Dies ist das Archiv - Monat: April 2016

Viel Spaß beim Stöbern!

Apr28
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Vorfreude auf die Wanderzeit

Man könnte fast sagen: Jetzt habt ihr schon so viele Sachen in Neuseeland gesehen… habt ihr denn nicht langsam die Nase voll und wollt nach Hause? NEIN!

Noch ca. drei Monate… das ist alles, was uns noch an Zeit in Neuseeland verbleibt… und für diese Zeit haben wir einiges geplant! Zuerst einmal stehen nun ein paar weitere der Great Walks an. Denn davon gibt es in der Gegend hier ganze drei Stück! Und da nun die Sommersaison vorbei ist, kosten die Hütten deutlich weniger und sind vor allem nicht schon seit Monaten ausgebucht!

Stolze Besitzer von "Backcountry Hut"-Pässen... damit können wir dann auf den Hütten übernachten!
Stolze Besitzer von „Backcountry Hut“-Pässen… damit können wir dann auf den Hütten übernachten!
Auf dem Weg zum Milford Sound
Auf dem Weg zum Milford Sound
Spiegelung an den Mirror Lakes
Spiegelung an den Mirror Lakes
Dieses mal sieht man auch die Reflexion am Schild...
Dieses mal sieht man auch die Reflexion am Schild…
Hier haben wir schon beim ersten Besuch Pause gemacht...
Hier haben wir schon beim ersten Besuch Pause gemacht…

So planen wir nun, am Freitag endlich den Milford Track zu starten, eine viertägige Wanderung von Te Anau bis zum Milford Sound (dort waren wir ja schon einmal mit meiner Familie, als diese im Dezember zu Besuch gekommen ist). Da wir aber nun noch etwas Zeit bis dahin überbrücken mussten, entschlossen wir uns am Mittwoch gleich erstmal, noch einen Tagesausflug zum Milford Sound zu machen. Denn das Wetter war vielversprechend und sonnig, was wir uns nicht entgehen lassen wollten. Und auf dem Weg gibt es ja auch einige Aussichtspunkte und kurze Wanderungen, die wir beim letzten Besuch nicht mehr geschafft haben.

Warten am Homer Tunnel
Warten am Homer Tunnel
The Chasm
The Chasm
Angekommen
Angekommen
Ausblick genießen
Ausblick genießen
Zur Abwechslung auch mal ein Foto von Ise...
Zur Abwechslung auch mal ein Foto von Ise…
Noch ein Fluss... ;)
Noch ein Fluss… ;)
Und ein Wasserfall...
Und ein Wasserfall…
Grüner moosbewachsener Märchenwald...
Grüner moosbewachsener Märchenwald…

Also ging es entlang der etwa 110km von Te Anau bis zum Milford Sound und zurück. Durch tolle Täler, den steilen, dunklen Homer Tunnel und vorbei an Flüssen und Wasserfällen — ein toller Tagesausflug! Und wir wurden mit schönen Fotos belohnt! Supi!

Apr28
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Zweifellos schöner zweifelhafter Sound

Ihr denkt euch sicher: „Was für ein komischer Titel!?!“ Und ihr habt recht. Irgendwie wenig kreativ. Egal. Zum Thema: Die Reise geht weiter! Nach unserer wundervollen Zeit auf Stewart Island stand nun nämlich erstmal ein richtiges Highlight auf dem Plan — der „Doubtful Sound“. Das ist ein Fjord im Südwesten der Südinsel Neuseelands. Und es ist einfach nur wunderschön! Und vor allem eins: abgelegen! Denn anders als zum Milford Sound, dem Touristenziel schlechthin, zu welchem täglich hunderte Busse und Autos fahren, liegt der Doubtful Sound so weit außerhalb, dass man ihn nur per Boot und dann per Bus erreichen kann. Und genau das hatten wir vor!

Ise hat sich auf der Fähre nicht ganz so gut gefühlt... ;) Aber sie hat durchgehalten!
Ise hat sich auf der Fähre nicht ganz so gut gefühlt… ;) Aber sie hat durchgehalten!
Wir haben Moby wieder!
Wir haben Moby wieder!
Da fliegt die Gischt wie kleine Schneeflocken am Strand entlang...
Da fliegt die Gischt wie kleine Schneeflocken am Strand entlang…

Nachdem wir am Montag von der Fähre gehüpft sind und unseren Moby unbeschadet wiedergefunden haben, ging es erstmal nach Invercargill, um die Vorräte aufzufüllen. Natürlich war Montag erstmal Feiertag, sodass die Geschäfte erst ab Mittag geöffnet hatten. Also hieß es erstmal warten und wir konnten in Ruhe unsere Rucksäcke auspacken und im Auto verstauen. Nachdem wir dann eingekauft hatten, ging es weiter in Richtung Manapouri, einem kleinen Ort am Rande des Fiordland National Park.

Am nächsten Morgen stiegen wir dann in ein Boot, um über den Lake Manapouri zu fahren. Das ist der erste Schritt, um zum Doubtful Sound zu kommen. Nach einer knappen Stunde Bootsfahrt kamen wir endlich am „West Arm“ an, wo es nichts gibt außer einem Wasserkraftwerk und einer kleinen Touristeninformation. Dort sind wir alle an Bord eines Busses gehüpft, der uns über steile Schotterpisten voller Schlaglöcher bis hin zum Doubtful Sound bringen sollte. Und dann waren wir da: der Doubtful Sound!

Auf zum Doubtful Sound!
Auf zum Doubtful Sound!
Den Ausblick an Deck genießen!
Den Ausblick an Deck genießen!
Eine unbeschreibliche Stimmung dort
Eine unbeschreibliche Stimmung dort
Die Sonne ließ sich anfangs nur ganz kurz blicken...
Die Sonne ließ sich anfangs nur ganz kurz blicken…
Auf dem Weg über den Lake Manapouri
Auf dem Weg über den Lake Manapouri
Nach der Bootsfahrt haben wir erstmal einen Geocache gesucht...
Nach der Bootsfahrt haben wir erstmal einen Geocache gesucht…
... und dann ging es in den Bus
… und dann ging es in den Bus
Schöne Wasserfälle auf dem Weg
Schöne Wasserfälle auf dem Weg
Unser Boot
Unser Boot

Wir stiegen an Bord eines Schiffs, welches uns in einer mehrstündigen Rundfahrt einmal durch das lange Fjord und zurück bringen sollte. Das Wetter war nicht immer toll und es hat manchmal auch genieselt. Dafür war die Aussicht umso besser und kleine Wolkenfetzen hingen an den steilen Felswänden. Und wenn man vom vielen Fotografieren und Genießen der Aussicht mal zu kalt wurde, ging man einfach rein, um sich bei einem heißen Kaffee oder einer heißen Schokolade wieder aufzuwärmen.

Die Berge in den Wolken
Die Berge in den Wolken
Posieren im Titanic-Stil... aber zum Glück sind wir nicht untergegangen...
Posieren im Titanic-Stil… aber zum Glück sind wir nicht untergegangen…
Einfach nur schön dort!
Einfach nur schön dort!
Ise genießt die Aussicht
Ise genießt die Aussicht
Mal eins in violett...
Mal eins in violett…
Happy People!
Happy People!
Stopp am Wasserfall
Stop am Wasserfall
Mit einer heißen Schokolade in der Hand ist das gleich noch schöner!
Mit einer heißen Schokolade in der Hand ist das gleich noch schöner!
Irgendwann kamen dann die "Bottlenose"-Delfine vorbei!
Irgendwann kamen dann die „Bottlenose“-Delfine vorbei!
Die werden bis zu vier Meter lang...
Die werden bis zu vier Meter lang…
Noch mehr schöne Aussichten
Noch mehr schöne Aussichten
Ise ist happy
Ise ist happy
Eine echt schöne Lichtstimmung!
Eine echt schöne Lichtstimmung!
Und noch mehr Aussicht...
Und noch mehr Aussicht…
Schon fast am Ende des Fjords angekommen...
Schon fast am Ende des Fjords angekommen…
... von hier aus gehts direkt nach Australien...
… von hier aus gehts direkt nach Australien…
Mal wieder Wolken und Berge
Mal wieder Wolken und Berge
Wir brauchen keinen Topf voller Gold am Ende des Regenbogens, solange wir uns haben...
Wir brauchen keinen Topf voller Gold am Ende des Regenbogens, solange wir uns haben…
Am Wasserfall
Am Wasserfall
Ise trinkt Wasser direkt vom Wasserfall
Ise trinkt Wasser direkt vom Wasserfall
Irgendwann gabs auch mehr Sonne zu sehen
Irgendwann gabs auch mehr Sonne zu sehen
Der Weg zurück war nicht weniger schön...
Der Weg zurück war nicht weniger schön…
Wuhuuuu!!!
Wuhuuuu!!!

So ging es dann für einige Zeit entlang der wunderschönen steilen Felsen des Fjords, bis wir irgendwann wieder zurück am Steg waren. Auf der Rückfahrt mit dem Bus und dem anderen Boot waren wir dann zwar schon ziemlich erschöpft, aber ein paar Fotos mussten wir in der Abendstimmung dann doch noch machen. Für uns war der Ausflug dorthin auf alle Fälle eines der Highlights in Neuseeland! Wer hier ist, sollte sich dafür wirklich einen Tag Zeit nehmen, denn es lohnt sich sehr und ist unserer Meinung nach noch einen Tucken schöner als am Milford Sound. Aber wohl auch nur, weil man eben quasi allein ist.

Bye-bye Doubtful Sound
Bye-bye Doubtful Sound
Die Sonne am frühen Abend...
Die Sonne am frühen Abend…
... war einfach nur wunderschön!
… war einfach nur wunderschön!
Apr28
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Die Insel lässt uns nicht gehen…

So, die Tage auf Stewart Island sind nun leider vorbei… zweieinhalb Wochen waren wir nun hier. Am Sonntag Nachmittag sollte es dann für uns mit der Fähre wieder zurück gehen. Nachdem wir im Hostel den ganzen wundervollen Leuten Tschüss gesagt haben, sind wir mit Helen runter zum Hafen gefahren.

Guten Morgen!
Guten Morgen!
Ise am Lachs verpacken
Ise am Lachs verpacken

Wir sind dann in den Fährterminal gegangen und zum Schalter und meinten, wir seien für die 15:30 Uhr Fähre gebucht. Die Dame meinte dann „Wohin soll ihr Transfer gehen?“. Etwas verwundert sagten wir: „Na nach Bluff…“ (Denn die Fähre fährt doch nur nach Bluff). Erst dann fiel ihr auf, dass wir noch gar nicht bescheid wussten. Denn wie sich herausstellte, waren alle restlichen Fähren an dem Tag wegen des schlechten Wetters abgesagt. Also wurden wir umgebucht auf die Fähre am nächsten Morgen… Die Insel lässt uns also einfach nicht gehen…

Die Sushi-Köche
Die Sushi-Köche

Für uns ist das aber nicht so tragisch, da wir ja keinen festen und engen Zeitplan haben. Ein Tag mehr macht da auch keinen Unterschied. Die anderen Wwoofer im Hostel waren dann aber ziemlich (positiv) überrascht, dass wir nun noch eine Nacht länger bleiben. So konnten wir ja nun noch am leckeren Abendessen mit Brathähnchen teilnehmen… :D Aber auch allgemein haben wir hier ja echt gutes Essen bekommen! Gary hat ja noch mehrmals lecker für uns gekocht und Ise hat uns ständig mit Gebäck gefüllt.

Lecker Lachs!
Lecker Lachs!
Noch mehr Lachs!
Noch mehr Lachs!

So gab es fast täglich ein Blech voller Scones oder Muffins und ich glaube auch so etwa vier Rhabarberkuchen, die Ise gemacht hat. Jetzt ist erstmal wieder Diät angesagt!

Und da es mit noch mehr Leuten noch mehr Spaß macht, haben wir vor ein paar Tagen auch gleich noch zwei weitere Helfer bekommen. Ganz plötzlich meinte Gary, jemand müsste Clare und Gareth unten von den Fähre abholen. Das bedeutete, dass wir dann stolze neun Wwoofer waren! Der Platz in der Gemeinschaftsstube wurde dann also ziemlich eng. Aber das war nur für kurze Zeit, denn am nächsten Tag wollte Andreas auf eine mehrtägige Wanderung starten und auch Dunja wollte den Great Walk machen.

Die letzten Tage hier waren auf jeden Fall noch einmal echt schön. Das Wetter war auf unserer Seite, wir hatten Sonnenschein und es war sogar angenehm warm. So haben wir gemeinsam ein paar schöne Wanderungen gemacht. An Stränden entlang oder durch Wälder mit schlammigen Wegen. Auf jeden Fall wurde es nicht langweilig.

Wanderung durch den Wald
Wanderung durch den Wald
Matschige Schühchen
Matschige Schühchen
Ein Bräuschen zum Päuschen...
Ein Bräuschen zum Päuschen…

Am Samstag Abend sind wir dann gemeinsam noch in den Pub unten gegangen und haben gemeinsam ein wenig gefeiert. Dann haben wir noch alle zusammengelegt, um eine Flasche Jägermeister zu kaufen. Diese bekamen wir dann in Eiswürfeln gekühlt in einem Plastikbeutel überreicht. So ging dann nach ein paar Bierchen im Pub die Party zuhause weiter mit Karten Spielen, Trinken und lauter Musik mit schrägem Gesang… Ein wundervoller Abend! Am nächsten Morgen ging es mir aber irgendwie weniger gut. Dabei habe ich doch gar nicht sooo viel getrunken… ;) Aber naja, ich bin jetzt wohl so langsam in dem Alter, wo der Kater länger dauert als die Feier. Zum Mittagessen mit Fish&Chips war ich dann aber wieder fit… :D

Muss auch mal sein...
Muss auch mal sein…
Luise durfte beim Fish&Chips essen endlich eine rohe Auster kosten...
Luise durfte beim Fish&Chips essen endlich eine rohe Auster kosten…
... und war sofort ernüchtert... :D
… und war sofort ernüchtert… :D
Da lobe ich mir doch mein Essen!
Da lobe ich mir doch mein Essen!

P.s.: Ich habe übrigens die Webseite der Firma fertiggestellt… Wer möchte, sollte also mal bei www.siss.co.nz vorbei schauen… ;)

Apr20
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Was für eine Leckerei…

Es ist so weit! Fisch ist da! Wir hatten schon Sorgen, dass wir hier gar keinen Fisch mehr zu Gesicht bekommen. Denn bis jetzt bestanden die täglichen Aufgaben (abgesehen vom Webseite-Basteln für mich) aus Reinigungs- und Reparaturaufgaben für die Wwoofer. Und es wäre ja schon echt doof gewesen, wenn wir hier in einer Woche abreisen und dann sagen müssten, dass wir zwar in einer Lachsräucherei gearbeitet haben, aber gar nichts mit Fisch gemacht haben.

Am Montag war es dann nämlich so weit. Unten am Pier konnten wir am Abend acht Kisten voller Lachsfilets abholen. Diese stammen von einer Lachsfarm auf Stewart Island und wurden an dem Tag frisch gefangen und verarbeitet. Für vier von uns hieß es dann noch am gleichen Abend, den Lachs zum Räuchern am nächsten Morgen vorzubereiten.

Eine Box voller Fisch
Eine Box voller Fisch
Einfach zum reinbeißen...
Einfach zum reinbeißen…
Arbeitsstation
Arbeitsstation
Vorsichtig entgräten
Vorsichtig entgräten
Gewürze und Zucker drauf...
Gewürze und Zucker drauf…

Erster Schritt ist dabei, die Gräten zu ziehen. Diese liegen in der Mitte des Filets und müssen mit der Pinzette vorsichtig entfernt werden. Nachdem wir eine Fuhre entgrätet hatten, ging es ans Würzen. Dazu gehört dann Salz, Zitronen-Pfeffer und brauner Zucker. Mehr braucht man gar nicht für so ein tolles Produkt.

Hände waschen ist angesagt...
Hände waschen ist angesagt…

Über Nacht durfte der Fisch dann marinieren und am nächsten Morgen sollte es ans Räuchern gehen. Die Arbeit übernimmt aber ein erfahrener Räucherer. Da ich das ganze allerdings mal sehen wollte und auch ein paar Fotos für die neue Webseite machen wollte, bin ich morgens schon um fünf aufgestanden, um dabei zu sein.

So ging es im Dunkel der Nacht zu Fuß zur Fabrik. Auf dem Weg dahin habe ich dann im Dunkeln ein raschelndes Geräusch gehört. Als ich die Taschenlampe angeschaltet habe und eingeleuchtet habe, sah ich auf einmal einen Kiwi. Die Vögel gibts auf Stewart Island nämlich vergleichsweise häufig, anders als auf dem „Festland“. Nach 2 Sekunden war er aber auch schon verschwunden… Trotzdem super, noch einen (zusätzlich zu dem am Heaphy-Track) gesehen zu haben. Und Ise war fast grün vor Neid… :D

Bereit für den Räucherofen...
Bereit für den Räucherofen…
Frisch und noch warm, direkt aus dem Rauch
Frisch und noch warm, direkt aus dem Rauch

In der Fabrik angekommen, kroch mir schon der leckere Geruch des frisch geräucherten Fischs in die Nase. Dieser wird draußen nämlich in gasbetriebenen Räucheröfen geräuchert. Die Gasbrenner erhitzen dabei Holzspäne soweit, dass sie süßlichen Rauch verströmen und die Filets räuchern.

Die Smoker
Die Smoker
Das riecht so himmlisch...
Das riecht so himmlisch…
Wer will ein Stück? :D
Wer will ein Stück? :D

Ich wurde dann von Gary auch gleich mit einer Portion warmem Räucherfisch zum Frühstück begrüßt. Direkt aus dem Rauchofen. Und ich muss sagen: Es gibt nichts Besseres! Da hat sich das frühe Aufstehen echt gelohnt!

Kann es da etwas besseres geben?
Kann es da etwas besseres geben?
Saubermachen muss auch sein...
Saubermachen muss auch sein…

Gegen 8 Uhr kamen dann auch die anderen Wwoofer vorbei und es ging weiter ans Fische entgräten und vorbereiten. Ich habe dabei noch einige schöne Fotos für die Webseite geschossen und diese in die neue Webseite eingebaut… Für die nächsten Tage gibt es dann auch noch mehr Fischarbeit zu tun, denn jetzt gab es wieder eine neue Fuhre, die ja nun auch zügig verarbeitet werden soll. Und was daran auch noch so toll ist: Wir kriegen echt viel Fisch zu essen! :D

Apr20
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„Live the life you love… love the life you live.“

Das ist das Motto unserer Gastgeber und der Firma hier auf Stewart Island. Denn Gary und seine Schwester Helen sind beide mehr als entspannt im Leben und leben einfach leidenschaftlich so, wie sie möchten.

Gary ist nämlich erfahrener Koch und hat einige Jahre hier auf Stewart Island ein renommiertes Restaurant betrieben. Zwar hat er nie eine offizielle Ausbildung zum Koch gemacht, dennoch lassen seine Kochkünste nichts zu wünschen übrig. So trat er sogar schon in Werbespots im Fernsehen auf, wo er nach Jamie Oliver Manier köstliche Sachen zubereitet. Wir durften uns auch schon von seinen Kochkünsten überzeugen, denn er hat zwei mal echt leckere Sachen für uns gekocht und mit uns dann hier einen echt tollen Abend voller Essen und Gesprächen gehabt. Wir sind jetzt übrigens sogar noch ein Helfer mehr, denn am Sonntag kam mit Jessica die siebte Deutsche bei uns an… :D

Gary hat für uns gekocht...
Gary hat für uns gekocht…

Ansonsten sind wir hier in unserer Freizeit auch immer mal wieder unterwegs und machen einige der kurzen Wanderungen, die wir hier haben. Leider spielt das Wetter nicht immer mit, aber wir haben schon noch ein paar tolle Flecken auf der Insel entdeckt.

Da wir am Dienstag etwas früher Feierabend hatten, ging es spontan auch noch nach „Ulva Island“. Das ist eine kleine Insel direkt bei Stewart Island, zu welcher man mit einem Wassertaxi fahren kann. Die Insel ist nämlich ein Vogelreservat, durch welches man wandern kann. So verbrachten wir beide zusammen mit Stefan und Jessica dort vier schöne Stunden und sind einmal über alle Wanderwege gelaufen, haben immer wieder Pause gemacht und gewartet und Vögel beobachtet. Zwar ließ sich dort kein Kiwi blicken, dafür aber unzählige andere einheimische Piepmätze jeder Form und Farbe.

Auf nach Ulva Island...
Auf nach Ulva Island…
Stefan und Jessica auf der Fähre
Stefan und Jessica auf der Fähre
Und wir auch... war ganz schön wackelig...
Und wir auch… war ganz schön wackelig…
Schöner Strand dort...
Schöner Strand dort…
Oyster-Catcher aka Arschlochvogel
Oyster-Catcher aka Arschlochvogel
Noch ein kleiner Piepmatz...
Noch ein kleiner Piepmatz…
Vögel fotografieren...
Vögel fotografieren…
Piep!
Piep!
Einen Geocache haben wir auch gefunden! Südlicher gehts kaum... :D
Einen Geocache haben wir auch gefunden! Südlicher gehts kaum… :D
Und noch ein Gruppenfoto
Und noch ein Gruppenfoto

Mal sehen, was die nächsten Tage hier noch bringen werden. Am Sonntag geht es ja leider schon wieder zurück. Wobei wir uns auch irgendwie darauf freuen, denn dann wollen wir weiter in Richtung Te Anau, um wenn möglich den Milford Track, den Kepler Track und den Routeburn Track zu laufen. Das werden also wohl ein paar sehr aktive Wochen…

Apr16
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Geburtstagskind auf Kiwi-Art

Man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Wir fühlen uns noch total neu auf Stewart Island, aber eigentlich sind wir ja schon ein paar Tage hier… und es ist echt toll!

Am ersten Tag nach unserer Rückkehr vom Great Walk stand natürlich erstmal etwas besonderes an: Denn Ise hatte Geburtstag! Und das gerade auf Stewart Island, wo ja eigentlich nicht ganz so viel los ist. Erstes Problem war da ja für mich: Geschenke! Wir verbringen hier jeden Tag miteinander, wie soll ich da nen Geschenk für sie kaufen, ohne dass sie es bemerkt? Unmöglich! Denn Ise kriegt sowieso alles mit. Und am einfachsten ist es ja eh, wenn sich die Freundin die Geburtstagsgeschenke selbst aussucht… Dann kann man nicht so viel falsch machen… ;)

Willkommen in Oban
Willkommen in Oban
Kiwis!
Kiwis!

Somit gab es für Ise ein paar wunderschöne Kiwi-Ohrringe, die sie in einem Laden in Hokitika gesehen hat. Passend dazu natürlich auch noch ein Schokoladen-Kiwi von Whittakers, wie schon im Titelbild des Osterbeitrags zu sehen ist. Eine kleine „Überraschung“ gab es dann aber doch noch, denn in einem Laden gab es sehr wohlriechende Seife mit Kiwi-Geruch, die ich für Ise mehr oder weniger heimlich zu kaufen versucht habe. Und noch ein paar weitere Süßigkeiten. Muss ja auch mal sein… :D

Das Geburtstagskind
Das Geburtstagskind

Nächstes Problem war: Wie feiern? Und vor allem: die Geburtstagstorte! Zum Glück hatte die Küche in unserem Wwoofer-Hostel einiges zu bieten, so machte ich mich ans Werk, einen kleinen Schokokuchen zu backen. Von den Zutaten her kein Problem, allerdings war das Backen dann etwas problematischer. Denn wir haben hier nur einen uralten Gasbackofen, bei dem man auch die Temperatur nicht wirklich regeln kann. Man entzündet einfach die Flamme an der hinteren Seite und dann gehts los. Aber naja. Früher haben die Leute das so ja auch hingekriegt. Und der Kuchen ist sogar auch ganz gut geworden. Bei weitem kein Meisterwerk, aber es hätte schlimmer sein können. Geschmeckt hat er jedenfalls ganz gut… :D

Pizza essen mit den Woofern — Andreas, Dunja, Celestino und wir beide
Pizza essen mit den Wwoofern — Andreas, Dunja, Celestino und wir beide
Geburtstagskuchen
Geburtstagskuchen

Am Abend an Ises Geburtstag haben wir dann alle zusammen Pizza gebacken. Natürlich auch teilweise mit unserem tollen Räucherlachs drauf… :) Zur Überraschung hat Ise dann von den anderen auch noch eine Flasche Weißwein geschenkt bekommen. Aber sie hatte auch selbst noch etwas Alkohol für den Abend beigesteuert. Also war es, auch wenn es keine riesige Party gab, sicher ein schöner Geburtstag für sie… :)

Ansonsten ist die Arbeit hier auch super. Die Arbeit beschränkt sich aktuell auf Reinigungs- und Reparaturarbeiten, da wir aktuell noch keinen neuen Lachs bekommen haben. So durfte ich beispielsweise schon einmal Fenster putzen und Ise durfte sich mit Dunja dem Hühnerstall widmen, wo sie das kleine Häuschen neu anstreichen durften. An anderen Tagen durften sie mal putzen oder mittags kochen, während die beiden Jungs draußen etwas gebastelt oder repariert haben. Am zweiten Tag kam dann Helen auf mich zu und meinte, dass ich mich doch mit Computern auskenne. Und schwupps, war ich wieder in meinem Element und darf aktuell die Webseite der Firma neu gestalten. Denn die ist schon etwas in die Jahre gekommen und bedarf einer Überarbeitung. Klar, ich freue mich auch schon darauf, hier mit dem Fisch zu arbeiten, aber bis dahin mache ich auch gern mal etwas am Computer. Kommt man ja sonst auf Reisen nicht wirklich zu. Und es hilft, dass man nicht ganz einrostet…

Kükenalarm!
Kükenalarm!
Bienen haben wir hier auch... und leckeren Honig!
Bienen haben wir hier auch… und leckeren Honig!
Ise in der Küche
Ise in der Küche
Die Jungs gucken Fußball... Liverpool gegen Dortmund
Die Jungs gucken Fußball… Liverpool gegen Dortmund

Wir arbeiten hier immer bis Mittags und dann geht es zurück in unser Hostel, wo wir normalerweise Mittag essen. Bei schönem Wetter drängt es Luise dann immer nach draußen, wo sie mit mir wandern will. Manchmal sträube ich mich, wenn ich nach dem Mittagessen in einer Entspannungsphase bin, aber wenn wir dann draußen sind, ist doch alles schön. Es gibt hier viele kürzere und längere Wanderungen und Spaziergänge und man kann immer viel sehen. So kommen des Öfteren Kakas vorbei, das sind größere papageiartige Vögel. Und auch die Sonnenaufgänge hier sind fantastisch!

Kaka
Kaka
Wir haben fleißig gekocht... gefüllte Paprikaschoten! Yummi!
Wir haben fleißig gekocht… gefüllte Paprikaschoten! Yummi!
Kuscheln mit der Miezekatze
Kuscheln mit der Miezekatze
Regenbogen!
Regenbogen!
Kleiner Ausflug
Kleiner Ausflug
Einfach nur toll hier...
Einfach nur toll hier…
Und die Sonnenaufgänge sind atemberaubend!
Und die Sonnenaufgänge sind atemberaubend!
Die einzige Einkaufsmöglichkeit hier...
Die einzige Einkaufsmöglichkeit hier…
Wenns nicht dran stehen würde, würde man das Polizeirevier auch nicht erkennen... :D Es ist ja auch gleichzeitig das Privathaus des Polizisten...
Wenns nicht dran stehen würde, würde man das Polizeirevier auch nicht erkennen… :D Es ist ja auch gleichzeitig das Privathaus des Polizisten…

Gestern haben wir dann mit Stefan noch einen Helfer namens Stefan bekommen. Jetzt sind wir schon zu sechst. Also schon eine heitere Gruppe. Wobei eigentlich zu dieser Saison gar nicht so viele Helfer benötigt werden. Mal sehen, was wir hier in den nächsten Tagen noch erleben… :D

Wanderung durch den Wald...
Wanderung durch den Wald…
Da will man einmal was arbeiten, kommt die Katze an und setzt sich vor den Bildschirm... erinnert mich etwas an "Simon's Cat"... :D
Da will man einmal was arbeiten, kommt die Katze an und setzt sich vor den Bildschirm… erinnert mich etwas an „Simon’s Cat“… :D
Apr09
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Great Walk 4/9 — „Da ist irgendwas im Wasser!“

Dass wir in Neuseeland gern mal wandern gehen, dürftet ihr ja sicher schon mitbekommen haben. Und Stewart Island, unser aktueller Zwischenstop, bietet dafür ja viele Gelegenheiten. Hier liegt nämlich der „Rakiura Track“, eine mehrtägige Wanderung durch den Wald und die Buchten der Insel.

Start zum Rakiura Track
Start zum Rakiura Track

Der erste Tag war dabei auch der kürzeste und entspannteste, denn wir hatten nur etwa 3 Stunden zu laufen. Nachdem uns Andreas, einer der anderen Helfer, am Startpunkt abgesetzt hat, ging es also bei ziemlich gutem Wetter los. Wir kamen an ein paar schönen Stränden vorbei und sind ansonsten durch die urwaldartigen Wälder des Nationalparks gelaufen. Und obwohl es soweit südlich liegt, ist es sogar angenehm warm hier!

Erster schöner Strand
Erster schöner Strand
Der Stewart Island Anker, der die Inseln zusammenhält...
Der Stewart Island Anker, der die Inseln zusammenhält…
Ein Regenschirm-Baum?
Ein Regenschirm-Baum?
Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht...
Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht…
Noch eine schöne Bucht...
Noch eine schöne Bucht…
Kiwi-Spuren!!!
Kiwi-Spuren!!!
Was liegt am Strand und kann nicht richtig reden? ... Eine Nuschel! :D
Was liegt am Strand und kann nicht richtig reden? … Eine Nuschel! :D

An der Hütte angekommen, gönnten wir uns erstmal ein Mittagessen bestehend aus Brot und einer Portion Räucherlachs, die wir von Helen, der Besitzerin, mitbekommen haben. Da kann man sich echt nichts besseres vorstellen als das leckere Brot mit dem würzigen Lachs mit dem herrlichen Raucharoma. Ok, lediglich ein kaltes Hefeweizen dazu hätte die Stimmung noch verbessert… :D

Angekommen.
Angekommen.
So sieht ein perfektes Mittagessen aus...
So sieht ein perfektes Mittagessen aus…

Nach und nach sind dann auch weitere Leute auf der Hütte angekommen. Eine ältere Dame, eine nette Polin, zwei junge Frauen im Alter unserer Eltern, einer Japanerin sowie eine Gruppe von acht jungen deutschen Backpackern. Für die Backpacker war es ihre erste größere Wanderung, dementsprechend schlecht ausgerüstet kamen sie auch an der Hütte an. Einige von ihnen sind in Jeans gewandert, was echt unbequem werden kann, wenn es nass wird. Außerdem hatten sie zwei große Gaskocher (die kleinen Koffer, wie wir ihn auch im Auto haben für das alltägliche Kochen), allerdings nur einem Topf und bei weitem nicht genug Geschirr und Besteck für die ganze Gruppe. Aber irgendwie hat es dennoch funktioniert…

Meditieren am Steg?
Meditieren am Steg?

Am Abend haben wir uns dann auch mit Dominika, der Polin, unterhalten und herausgefunden, dass sie die letzten Jahre in Berlin gelebt und studiert hat und sogar für eine Weile mit dem Erasmus-Programm in Magdeburg an der OvGU studiert hat und in den Wohnheimen zwischen Mensa und experimenteller Fabrik gewohnt hat. Das war echt schön, besonders, da sie auch so von Magdeburg geschwärmt hat.

Ise und Dominika
Ise und Dominika

Als wir dann im Bett lagen fing es draußen an zu regnen. Und die Prognose sah echt nicht gut aus, denn es sollte noch die gesamte Nacht und den gesamten nächsten Tag regnen. Na klasse, denn das sollte der längste Tag der Wanderung werden. Als wir morgens dann aufgebrochen sind, haben wir uns gleich die kurzen Hosen angezogen und unser Regencape über uns und über den Rucksack geworfen, denn wir wussten ja, dass es nass und matschig werden wird.

"Die Bucklige"
„Die Bucklige“
So viel Matsch...
So viel Matsch…

Der erste Teil der Strecke war dann auch noch ganz in Ordnung, aber dann wurde es zunehmend matschiger. An immer mehr Stellen stand das Wasser auf dem Weg und man hatte die Wahl, entweder durch zu stapfen oder außen herum zu klettern und zu riskieren, dass man ausrutscht und sich lang macht. Teilweise ging das gut, aber irgendwann war dann doch Wasser im Schuh und die Socken waren triefend nass und alles voller Matsch. Das hieß, dass wir irgendwann einfach nur noch durch die Pfützen und den Matsch gelaufen sind, denn schlimmer konnte es ja nicht mehr werden.

Irgendwann kam uns dann allerdings die ältere Frau aus der letzten Hütte wieder entgegen. Sehr verwunderlich, denn eigentlich wollte sie ja zur gleichen Hütte wie wir. Als sie dann verkündet hat, dass weiter vorne der Weg an mehreren Stellen überflutet ist und man dann auch durchschwimmen müsste, wurde uns noch mulmiger im Bauch. Denn sie war früher einmal Ranger auf einem anderen Walk und wenn sie schon umkehrt, hat es sicher seine Gründe. Dennoch wollten wir zumindest bis zu den überfluteten Stellen laufen und uns selbst ein Bild davon machen.

Als wir dort ankamen, sahen wir schon, wie hoch das Wasser war. Ein kleiner Steg lag schon unter Wasser und man konnte nur an den Enden sehen, wo er aus dem Wasser kam. Da wir aber wussten, dass ein paar andere Deutsche die Stelle passiert haben müssen, wollten wir es auch versuchen. Die Schuhe waren eh schon klitschnass und kurze Hosen hatten wir an. Mit Stöcken zum Stochern bewaffnet versuchten wir, durchzuwaten und zu testen, wie tief es wird. Ise durfte vorneweg laufen, ich, da ich Kamera und Technik zu tragen hatte, wollte danach folgen. Gentleman pur, ne? ;)

Ise hat dann aus dem Wasser irgendwelche Blasen aufsteigen sehen und meinte so erschocken: „Da ist irgendwas im Wasser!“… Dann fragte sie mich, ob es hier Krokodile gibt oder sowas. Aber nein, wir sind ja schließlich nicht in Australien, wo alles, was da kreucht und fleucht, einen töten will… Also ab geht’s direkt ins Wasser!

Die erste überflutete Brücke
Die erste überflutete Brücke
Und dann gings immer weiter...
Und dann gings immer weiter…
Und noch mehr Wasser
Und noch mehr Wasser

Nachdem wir die erste überflutete Brücke geschafft hatten, kamen noch weitere Stellen, wo das Wasser noch höher Stand und wir fast bis zur Hüfte ins Wasser mussten. Hauptsache war ja, dass die Rucksäcke trocken blieben. Irgendwann waren wir dann aber auch da durch und es wurde wieder besser. Ungemütlich war es trotzdem, da die Schuhe dann ja triefend nass und kalt waren. So waren wir froh, irgendwann an der Hütte anzukommen, wo wir uns umziehen konnten und unsere nassen Sachen am Ofen trocknen lassen konnten.

Hütte in SIcht
Hütte in Sicht

Auch hier kamen dann nach und nach immer weitere Wanderer ein. Auch Dominika war kurz nach uns da und hat bereut, nicht gleich mit uns gestartet zu sein, da sie ja so ganz allein durch die tiefen Stellen musste. Auch die beiden anderen Frauen tauchten irgendwann auf und nach und nach trudelten immer mehr Leute der größeren deutschen Gruppe ein. Bei den letzten war das Wasser dann allerdings noch weiter gestiegen, sodass sie noch mehr und noch tiefere Stellen durchqueren mussten und dabei sogar die Rucksäcke abnehmen mussten. Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Auch waren dann irgendwann rings um den warmen Ofen schon alle Stellen mit triefend nassen Schuhen und Klamotten belegt.

Am Abend haben wir uns dann weiter mit Dominika und auch mit den beiden Frauen unterhalten. Eine von ihnen, Sophia, war nämlich gerade dabei, eine fast halbjährige Wanderung durch Neuseeland zu beenden. Vor etwa 170 Tagen ist sie ganz im Norden am „Cape Reinga“ gestartet und entlang des „Te Araroa“ Tracks ca. 3000 Kilometer durch Neuseeland gelaufen, bis ganz in den Süden. Ganz allein, denn ihren Mann und die (schon erwachsenen) Kinder hat sie zuhause gelassen. Das muss schon eine wirklich krasse Leistung sein, so viel zu laufen, mit schwerem Rucksack auf dem Rücken und dann täglich die Motivation zu finden, die nächsten 20-30 Kilometer zu laufen. Eine Wahnsinnsleistung! Wow!

Nach dem Regen kommt der Regenbogen!
Nach dem Regen kommt der Regenbogen!

Den dritten Tag sind wir dann zusammen mit Dominika gestartet. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und es war teilweise sogar sonnig. Die größten Überflutungen waren abgelaufen, allerdings war es noch sehr matschig. So gingen wir ein ganzes Stück, bis irgendwann von vorne ein Mann kam und uns nach den beiden Frauen gefragt hat. Wie sich herausstellte, war es Sophias Ehemann, der zu ihrer Überraschung mit der ganzen Familie aus Wellington angereist war, um mit ihr das Ende des Tracks zu feiern. Da wir wussten, dass die Frauen nur knapp hinter uns waren, warteten wir mit ihm auf sie. Als die beiden näher kamen, sahen sie nur uns und fragten sich, warum wir plötzlich stehen geblieben sind. Dann hat sie plötzlich ihren Mann erkannt und hat ihn in die Arme geschlossen. Schließlich hatten sich die beiden seit ihrem Zwischenstop in Wellington Anfang Januar das letzte mal gesehen. Eine perfekte Überraschung, mit der sie kein bisschen gerechnet hat. Ein wirklich schöner Moment! Das Ende des Tracks feierten sie dann mit einer symbolischen Ziellinie und einer Flasche Champagner.

Dritter Tag
Dritter Tag
Im Gänsemarsch durch den Schlamm...
Im Gänsemarsch durch den Schlamm…
Zwischendurch Fotos machen
Zwischendurch Fotos machen
Bitte Lächeln!
Bitte Lächeln!
Mysteriöser gesperrter Nebenweg... wo der wohl hin führt?
Mysteriöser gesperrter Nebenweg… wo der wohl hin führt?
Geschafft!
Geschafft!
Sophia beim "Zieleinlauf"
Sophia beim „Zieleinlauf“

Ein wirklich schöner Track, auf dem wir echt tolle Menschen kennengelernt haben. Und der Regen hatte auch was abenteuerliches. Leider haben wir dort keine frei lebenden Kiwis gesehen, obwohl Stewart Island so ziemlich der einzige Ort ist, an dem man des Öfteren sogar am Tage welche sehen kann. Aber wir sind ja noch ein paar Tage hier und wollen noch weitere Wanderungen machen. Und selbst wenn nicht haben wir ja schonmal einen gesehen… :)

Apr09
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Noch weiter nach Süden

Die wunderschönen Tage in den Catlins liegen hinter uns… und wie angekündigt wollten wir noch weiter nach Süden als zum südlichsten Punkt der Südinsel! Auf dem Weg dorthin kamen wir zuerst noch durch Invercargill, welches wir für ein paar Tage besuchen wollten.

So ging es dort erstmal ins spannende Museum und danach in die Queens Gardens, einen schönen Park mit verschiedenen Gärten voller Rosen, Kräuter und anderer Gewächse. Außerdem gab es dort einige große Vogelkäfige (oder ist das wenn das so groß ist dann schon ein „Gehege“?) mit vielen einheimischen Sing- und Laufvögeln sowie etlichen Papageien. Zum Mittag gabs dann erstmal ein „Turkish Kebab“, was zumindest ansatzweise sowas war wie ein Döner. Sowas gibts hier nämlich nicht wirklich, wird aber auf alle Fälle eines der ersten Dinge sein, die wir zurück in Deutschland wieder essen wollen… :D

Blumen schnüffeln...
Blumen schnüffeln…

Danach ging es dann noch nach Bluff, der südlichsten „Stadt“ des Landes. Dort wollten wir die berühmten Bluff Austern probieren. Allerdings gab es dort nur im Teigmantel gebackene Austern, keine frischen direkt aus der Schale. Dennoch wollten wir uns daran versuchen. Und es war meiner Meinung nach auch besser als die anderen Muscheln, die wir in Havelock gegessen haben. Dennoch bleibe ich zukünftig bei anderen Meeresfrüchten oder Fisch…

Willkommen in Bluff
Willkommen in Bluff
Eher skeptisch gucken...
Eher skeptisch gucken…
Von innen sehen die ja aber auch eklig aus...
Von innen sehen die ja aber auch eklig aus…
Stirling Point
Stirling Point
Auf dem Bluff Hill
Auf dem Bluff Hill

Von Bluff aus sind wir dann am kommenden Morgen mit der Fähre zu unserem eigentlichen Ziel für die nächsten Wochen gefahren — Stewart Island. Das ist eine größere Insel noch südlich der Südinsel gelegen und ist sozusagen die „dritte Insel“ des Landes, wenn man so will. Auf Stewart Island gibt es allerdings nicht viel. Lediglich eine verschlafene Ortschaft namens Oban mit ca. 400 Einwohnern, einem winzigen (und ziemlich teuren) Supermarkt, einer (fast immer geschlossenen) Bibliothek und sonst nicht viel mehr. Doch dafür gibt es auf Stewart Island unzählige Wander-Tracks und auch einen weiteren „Great Walk“, der auf unserer Liste steht.

Moby wurde sicher vor dem Polizeirevier geparkt... :D Daumen Drücken, dass nichts passiert! Der Polizist meinte aber, dass in den letzten Jahren keine Einbrüche stattgefunden haben...
Moby wurde sicher vor dem Polizeirevier geparkt… :D Daumen Drücken, dass nichts passiert! Der Polizist meinte aber, dass in den letzten Jahren keine Einbrüche stattgefunden haben…
Unsere Fähre
Unsere Fähre

Hier planen wir bis zum 24. April zu bleiben und wieder zu wwoofen. Dieses mal helfen wir bei „Stewart Island Smoked Salmon“ aus, einer Firma, die Lachs räuchert und auf Märkten und in einigen Supermärkten verkauft. Zusammen mit drei weiteren Helfern wohnen wir dabei im „Hilltop Backpackers“, einem Hostel, welches den gleichen Leuten gehört wie die Lachsräucherei. Somit managen wir sozusagen auch das Hostel mit den anderen zusammen, reinigen und bereiten es für Gäste vor. Mehr über die Abenteuer hier gibt es dann aber erst demnächst…

Unser Quartier für die nächsten Tage...
Unser Quartier für die nächsten Tage…
Gemütliche Stube...
Gemütliche Stube…
Apr01
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Delfine und Pinguine in den Catlins

Ganz im Süden Neuseelands erstreckt sich eine unglaublich schöne Landschaft — die Catlins. Raue See, kühler Wind, felsige Klippen, Schotterpisten, aber auch grüne Wiesen, Wasserfälle, wundervolle Aussichten und unzählige Schafe. Es ist schwer, zu beschreiben, was die Catlins wirklich ausmacht. Es ist wohl einfach die Kombination aus allem.

Frühstück am See
Frühstück am See
Schuhe an nem Zaun — wer braucht ein neues Paar?
Schuhe an nem Zaun — wer braucht ein neues Paar?

Nicht viele Menschen wohnen hier im Süden, denn das Wetter ist nicht immer das Beste und es kann auch mal ganz schön ungemütlich werden. Aber die Menschen, die sich hier niederlassen, wollen wohl nie wieder weg. Denn genau in dieser Abgeschiedenheit und Einzigartigkeit liegt wohl die Schönheit dieses Landstrichs.

Schafis
Schafis

Man fährt fast ausschließlich über Schotterpisten durch das Nirgendwo, rings um einen saftig grüne Wiesen und Weiden, riesige Schaf- und auch Rinderherden, die entspannt grasen und den Tag genießen. Genau das war unser Ziel der letzten Tage.

Aus Richtung Dunedin kommend war unser erstes Ziel der so genannte Nugget Point, benannt nach den kleinen Felsen vor der Küste, die ein wenig an Gold-Nuggets erinnern sollen. Kurz davor hielten wir aber noch am Kaka Point, um dort eine Mittagspause einzulegen. Als wir ausstiegen und Richtung Strand unter uns schauten, sahen wir es überall blau schimmern und glitzern. Paua Shells — und zwar hunderte! Pauas sind Muscheln, die ganz schön groß werden können. Und das Besondere: Ihre Innenseite schimmert in allen möglichen Blautönen. Poliert man den Kalk der Außenseite weg, bekommt man am Ende eine wunderschöne blaue Muschel. Diese Pauas gibt es hier in fast jedem Souvenirladen zu kaufen oder auch als Bruchstücke in Form von Schmuck verarbeitet. Aber es geht doch nichts darüber, selbst welche zu finden.

Kaka Point Beach
Kaka Point Beach
Paua Shells
Paua Shells
Nugget Point
Nugget Point
Die Nuggets
Die Nuggets
Die haben gekuschelt! Da wollte man sich am liebsten gleich dazulegen... riesige Seelöwen!
Die haben gekuschelt! Da wollte man sich am liebsten gleich dazulegen… riesige Seelöwen!
Moby am Campingplatz
Moby am Campingplatz
Küste am Abend...
Küste am Abend…
... und am Morgen!
… und am Morgen!

Nach dem Nugget Point ging es weiter nach Osten, vorbei an einigen wunderschönen Wasserfällen. Leider war das Wetter hier wieder wirklich das typische Neuseeland-Chaos, denn es wechselte von Sonnenschein zu Regen und wieder Sonnenschein (und nochmal Regen) innerhalb weniger Minuten. Nichtsdestotrotz ein schöner Anblick!

Wunderschöne Wasserfälle
Wunderschöne Wasserfälle
"The Chute" Wasserfall
„The Chute“ Wasserfall
Ise an den McLean Falls
Ise an den McLean Falls

Auf unserer Reise durch den Süden kamen wir dann auch in einem kleinen Örtchen am „Lost Gypsy Caravan“ vorbei. Das ist ein alter umgebauter Bus und Garten, in welchen der Besitzer hunderte kleiner Spielereien eingebaut hat. Überall gab es kleine Figürchen, Kurbeln zum Drehen oder Knöpfe zu drücken. Diese lösten alles mögliche aus, von einem kleinen Modellzug, der dann durch den Bus fuhr, verschiedene Geräusche und musikalische Einlagen, tanzender Figuren und sogar einem alten „Pong“ Spiel auf einem uralten Röhrenmonitor. Herrlich.

The Lost Gypsy Caravan
The Lost Gypsy Caravan
Verrückte Skulpturen
Verrückte Skulpturen
Der kleine Wal — beim Drehen der Kurbel hat dann angefangen zu schwimmen
Der kleine Wal — beim Drehen der Kurbel hat dann angefangen zu schwimmen
George Bush war auch da, und hat auf Knopfdruck "kluge" Sprüche losgelassen...
George Bush war auch da, und hat auf Knopfdruck „kluge“ Sprüche losgelassen…
Muschel-Blubber-Musik-Machine
Muschel-Blubber-Musik-Machine

Weiter ging es dann in Richtung Slope Point. Das ist der südlichste Punkt auf der Südinsel. Weiter geht es auf dem Festland nicht mehr, aber wir haben vor, noch weiter nach Süden zu gehen. Dazu aber mehr in nächster Zeit.. ;) Am Slope Point haben wir dann auch gleich ein nettes Ehepaar getroffen, die uns, typisch Kiwi, gleich erstmal angesprochen haben. Nach einem kurzen Gespräch wurden wir dann auch gleich eingeladen, während unserer Reise nach Norden bei Ihnen vorbeizuschauen, dort zu übernachten und natürlich auch gleich mit ihnen einen Lammbraten zu essen. So läuft das in Neuseeland… :D

Die südlichsten Schafe Neuseelands? :D
Die südlichsten Schafe Neuseelands? :D
Unten angekommen...
Unten angekommen…
Der Blick nach Süden
Der Blick nach Süden

In der Nähe des Slope Point liegt dann auch noch die Curio Bay und Porpoise Bay. Dort kann man, wenn man sich nicht vor dem kalten Wasser scheut, mit Delfinen schwimmen und am Abend auch Pinguine sehen. Und obwohl es schon draußen recht kalt war, zogen wir schwupps die Badesachen an und stürzten uns in die kalten Fluten. Im ersten Moment (und auch im zweiten) war es bitterkalt, aber irgendwann wurde es erträglich. Und wir haben auch einige Delfine gesehen, die in unserer Nähe aus dem Wasser gesprungen sind und gespielt haben. Richtig nah sind sie zwar nicht gekommen, aber wir konnten sie wirklich gut aus ein paar Metern Entfernung sehen. Ziemlich ausgekühlt aber überglücklich kamen wir dann irgendwann wieder aus dem Wasser.

So happy sieht man aus, nachdem man mit Delfinen schwimmen war...
So happy sieht man aus, nachdem man mit Delfinen schwimmen war…

Der Abend wurde dann noch abgeschlossen, indem wir an der angrenzenden Bucht den versteinerten Wald und schließlich die Pinguine beobachtet haben. Die kommen hier nämlich immer abends aus dem Wasser. Und obwohl wir beim letzten mal bei Dunedin nicht wirklich Glück hatten, konnten wir dieses mal zwei Pinguine sehen, die nach Hause kamen, um die Babys zu füttern.

Versteinerter Baum
Versteinerter Baum
Kleiner Gelbaugenpinguin
Kleiner Gelbaugenpinguin
Ein perfekter Abend...
Ein perfekter Abend…
Besuch des Waipapa Lighthouse
Besuch des Waipapa Lighthouse
Mit toller Aussicht
Mit toller Aussicht
Und wir haben sogar nen Geocache gefunden — mit Pinguin
Und wir haben sogar nen Geocache gefunden — mit Pinguin