Aug15
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Somewhere beyond the sea…

Nächstes Ziel nach unseren tollen Tagen in Ubud im Zentrum Balis waren die Gili Inseln, genauer gesagt die Insel Gili Trawangan. Diese liegt zusammen mit ein paar anderen kleinen Inseln ein Stück östlich von Bali, direkt vor der Küste von Lombok, der nächsten großen Insel Indonesiens. Ich weiß, komplizierte Beschreibung. Wer’s noch nicht verstanden hat, einfach mal bei Google Maps vorbei schauen…

Auf Gili T hatten wir wieder vier Nächte geplant, da wir uns dort gern einen kleinen Traum von uns erfüllen wollten: Tauchen gehen! Doch zuerst mal muss man ja bis dort hin kommen. So hat man entweder die Wahl, die zwar günstige, aber elend langsame öffentliche Fähre nach Lombok zu nehmen (und von dort noch eine weitere nach Gili T), oder man nimmt eines der „Fast Boats“, um direkt und auch viel schneller auf die Insel gebracht zu werden.

Da wir keinen ganzen Urlaubstag verschenken wollten, entschlossen wir uns für die etwas teurere Variante des Fast Boats. Das hieß aber auch, dass wir recht zeitig in „Padang Bai“, dem Hafenort sein mussten. Das hieß also, dass wir wieder früh raus mussten, um auf unserem vollgepackten Roller die über einstündige Fahrt zurückzulegen. Das war ziemlich anstrengend, aber kurz vor neun standen wir plötzlich in Padang Bai und wurden schon von den verschiedenen Bootsanbietern angesprochen. Ise hat dann während ich den Roller geparkt habe, einen guten Preis verhandelt und ein paar stressige Minuten später saßen wir auf einmal an Bord eines Schiffes, welches uns und unzählige andere Touristen zu den Gilis bringen sollte.

Pferdetaxi
Pferdetaxi
Gemütliches Zimmer mit großem Bett
Gemütliches Zimmer mit großem Bett
Und draußen eine Bar
Und draußen eine Bar
Erstmal was essen...
Erstmal was essen…

Gili Trawangan ist zwar die größte der Inseln dort, aber an sich auch recht klein. Es gibt dort zum Beispiel keine motorisierten Fahrzeuge, man läuft entweder, nimmt ein Fahrrad oder eine der unzähligen Pferdekutschen. So waren wir bald in unserem Hotel angekommen und bekamen durch ein paar Buchungsprobleme dann sogar ein Zimmer mit Klimaanlage statt nur mit Ventilator, worüber wir im Nachhinein echt dankbar waren, denn auf Gili T war es um einiges wärmer als in Ubud. Den Rest des Tages verbrachten wir dann erstmal damit, in einer Strandbar zu entspannen und uns für unseren Tauchkurs zu registrieren. Diesen wollten wir nämlich bei Mango Dive machen, einer Tauchschule, die von einem Deutschen betrieben wird und auch ziemlich professionell ist. Nachdem wir also den ganzen Papierkram ausgefüllt hatten, war alles geregelt und am nächsten Morgen sollte es mit unserem Tauchlehrer Nico endlich losgehen!

Und so war es dann auch! So bekamen wir am Morgen gleich erstmal eine Einführung in das Tauchen, bekamen das Equipment erklärt, die wichtigsten Regeln, die beim Tauchen zu beachten sind, was wir üben wollten und wie man sich unter Wasser verständigt. Dann ging es auch schon los auf einen ersten Tauchgang im Pool. Dieser war mit 24 Grad Celsius sogar gefühlt recht kalt, zumindest kälter als das 29 Grad Celsius warme Meer… :D So übten wir die Grundlagen wie eine neutrale Tarierung herzustellen und auch gleich ein paar Notfallsachen, zum Beispiel wie man sein Atemgerät wieder findet, wenn man es aus dem Mund verliert.

Kaum hatten wir den kleinen Testlauf beendet ging es auch schon auf zum ersten richtigen Tauchgang! Wenige Minuten später fanden wir uns an Bord des Mango-Boots wieder und fuhren raus zum „Shark Point“, einem der unzähligen Tauchspots in den Riffen um die Inseln. Und es war einfach herrlich! Wir waren über 40 Minuten unter Wasser, tauchten bis auf 12m Tiefe hinab und sahen wunderschöne Korallenriffe, Fische, und sogar riesige Schildkröten! Wow!

Danach waren wir angefixt und voll motiviert, so stürzten wir uns sogar mit etwas Eifer auf den Theorieteil. Der gehört ja schließlich auch dazu. So sahen wir uns die ersten Kapitel eines Lehrvideos and und bekamen auch Lehrbücher, aus denen wir Übungsfragen beantworten mussten. Gut, dass Ise ein Talent darin hat, passende Sätze in Büchern zu finden, um die Lücken in den Quizfragen auszufüllen.

Theorieunterricht muss sein
Theorieunterricht muss sein

Der nächste Tag begann dann wieder mit etwas Theorie und einer Session im Pool. Dieses mal hatten wir auch noch etwas Zuwachs bekommen, denn ein Mädel namens Lucy wurde noch in unsere Gruppe aufgenommen. Aber das war ja trotzdem noch sehr wenig und privat, wenn man das mit anderen Gruppen in anderen Tauchschulen vergleicht, wo teilweise über 6 Schüler in einer Gruppe sind. Dieses mal übten wir im Pool auch ein paar schwierigere Drills, zum Beispiel, bei fehlender Luftversorgung des Partners diesen von der eigenen Flasche mit zu versorgen. Eine für mich persönlich recht schwierige Aufgabe war es, unter Wasser die Maske abzusetzen, ruhig zu atmen und sie wieder aufzusetzen. Denn auch wenn man durch den Mund natürlich weiter Luft bekommt, gerät der Körper leicht in Panik, wenn man das Wasser und die Luftblasen an Nase und Augen spürt. Aber es hat dann doch funktioniert.

Ise ist auch fleißig am lernen...
Ise ist auch fleißig am lernen…
Pfannkuchen zum Frühstück
Pfannkuchen zum Frühstück

Am Nachmittag hieß es dann wieder raus ins Meer, wo wir unseren zweiten tollen Tauchgang erlebten. Dieses mal wurde mehr auf die Tarierung, Atmung und Kommunikation geachtet. Der Abend endete dann natürlich noch mit weiterem Theorietraining zusammen mit Nico, der uns viel erklärte.

Abendessen in einem österreichischen Restaurant... es gab Fritattensuppe...
Abendessen in einem österreichischen Restaurant… es gab Fritattensuppe…
Wiener Schnitzel und Käsespätzle...
Wiener Schnitzel und Käsespätzle…

Am letzten Tag hatten wir dann noch gleich zwei Tauchgänge geplant. So ging es morgens wieder raus zu einem schönen Riff. Viele Leute meinten auch, dass Bali oder Indonesien allgemein zu den schönsten Plätzen zum Tauchen gehört, da man viel sehen kann, das Wasser warm und sehr klar ist. Also ein perfekter Ort fürs Tauchtraining. Wir übten nun auch im Meerwasser einige der Notfalldrills, die wir schon aus dem Pool kannten. So hieß es dann bei unserem letzten Tauchgang am Nachmittag auch wieder, die Maske beim Tauchen komplett mit Wasser zu füllen und zu entleeren. Dort ging es aber ohne Probleme. Beim letzten Tauchgang hatten wir auch unsere Actioncam dabei und konnten noch ein paar Fotos von uns und der Unterwasserwelt machen.

Wir zwei beim Tauchen
Wir zwei beim Tauchen
Seesterni
Seesterni
"Lionfish" — ziemlich giftig!
„Lionfish“ — ziemlich giftig!
Tauch-Selfie
Tauch-Selfie
Taucherin Ise
Taucherin Ise
Riesenschildkröte
Riesenschildkröte
Blubb blubb...
Blubb blubb…
Zeit zum Auftauchen
Zeit zum Auftauchen
Wieder an Bord des Bootes
Wieder an Bord des Bootes

Doch noch hatten wir es nicht geschafft! Am Ende musste natürlich noch eine Prüfung bewältigt werden, die aus 50 Ankreuzfragen bestand. Doch durch unser gutes Training mit Nico bestanden Ise und ich sogar glamourös mit 100% korrekten Antworten… und können uns nun stolze Besitzer eines „Open Water Diver“ Tauchscheins nennen! Yeah!

Unsere Tauchgruppe
Unsere Tauchgruppe
Tauchschein bestanden!
Tauchschein bestanden!

Durch unseren Tauchkurs waren wir auf Gili also gut beschäftigt, hatten aber auch immer genug Zeit für etwas Umherschlendern, Entspannung und natürlich auch leckeres Essen!

Strandfoto
Strandfoto
Einfach schön hier... :)
Einfach schön hier… :)

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