone auf und gaben mir einen Gratis Geburstags-Muffin mit Kerze! Cool! :D

Run, Forrest, Run!
Run, Forrest, Run!
Knuspershrimps!
Knuspershrimps!
Geburtstagsständchen
Geburtstagsständchen
Auf der Bank sitzen
Auf der Bank sitzen

Unser letzter Tag in der Gegend führte uns dann noch ins Bali-Museum und nach Tanah Lot, einem Tempel direkt im Wasser. Diesen kann man auch nur bei Ebbe erreichen. Man kommt zwar nicht rein, wenn man kein Hindu ist, aber schön anzugucken war er trotzdem. Und wir hatten gleich noch ein leckeres Mittagessen, bevor wir nach Seminyak, einem Stadtteil nördlich von Kuta, gefahren sind. Dort fanden wir irgendwann dann einen tollen Strandclub, der auch noch einen schönen Platz für uns frei hatte. Dort verbrachten wir dann einige Stunden, tranken und aßen lecker und sahen letztendlich auch noch einen Sonnenuntergang, zumindest fast, denn ein paar Wolken vermiesten das Finale… Aber egal! Auf jeden Fall war die Zeit in der Region toll! Aber Bali hat ja noch deutlich mehr zu bieten… in einem anderen Blogeintrag…

Besuch im Museum
Besuch im Museum
Alles solche Art Tempelanlagen
Alles solche Art Tempelanlagen
"Original" Hello Kitty
„Original“ Hello Kitty
Gebetszeremonie
Gebetszeremonie
Ein echt schöner Tempel
Ein echt schöner Tempel
Aber eben nur bei Ebbe
Aber eben nur bei Ebbe
Mittagessen mit Ausblick
Mittagessen mit Ausblick
Ziemlich voller Beachclub
Ziemlich voller Beachclub
Kurz vor Sonnenuntergang
Kurz vor Sonnenuntergang
Jul25
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Zurück zum Anfang

Da ist man kaum hier, schon muss man wieder los… Wer hätte es gedacht, aber jetzt ist unsere Zeit in Neuseeland auch schon wieder vorbei. Das Jahr ist irgendwie wie im Flug vergangen und nun sitzen wir mit gepackten Rucksäcken (wir sind ehrlich erstaunt, dass wir alles irgendwie reinbekommen haben) und in weniger als 24h geht schon unser Rückflug. Gut, wir haben ja noch unsere Zeit in Bali und Hong Kong vor uns, aber es ist schon irgendwie traurig, dass unsere Zeit hier vorbei ist.

Zurückblickend können wir aber eins ganz klar sagen: Wir hatten ein unglaubliches Jahr! Klar kommt man mit einer gewissen Erwartungshaltung hier her und am Ende ist vieles nicht so, wie man es sich am Anfang vorgestellt hat, aber wenn man sich darauf einlässt, kann man hier eine wundervolle Zeit haben.

Natürlich hatten wir in dem Jahr auch unglaubliches Glück gehabt, waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort (abgesehen vom Autounfall, wo wir zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren), haben unglaublich nette Leute kennengelernt, die uns in dem Jahr geholfen haben und die wir als Freunde sehr lieb gewonnen haben. Aber ich glaube, es gehört auch etwas eigene Arbeit dazu. Man muss sich auf die Situation einlassen, oft flexibel sein, kreativ sein und sich etwas einfallen lassen, muss auf so manchen Luxus verzichten, angefangen von Strom, einem bequemen Bett, ständigem Internetzugang oder auch nur auf eine regelmäßige, warme Dusche!

Doch lässt man sich erst einmal darauf ein, steht einem die Welt hier offen. Wir haben unglaublich schöne Orte gesehen, wilde und seltene Tiere beobachtet, zehntausende Fotos geschossen, leckere kulinarische Spezialitäten probiert und das ganze Land mit seiner Einzigartigkeit lieben gelernt.

Und aus all den Erlebnissen, die wir hier hatten, nehmen wir auch viel für uns persönlich mit nach Hause: Offenheit, Toleranz, Neugier, aber auch Durchhaltekraft, eine gewisse Skepsis und die Stärke, auch in Zukunft souverän durchs Leben zu gehen und den Alltag zu meistern.

Auch wenn dieses Jahr nun an seinem Ende steht, wird es uns doch sicher auf ewig in Erinnerung bleiben. Und sollten wir doch mal etwas Auffrischung brauchen, können wir ja jederzeit die alten Blogeinträge lesen. Wir freuen uns auf jeden Fall über jeden Leser, der in dem Jahr (egal ob regelmäßig oder nicht) unseren Trip verfolgt hat!

Doch was macht man eigentlich an seinen letzten Tagen hier? Natürlich: Viel! Denn wie so üblich gibt es am Ende immer zu wenig Zeit für die Sachen, die man noch unbedingt erledigen wollte. Dennoch konnten wir neben dem Packen noch einige schöne Sachen machen. So ging es am Freitag für uns beide erstmal noch in eine Mall: Ein Haarschnitt für mich musste her. Und wenn man schon einmal da ist, kann man auch gleich noch ins Kino gehen… so konnten wir, nachdem wir auf Fiji schon so viele Fische gesehen haben, nun auch noch Dory finden… ;)

Wenn Ise Popcorn hat, ist sie glücklich... :D
Wenn Ise Popcorn hat, ist sie glücklich… :D

Am Samstag ging es gemeinsam mit Stan und Thomas nochmal zu einer kleinen Feier bei Karen und Oliver, der Familie, bei der wir damals in Neuseeland angekommen sind. So war es schön, alle wieder zu sehen, zu sehen, wie sich bei Ihnen zu Hause während des Jahres einiges verändert hat, aber auch zu zeigen, wie wir uns verändert haben. Jedenfalls gab es abends dann ein schönes großes Abendessen mit allen möglichen Leckereien, die die Gäste mitgebracht haben. Wir haben auch einen deutschen Kartoffelsalat sowie einen Salat mit Süßkartoffeln beigesteuert.

Noch kein Sommerwetter zum Sonnenbaden... ;)
Noch kein Sommerwetter zum Sonnenbaden… ;)
Sehr schöne Wasserfälle
Sehr schöne Wasserfälle
PIZZA!!!!
PIZZA!!!!

Am Sonntag war Ise dann noch einmal mit Tom und Jenni unterwegs, während ich mich bei Stan um ein paar Formalitäten kümmern musste. Gemeinsam sind sie dann nach Norden zum Piha Beach gefahren, einem schönen Strand im Norden Aucklands. Danach ging es noch zu einem Wasserfall und natürlich einer letzten Pizza von Pizza Hut, das musste einfach nochmal sein…

Wie sollen wir das alles in unsere Rucksäcke kriegen? :O
Wie sollen wir das alles in unsere Rucksäcke kriegen? :O

Und nun ist es soweit, die Koffer sind gepackt und es kann losgehen nach Bali und Hong Kong! Von da gibt es hier sicherlich auch nochmal das ein oder andere Update… ;)

Jul23
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Thursday I’m in love…

I don’t care if Monday is blue, Tuesday’s gray and Wednesday, too…

Dass Neuseeland es gut mit uns meint, haben wir ja in dem Jahr schon oft genug erlebt… und nun ist es wieder passiert!!! Kaum dass wir aus Fiji zurück waren (wo wir netterweise von Jenni und Tom vom Flughafen abgeholt wurden) und uns sündhaft teuren Ersatz für das kaputte Kameraobjektiv gekauft hatten, kam Stan mit der nächsten Überraschung. Als wir gerade bei ihm auf der Couch saßen, rief plötzlich seine Schwester an, die für ein Konzert in der Stadt war. Da Freunde von Ihnen, die auch auf das Konzert wurden, leider durch einen Todesfall in der Familie verhindert waren, gab es zwei gratis Tickets zu vergeben!!! Da sich sonst niemand gefunden hat, haben wir dann spontan zugeschlagen…

Der Haken war, dass wir uns schnell fertig machen mussten und in die Stadt mussten, aber das nehmen wir gern in Kauf für ein Konzert bei: THE CURE!

Also saßen wir wenig später in Stans Auto, der uns zu dem Hotel fuhr, in dem seine Schwester gewohnt hat. Diese hat uns dann die Tickets gegeben. Danach sind wir beide in die Innenstadt gelaufen, um noch etwas zu essen.

Irgendwann waren wir dann auch in der Vector Arena, einer Konzerthalle für etwa 12000 Leute. Als wir unsere Plätze fanden, waren wir echt positiv überrascht, denn wir saßen in der zweiten Reihe auf der Tribüne an der Seite, konnten direkt über die Menschen im Innenraum direkt auf die Bühne blicken. Wow!

Gut gefüllte Arena
Gut gefüllte Arena

Nach und nach füllte sich dann die Halle und gegen 8:15 Uhr ging dann das Konzert los! Die Band ist natürlich nun langsam auch schon ganz schön in die Jahre gekommen, hat aber immer noch gut gerockt! Und das richtig lange! Fünf mal kamen sie insgesamt auf die Bühne und legten immer wieder ein paar Songs nach, sodass das Konzert am Ende über 3 Stunden ging. Und die Menge ist auch gut mitgegangen!

Robert James Smith
Robert James Smith
Ein tolles Konzert
Ein tolles Konzert
Und die Leute haben gut abgerockt
Und die Leute haben gut abgerockt
Und das ganze gratis! :D
Und das ganze gratis! :D

Ein fantastischer Abend für uns… mit nur einem Problem am Ende: Wie kommen wir nach Hause? Wie wir nämlich feststellen mussten, fährt in der Millionenstadt Auckland nach elf Uhr Abend fast kein einziger Bus mehr! Auf jeden Fall auch nicht mehr dort hin, wo wir hin wollten.

Wir versuchten es an einigen der unzähligen Bushaltestellen in dem recht verworrenen Bussystem in Auckland, aber nichts fuhr mehr. Irgendwann bekamen wir dann netterweise eine Taxifahrt mit einem Pärchen, die nach Ponsonby wollten. Das war zwar immer noch ein Stück von unserem Ziel entfernt, aber immerhin schon deutlich näher dran. Die beiden riefen uns (da unser Handy mittlerweile alle war) auch noch ein Taxi für den restlichen Weg, aber das ist dann nach über 20 Minuten immer noch nicht aufgetaucht. So machten wir uns auf die Suche nach einem anderen Taxi, das wir irgendwann fanden… Einige Zeit später und 20$ ärmer waren wir dann irgendwann wieder bei Stan… das war ein Akt… völlig erschöpft fielen wir dann gegen halb zwei Uhr Nachts ins Bett… aber es hat sich gelohnt! :D

Jul23
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Einfach nicht unser Urlaub…

Nach unserer Rückkehr von den Yasawa-Inseln ging es gleich erst einmal zum Hard Rock Café in Port Denarau zu einem gemütlichen Abendessen. Dort gab es gerade eine Aktion, die Burger aus verschiedenen Ländern anbietet. So entspannten wir uns dort erstmal mit ein paar fantastischen Cocktails und leckerem Essen. Danach ging es dann mit dem Taxi nach Hause, wo ich absolut erstaunt von Ises Verhandlungsgeschick war. So blieb sie eiskalt und ließ sich von den Taxifahrern nicht beirren und beharrte konsequent auf den von ihr gesetzten Preis, bis irgendwann ein Fahrer einwilligte. Sturheit macht sich auch manchmal bezahlt… ;)

Cocktails!!!
Cocktails!!!
Und leckere Burger!
Und leckere Burger!

Die Nacht verbrachten wir dann wieder bei Nadi im Bamboo Beach, wo wir auch unseren gleichen Raum wieder bekamen. Da für die zweite Woche auch in Neuseeland und Australien Schulferien waren, waren viele Hotels allerdings auf einmal ziemlich voll. Aufgrund der teuren Preise in Fiji entschieden wir uns letztendlich sogar, den Rest der Zeit einfach dort zu bleiben, denn es waren mit Abstand die günstigsten Räume, die wir irgendwo finden konnten, aber mit guter Qualität.

Frühstück und Sonnenschein...
Frühstück und Sonnenschein…
Unser Hotel
Unser Hotel
Flori versucht eine Kokosnuss zu öffnen, die gerade vom Baum gefallen war...
Flori versucht eine Kokosnuss zu öffnen, die gerade vom Baum gefallen war…
Und Ise durfte sie austrinken...
Und Ise durfte sie austrinken…

Zusammen mit zwei anderen Mädels ging es dann auch einen Nachmittag in die Mudpools. Nachdem wir uns einen persönlichen Taxifahrer besorgt hatten, fuhren wir zu den Schlammpools, zogen unsere Badesachen an und durften uns dann mit schwarzem Schlamm einreiben… Angeblich ganz toll für die Haut… Nachdem das ganze schön eingetrocknet war, durften wir es in einer Reihe von Thermalbädern wieder alles abwaschen… Ob es für die Haut wirklich einen positiven Effekt hatte, wage ich aber noch zu bezweifeln…

Schlammpools
Schlammpools
Und danach wieder abwaschen...
Und danach wieder abwaschen…

Danach ging es für mich aber leider bergab, denn ich zog mir eine üble Magenverstimmung zu. So lag ich am Ende ein paar Tage flach und konnte nur in der Hängematte und im Hotelzimmer entspannen. Anfangs hatte ich sogar Fieber und die Verdauung hat auch ständig Loopings gedreht… So will man Fiji nun wirklich nicht erleben… Ise musste daher ein wenig mehr allein machen, hat aber auch etliche Leute von den Yasawas wiedergesehen und war somit ja nicht allein. Wir waren auch beide noch einmal in der Stadt und haben den Markt sowie einen hinduistischen Tempel besucht. Im Hotel konnten wir auch lernen, wie man aus Palmenblättern Körbe und Kränze flechten kann…

Den Sonnenuntergang konnten wir vom Strand aus beobachten
Den Sonnenuntergang konnten wir vom Strand aus beobachten
Palmenkronen
Palmenkronen
Auf dem Markt mit Kawa-Wurzeln im Hintergrund
Auf dem Markt mit Kawa-Wurzeln im Hintergrund
Bunter Hindu-Tempel
Bunter Hindu-Tempel
Wenn man rein wollte, musste man sich natürlich entsprechend kleiden und Schultern und Knie bedecken
Wenn man rein wollte, musste man sich natürlich entsprechend kleiden und Schultern und Knie bedecken
Ein "traditioneller" Krieger... :D
Ein „traditioneller“ Krieger… :D

Pünktlich zu unserem letzten Tag ging es mir aber auch schon wieder besser. Denn dort hatten wir noch etwas besonderes geplant: Über BookMe haben wir die SeaSpray Segeltour zum halben Preis bekommen. Das war eine ganztägige Tour auf einem Segelboot mit Schnorcheln, Barbeque, gratis Getränken und einem Besuch in einem traditionellen Dorf.

Die SeaSpray ist bereit für uns
Die SeaSpray ist bereit für uns

Als wir gerade auf die Insel zugesteuert sind, auf der damals der Film „Cast Away“ mit Tom Hanks gedreht wurde, wollte ich für ein paar Fotos an den Bug des Schiffs gehen. Leider bin ich bei einer plötzlichen seitlichen Welle ins Straucheln geraten und konnte mich nirgends mehr festhalten, sodass ich sehr unsanft mit dem Hinterteil auf einem großen Metallteil landete.

Monuriki — die Insel, auf der Cast Away gedreht wurde... :) Erstaunlich ist, dass die Insel gar nicht einsam im Ozean liegt, sondern von mehreren Inseln direkt umgeben ist, die im Film aber alle am Computer entfernt wurden...
Monuriki — die Insel, auf der Cast Away gedreht wurde… :) Erstaunlich ist, dass die Insel gar nicht einsam im Ozean liegt, sondern von mehreren Inseln direkt umgeben ist, die im Film aber alle am Computer entfernt wurden…
Wo ist dieser Volleyball?
Wo ist dieser Volleyball?

Nicht nur bin ich dabei direkt auf die Zimmerkarte des Hotels gefallen, welche in meiner Hosentasche war (die dann natürlich auch noch dabei zerbrochen ist), viel schlimmer ist, dass ich mit der Kamera trotz aller Bemühungen sehr ungünstig aufgekommen bin, sodass nun das Objektiv kaputt ist. Super-GAU, so kurz vor dem Ende, und vor allem so kurz vor unserer Bali-Reise! Fiji meinte es wohl wirklich nicht gut mit uns. Erst die Krankheit und dann sowas. Aber was soll man machen…

Schorcheln im Riff vor der Insel
Schorcheln im Riff vor der Insel

Die Segeltour an sich war aber sehr gut. Die Aussichten waren toll, das Essen fantastisch und wir durften auf der Insel vom Film umherlaufen und schnorcheln. Leider habe ich weder Tom Hanks noch seinen Volleyball irgendwo gesehen…

Kawa-Zeremonie
Kawa-Zeremonie
Ise trinkt die Plörre...
Ise trinkt die Plörre…

Im Dorf der Einheimischen konnten wir dann an einer Kawa-Zeremonie teilnehmen. Kawa ist die Wurzel einer Pflanze, die hier vielerorts angebaut wird. Die getrockneten und zu Pulver gemahlenen Wurzeln dienen dann als Grundlage für eine Art kalten Tee. Als wir es selbst probiert haben, hat es einfach nur eklig und ziemlich erdig geschmeckt. Für die Einheimischen ist es aber das Suchtmittel schlechthin, welches vielerorts regelmäßig statt Alkohol oder Tabak konsumiert wird. Das Getränk hat nämlich eine halluzinogene und betäubende Wirkung, perfekt für den ohnehin schon gelassenen Lebensstil der Fijianer.

Die Kinder im Dorf haben sich auch über uns gefreut
Die Kinder im Dorf haben sich auch über uns gefreut
Leo und Kate? :D
Leo und Kate? :D

Für uns war es jedenfalls ein schöner Abschluss unseres kleinen Inselabenteuers!

Jul22
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Paradies mit Abstrichen

Kleine Inseln mit weißen Sandstränden, kristallklarem Wasser, bunten Fischen, leckerem Essen, tropische Früchte und Cocktails rund um die Uhr… so könnte man sich das Paradies auf Erden vorstellen. Und so im groben sind wir auch an unsere Reise and die Yasawa-Inseln heran gegangen. Am vierten Tag unserer Reise wurden wir morgens mit einem Reisebus abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort ging es gleich erstmal auf die „Cougar II“, einem Katamaran, der uns über die Inseln bringen sollte. Die ganzen kleinen Resorts dort werden nämlich zentral organisiert und angefahren. „Awesome Adventures“ bietet dort nämlich verschiedene Pakete zum Island Hopping an und übernehmen die Buchung und den Transport der Resorts. Man kann auch recht eigenverantwortlich zwischen den Inseln hüpfen und spontan dann die Unterkünfte buchen. Oder man bucht sich gleich ein Komplettpaket, welches einem zu verschiedenen Inseln führt und auch die Aktivitäten vor Ort beinhaltet. Und so hatten wir es auch gemacht. Für sieben Tage wollten wir umher reisen und dabei drei verschiedene Inseln und Resorts kennen lernen. Das Boot fährt dabei einfach immer morgens nach Norden die Inseln entlang und am Nachmittag wieder nach Süden, zurück zum Hafen. Man muss dann einfach nur zur richtigen Zeit aufs Boot hüpfen und auf gehts.

Winzig kleine Südseeinsel, an der wir auf dem Weg nach Norden vorbei gefahren sind. Hier kann man auch Urlaub machen. In nur 5 Minuten ist man einmal um die Insel gelaufen...
Winzig kleine Südseeinsel, an der wir auf dem Weg nach Norden vorbei gefahren sind. Hier kann man auch Urlaub machen. In nur 5 Minuten ist man einmal um die Insel gelaufen…
Ein tanzender Krieger begrüßt die Reisenden
Ein tanzender Krieger begrüßt die Reisenden
So haben wir uns das Wasser auch vorgestellt... :)
So haben wir uns das Wasser auch vorgestellt… :)
Unser Zimmer in der Nabua-Lodge
Unser Zimmer in der Nabua-Lodge
Abends ein schöner Sonnenuntergang...
Abends ein schöner Sonnenuntergang…

Unser erstes Ziel war die Insel Nacula ganz im Norden. Also erstmal die lange Tour machen und 4-5 Stunden auf dem Boot sein. Dort wurden wir dann in der „Nabua Lodge“ untergebracht. Den ersten Schock hatten wir schon zur Ankunft, denn der Strand sah so gar nicht schön aus. Aber das lag einfach daran, dass Ebbe war und das Wasser entsprechend weit zurück war und Felsen und Seegras offengelegt hat. Im Resort angekommen wurden wir in unsere kleine Strandhütte geführt, die quasi direkt am Strand lag. Diese waren sehr einfach und rustikal eingerichtet, was wir auch irgendwie erwartet haben. Leider waren sie auch überhaupt nicht sauber, was aber dort ein generelles Problem zu sein scheint. Klar, die Betten waren frisch gemacht und bezogen und es wurde einmal ausgefegt, aber das war es auch. Das Bad hat nämlich seine besten Zeiten schon hinter sich gehabt und wurde auch nie wirklich gepflegt und geputzt. Aber erstmal genug gemeckert.

Am Morgen sah der Strand schon viel besser aus!
Am Morgen sah der Strand schon viel besser aus!

Das Resort an sich war dafür eigentlich sehr schön. Wir waren auch nur so ca. 30 Leute vor Ort, sodass man immer auch genug Rückzugsraum hat zum Entspannen, zum Beispiel in einer der vielen Hängematten am Strand. Das Essen gab es dann immer in der Gruppe zusammen. Kein riesiges Buffet, aber dafür einfache, leckere Gerichte. So gab es am ersten Abend eine leichte Suppe, Fisch und Orangenkuchen als Dessert.

In dem Wasser macht Schwimmen wirklich Spaß!
In dem Wasser macht Schwimmen wirklich Spaß!
Überall ging es mit einem kleinen Boot hin...
Überall ging es mit einem kleinen Boot hin…
DIe Höhle in der wir waren (Foto: Jessica Hickman)
Die Höhle in der wir waren (Foto: Jessica Hickman)

Am Vormittag des nächsten Tages ging es dann erstmal zu einer Höhle. Mit einem Wassertaxi ist unsere Gruppe bis zu einem Strand gefahren, wo wir dann mit Tauchermaske bewaffnet in die Höhle klettern konnten. Diese war oben offen und sah schon ziemlich beeindruckend aus, wenn man drinnen so umher schwimmt. Die Tauchermasken brauchten wir, um dann in eine zweite Höhle hinein zu tauchen. Diese war dann komplett dunkel, sodass wir mit Taschenlampen umher geführt wurden.

Entspannen kann man in den Hängematten jedenfalls herrlich!
Entspannen kann man in den Hängematten jedenfalls herrlich!
Ausblick von unserer Hütte aus
Ausblick von unserer Hütte aus

Der Nachmittag war dann der endgültige Knaller, denn es ging zur „Blue Lagoon“ zum Schnorcheln. Die älteren Semester unter euch kennen den Strand vielleicht aus dem gleichnamigen Film „Die Blaue Lagune“ mit Brooke Shields aus den 80ern. Kaum hatten wir die Schorchel und Flossen angelegt, ging es runter zu den Fischen, wo wir ein erstaunlich farbenvolles und vielfältiges Riff und viele bunte Fische fanden. Herrlich!

Fischies!!!!
Fischies!!!!
"Was guckst du?"
„Was guckst du?“
Hier macht Schnorcheln Spaß
Hier macht Schnorcheln Spaß
Abtauchen
Abtauchen
Nemo!!!
Nemo!!!
Schönes Riff
Schönes Riff
Ganz dicht dran...
Ganz dicht dran…
Der Fisch konnte einfach nicht genug von der Kamera kriegen...
Der Fisch konnte einfach nicht genug von der Kamera kriegen…
Zum Abschluss ging es noch zu einem Schiffswrack
Zum Abschluss ging es noch zu einem Schiffswrack

In unserer zweiten Nacht in der Nabua Lodge schlich sich dann auch noch eine kleine Maus in unsere Hütte und krasempelte am Papierkorb herum. Aber die war nachdem ich einmal mit dem Fuß gegen den Eimer gebufft habe auch blitzschnell im Spalt unter der Tür verschwunden. Für den Morgen hatten wir dann noch eine Fishing-Tour geplant. Zusammen mit einigen anderen ging es in einem kleinen Boot raus aufs Wasser und mit Angelsehne und Haken bewaffnet auf Fisch-Jagd. Irgendwie hatte aber keiner von uns Glück, sodass wir alle ohne Beute nach Hause mussten. Schade, denn sonst hätte die Küche uns den selbst gefangenen Fisch zum Mittag zubereitet.

Angeln gehen...
Angeln gehen…
Köder zubereiten...
Köder zubereiten…
Lustige  Angel-Truppe (Foto: Jessica Hickman)
Lustige Angel-Truppe (Foto: Jessica Hickman)

Die Abende in der Nabua Lodge waren auch super, denn wir haben etliche nette Leute getroffen, Deutsche, Neuseeländer, Engländer, Waliser, Australier und mehr. Gemeinsam haben wir dann abends immer unzählige Runden Uno gespielt und das ein oder andere Bier getrunken.

Gesang zum Abschied
Gesang zum Abschied
Zurück auf den Katamaran, um zur nächsten Insel zu kommen...
Zurück auf den Katamaran, um zur nächsten Insel zu kommen…

Unser zweites Resort war dann das „White Sandy Beach Resort“ etwas weiter im Süden. Dort angekommen war zwar auch erstmal Ebbe, aber bei Flut war der Strand dafür unbeschreiblich schön. Begrüßt wurden wir dann auch erstmal mit einem Lied und Händeschütteln mit der Familie, die das Resort betreibt. So gab es auch ein paar Kinder und sogar ein zuckersüßes kleines Baby dort. Alle waren sehr nett und hatten sogar sehr schnell unsere Namen drauf… beziehungsweise wurden wir immer als „Mr. und Mrs Flo“ angesprochen… :D

Wieder Ankunft bei Ebbe (Irene und Olga)
Wieder Ankunft bei Ebbe (Irene und Olga)
Den Sonnenuntergang genießen mit unseren neuen Freunden Olga und irene
Den Sonnenuntergang genießen mit unseren neuen Freunden Olga und Irene
Schönes großes Bett in unserer Strandhütte
Schönes großes Bett in unserer Strandhütte
Von außen sah es auch schon super aus
Von außen sah es auch schon super aus
Und auch hier gab es wieder tolles Wasser...
Und auch hier gab es wieder tolles Wasser…

Ein Ausflug, den wir am White Sandy Beach machen konnten war ein Ausflug zu den Manta-Rochen. Wieder ging es mit dem Boot raus bis zu einer engen Stelle zwischen zwei Inseln. Dort gibt es eine Strömung und viel Nahrung, ideal für die riesigen Mantas, die sich dort jeden Tag aufhalten. Erst ging es auch noch einmal zum Schnorcheln in ein Riff und danach dann zu den Rochen. Irgendwann hatte unser Guide einen entdeckt und wir sind alle ins Wasser gesprungen und dem Rochen gefolgt. Unser Exemplar war ca. 2,20m groß und sah sehr beeindruckend aus. Seelenruhig ist es unter uns entlang geschwommen und hat seine Figuren gedreht und Bahnen gezogen. Ein wunderschönes Erlebnis.

Schnorcheln im Korallenriff
Schnorcheln im Korallenriff
Scheine, scheine kleiner Stern!
Scheine, scheine kleiner Stern! — den hat uns einer der Guides gegeben und umher gereicht…
Ise und der Manta
Ise und der Manta
Mächtig gewaltig...
Mächtig gewaltig…
Und er hat ganz gemütlich seine Bahnen gezogen
Und er hat ganz gemütlich seine Bahnen gezogen
Man konnte teilweise auch schon näher dran kommen...
Man konnte teilweise auch schon näher dran kommen…

Ansonsten ging es für uns dort am Sonntag früh, da sonst auch nichts los war, zum Gottesdienst in die örtliche Kirche. Zusammen mit ein paar Touristen und ein paar Einheimischen durften wir in der Wärme dann einen recht interessanten Gottesdienst über uns ergehen lassen. Aber es war auf alle Fälle ganz gut.

Noch dazu gibt es in der Nähe des Resorts einen abgelegenen kleinen Strand namens „Honeymoon Beach“. Dort lagen wir eine ganze Weile auch ganz allein herum, bis irgendwann ein paar andere Urlauber gekommen sind.

Entspannen am Honeymoon-Beach
Entspannen am Honeymoon-Beach
BULA!
BULA!
Jemand hat einen Fisch gefangen, der nun standesgemäß über dem Lagerfeuer zubereitet wird
Jemand hat einen Fisch gefangen, der nun standesgemäß über dem Lagerfeuer zubereitet wird
Die Familie war einfach nur niedlich und die Kinder waren auch sehr zugänglich...
Die Familie war einfach nur niedlich und die Kinder waren auch sehr zugänglich…
Kokosnuss öffnen will geübt sein...
Kokosnuss öffnen will geübt sein…
Ich durfte auch...
Ich durfte auch… (Einfach Aufdrehen hat leider nicht geklappt… ;D)
Das Herz der Kokosnuss...
Das Herz der Kokosnuss…
Kokosnuss macht lustig...
Kokosnuss macht lustig…

Unsere dritte Lodge war dann das „Waya Lailai Resort“ im Süden der Yasawas. Wieder wurden wir mit Gesang begrüßt und bekamen hier abends sogar zur Abwechslung ein großes Buffet. Das war sehr lecker, sodass wir uns fleißig die Bäuche vollgeschlagen haben.

Wieder wurden wir mit Musik empfangen...
Wieder wurden wir mit Musik empfangen…
Wieder ein schönes Bett für uns...
Wieder ein schönes Bett für uns…

Als Ausflug in dem Resort ging es dann für uns zu den Haien! Ja! Haie! Richtig gehört! Aber keine Sorge, keine großen Haie, sondern nur kleine Riff-Haie. Diese werden bis zu 1,20m lang und man kann sie sogar berühren, wenn man heran kommt. Das war dann echt ziemlich aufregend.

Hai-Alarm!
Hai-Alarm!
Man konnte direkt zu ihnen herunter tauchen...
Man konnte direkt zu ihnen herunter tauchen…
Berühren habe ich aber leider nicht geschafft
Berühren habe ich aber leider nicht geschafft
Sie waren zum Glück nicht hungrig auf uns...
Sie waren zum Glück nicht hungrig auf uns…
Aber sie sahen auch ziemlich friedlich aus...
Aber sie sahen auch ziemlich friedlich aus…
Wunderschöne Tiere!
Wunderschöne Tiere!

Außerdem sind wir noch auf den Gipfel des Berges der Insel gewandert. Von dort gab es gleich noch eine schöne Aussicht auf die Umgebung…

Der Gorillafelsen...
Der Gorillafelsen…
Auf nach oben!
Auf nach oben!
Ise und Kuata Island...
Ise und Kuata Island…
Zum Abschied noch etwas Beachvolleyball spielen...
Zum Abschied noch etwas Beachvolleyball spielen…

Insgesamt haben wir die Woche auf den Yasawas wirklich genossen, denn es gab viele tolle Unternehmungen zu tun. Von den Resorts her haben wir dann aber doch schon etwas anderes erwartet, um ehrlich zu sein, immerhin hat uns der Spaß ja auch einiges an Geld gekostet. Wir hatten ja auch nichts gegen einfache Zimmer, aber sauber sollten sie sein. Generell haben wir gesehen, dass die Resorts nur wenig gepflegt und modernisiert werden. Dabei verkommt natürlich so einiges, worunter die Qualität leidet. Auch wurde, obwohl einige am Tisch noch am Essen waren, schon abgeräumt und die Gäste gebeten, die Gläser und Flaschen zu heben, damit die Kellnerin das Tischtuch abziehen konnte, anscheinend weil sie früh Feierabend haben will. Alles nur Kleinigkeiten natürlich, aber die Urlaubsstimmung leidet letztendlich schon darunter. Leider gab es auch nicht so viel Gemüse und frisches Obst dort zu essen. Das liegt allerdings auch zu großen Teilen an den schweren Stürmen, die vor einigen Monaten Fiji heimgesucht haben. Diese haben viel beschädigt und viele Bäume zerstört, sodass es überall gerade recht schwer ist, an frisches Obst zu kommen, abgesehen von Wassermelonen und Ananas.

Für uns war die Woche also sehr schön, aber auch nicht der Luxusurlaub, der uns irgendwie vorgeschwebt hatte. So etwas kann man natürlich auch bekommen, das kostet dann aber auch noch deutlich mehr, deutlich über unserem Budget. Fiji ist generell nicht billig! Es sah also vielerorts schon aus wie im Paradies, aber mit Abzügen…

 

Jul06
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Urlaub vom Urlaub

Was macht man, wenn man fast ein Jahr lang umher gereist ist, unzählige schöne Strände, beeindruckende Berge und atemberaubende Landschaften gesehen hat? Klar, man fährt einfach ins Paradies auf Erden und macht damit weiter… und da sind wir jetzt – auf Fiji! Und es ist wundervoll. Man kann den ganzen Tag in der Hängematte unter Palmen liegen, an den Strand gehen und lecker essen.

So lässt es sich aushalten...
So lässt es sich aushalten…

Nach unserem Aufbruch am Montag Morgen und dem Flug nach Nadi wurden wir schon von einer Mitarbeiterin unserer Unterkunft erwartet. Kurze Zeit später wurden wir dann ca. 15 Minuten bis zu unserem Hostel gefahren. Das ganze nennt sich Bamboo Beach und ist hier eine der günstigen Varianten, auf der Hauptinsel zu übernachten. Teure Luxusresorts gibt es natürlich auch etliche. Aber uns fehlt hier eigentlich nichts, denn es liegt direkt am Strand, bietet viele Liegen, Hängematten und andere bequeme Plätze zum Relaxen. Auch gibt es eine Bar, die uns mit Bier und Cocktails versorgt, sowie eine Art kleines Restaurant, welches uns schon echt lecker Sachen gezaubert hat. Wir haben hier auch unser eigenes kleines Zimmer, man kann aber auch in einem größeren Schlafraum übernachten. Aber so haben wir etwas mehr Privatsphäre und können auch unsere Sachen beruhigt im Raum lassen.

Cocktail am Abend...
Cocktail am Abend…
Beim Essen am Strand...
Beim Essen am Strand…

Für die ersten Tage hieß es also erstmal entspannen, wobei wir das hier eigentlich jeden Tag tun wollen. So geht der Tag natürlich erstmal mit einem guten Frühstück los. Was gibt es besseres als Pancakes am Strand mit einer Kokosnuss frisch vom Baum in der Hand?

Frühstück so wie es sein sollte!
Frühstück so wie es sein sollte!

Mittags kann man sich auch alle möglichen Leckereien holen und sich den ganzen Tag über mit Cocktails und Säften die Kehle feucht halten. Und abends gibt es auch immer sehr leckere Sachen. Wir fühlen uns wirklich schon etwas wie im Paradies.

Frische Kokosnuss
Frische Kokosnuss
Ich hatte einen leckeren Beef-Salat mit Glasnudeln
Ich hatte einen leckeren Beef-Salat mit Glasnudeln
Ise hatte Auberginen-Ricotta-Fritters
Ise hatte Auberginen-Ricotta-Fritters

Aber jedes Paradies hat auch seine Schattenseiten. Heute Vormittag sind wir nämlich mit dem Bus nach Nadi gefahren, was uns nur so 40 Cent pro Person gekostet hat. Wir waren erstaunt, dass der Bus überhaupt noch fahren konnte, durften in der Stadt aber schnell sehen, dass dies die Regel ist. Dort ist vom Paradies nämlich nicht viel zu spüren und man sieht auch die Armut der Leute. Es gibt viele Arbeitslose, die den ganzen Tag nur herum sitzen und auch generell sieht es natürlich deutlich weniger entwickelt aus. Alle 20 Meter wurden wir beim vorbei schlendern auch von Einheimischen angequatscht, die uns etwas verkaufen wollten. Mit Touristen kann man wohl sein Geschäft machen. Ein Mann hier kommt auch jeden Morgen vorbei und will Kokosnüsse verkaufen, die er zuvor vom Baum gepflückt hat. Hat er seine 20 Stück verkauft, ist er für den Tag zufrieden und kann sich ausruhen… und das seit 35 Jahren…

Busfahrt mit dem Linienbus
Busfahrt mit dem Linienbus

Wir haben uns dann in Nadi am Ende nur eine Melone vom Wochenmarkt geholt, die wir dann am Nachmittag verspeisen wollten.

Eine Melone vom Wochenmarkt
Eine Melone vom Wochenmarkt

Auf den Bus zurück aus Nadi mussten wir dann auch über eine Stunde warten, was natürlich die Gelegenheit schlechthin für die Taxifahrer war. Die kamen nämlich alle paar Minuten vorbei und boten uns eine Taxifahrt an. Natürlich immer zum „Tarif der Einheimischen“, auch wenn dieser letztendlich zwischen 10$ und 5$ schwankte.

Morgen geht es aber auch erstmal weiter und dann so richtig ins Paradies! Denn wir machen eine siebentägige Rundreise über die Yasawa Inseln im Westen des Landes. Dort warten dann wirklich weiße Strände und glasklares Wasser, schöne Riffe und mehr auf uns. Hier ist es auch sehr schön, aber der Strand besteht aus schwarzem Sand, der im stark aufgewirbelt wird, wodurch es sehr trübe aussieht… Aber wir sind mal gespannt, wie es dort wird! Bleibt dran!