Dies ist das Archiv - Monat: November 2015

Viel Spaß beim Stöbern!

Nov21

Ins kalte Nass

Nach unserem tollen Morgen mit Sonnenaufgang am East Cape und Frühstück am Strand ging es für uns runter nach Gisborne. Nach etlichen Tagen unterwegs stand dort erstmal wieder eine Wäsche auf dem Plan. Also auf in den örtlichen Waschsalon, alles in eine Maschine gedonnert (ja, sortieren ist hier Luxus, aber wir haben zum Glück eh nur Sachen, die alle in eine Maschine können), ein paar Münzen eingeworfen und unser nach Blumen duftendes Waschmittel rein. Und los gings.

Die Nacht verbrachten wir dann auf irgendeinem abgelegenen Parkplatz irgendwo am Rande von Gisborne. Die örtlichen Campingplätze waren uns nämlich etwas zu teuer. Geht auch mal. Am nächsten Tag trafen wir dann auch Sophie und Vivienne wieder, die auch ihren Weg nach Gisborne gefunden hatten. Denn wir haben uns entschlossen, gemeinsam den Great Walk um den „Lake Waikaremoana“ anzugehen. Da aktuell eine große Regenfront übers Land zieht, machen wir das ganze aber erst ab Sonntag. Somit haben wir ein Wochenende in Gisborne, um hier alles zu erleben.

Und eine bessere Übernachtungsmöglichkeit haben wir auch gefunden. Die Mädels wohnen nämlich gerade bei Rori, den sie über die Plattform „Couchsurfing“ kennengelernt haben. Das sind einfach Leute, die ein freies Zimmer haben, gern mal Gesellschaft um sich haben und neue Leute kennenlernen. Man kann dann einfach dort übernachten und optional mit den Gastgebern irgendwo einen trinken gehen, gemeinsam kochen oder ähnliches. Und da Rori sowas von entspannt und nett ist, dürfen wir nun auch hier übernachten. Wir schlafen allerdings draußen im Auto, aber das macht uns ja nichts. Gratis Bad, Dusche, Küche und Strom. Perfekt! So saßen wir am Donnerstag auch schon gemeinsam draußen in seiner Garage zusammen mit einigen seiner Kumpels, unterhielten uns und spielten bei einem Bierchen ein paar Runden Darts. Echt toll, diese Kiwis! Wir werden auf alle Fälle öfter versuchen, per Couchsurfing irgendwo unterzukommen.

So ging es schon gemeinsam in die botanischen Gärten, am Donnerstag ins Kino zum letzten Teil der „Tribute von Panem“ Filme und am Freitag dann gemeinsam zur „Rere Rockslide“. Wir packten also unser Auto um, sodass wir alle in unseren Moby passten und gemeinsam ging es dort hin. Vorbei am Wasserfall, bis wir plötzlich die Rutsche sahen. Dort hat sich nämlich eine etwa 30 Meter lange natürliche Schräge gebildet, über die das Wasser hinab fließt. Es gibt auch kaum Huckel oder so, sodass man mit einem kleinen Surfbrett und etwas Mut dort runter rutschen kann. Das Brett hatten wir uns vorher in der iSite in Gisborne ausgeliehen.

Erst waren die Mädels dran, während ich am Rand versucht habe, sie zu filmen und zu fotografieren. Ise sah bei ihrem ersten Versuch allerdings sehr entsetzt aus. Da wird einem nämlich doch schon mulmig, denn man möchte natürlich trotzdem nicht vom Brett rutschen, denn dann kann man sich sicher auch verletzen, man rutscht ja immerhin nur auf Stein. Der ist zwar halbwegs glatt, aber auch nicht poliert oder so. Ganz natürlich eben.

Vivienne hat sich als erste getraut
Vivienne hat sich als erste getraut

 

Jubel, nachdem alles überstanden war
Jubel, nachdem alles überstanden war
Ise sah erst gar nicht begeistert aus
Ise sah erst gar nicht begeistert aus

Als Ise dann unten aus dem Wasser kam, hat sie allerdings von einem Ohr bis zum anderen gestrahlt, denn es hat ihr wirklich Spaß gemacht. Beim zweiten Anlauf sah dann auch ihr Gesichtsausdruck deutlich besser aus.

Doch sie konnte noch super lächeln
Doch sie konnte noch super lächeln
Und beim zweiten Versuch dann auch mit Lächeln im Gesicht
Und beim zweiten Versuch dann auch mit Lächeln im Gesicht

Anschließend war ich dran. Es kostet schon ein klein wenig Überwindung, dann oben im kalten Wasser zu stehen und sich dann nach vorne kippen zu lassen. Aber alles ging gut, sodass auch ich meine zwei Versuche meisterte und echt viel Spaß hatte!

Aber mir hats auch echt Spaß gemacht
Aber mir hats auch echt Spaß gemacht
Einfach nur happy!
Einfach nur happy!

Insgesamt ein klasse Tag und eine tolle Erfahrung!

Nov20
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Todesmutige Vulkanerforscher

Wie versprochen war unser Ausflug ins Thermal Wonderland bei Rotorua nicht unsere letzte Erfahrung zum Thema Geothermie, heißen Quellen und Vulkanismus. Nein, zum krönenden Abschluss hatten wir nämlich etwas ganz besonderes vor: Der Besuch eines aktiven Vulkans!

Ich sehe bei euch allen schon vor Entsetzen die Kinnlade runterklappen, unsere Eltern und Omas fallen in Ohnmacht in der Angst, uns in den Lavaströmen zu verlieren. Aber nein, so schlimm ist es natürlich nicht. Unser Ziel war am Dienstag „White Island“, eine Vulkaninsel ca. 40 Kilometer vor der Küste der Bay of Plenty. Und der Vulkan ist zwar aktiv, aber natürlich gerade nicht am Ausbrechen. So kann man entweder per Boot oder per Helikopter dorthin Führungen buchen. Wir wählten selbstverständlich die günstigere weniger teure Variante mit dem Boot.

So ging es gegen 9:15 morgens mit dem Boot ca. 2 Stunden bis hin zur Insel. Mit an Bord waren etwa 60 andere Passagiere und einige Crewmitglieder. Einige der Ausflügler waren allerdings noch nicht so seeerprobt und zogen sich schnell ins Bootsinnere zurück, die Hände fest um die Papiertüten geschlungen.

Auf dem Weg nach White Island
Auf dem Weg nach White Island
Das Ziel ist ganz nah...
Das Ziel ist ganz nah…
... aber erst ging's ins Schlauchboot
… aber erst ging’s ins Schlauchboot

Irgendwann waren wir da und es stand die nächste Hürde bevor: Klettere in ein kleines Schlauchboot, welches dich ans Ufer bringt. Bei dem Wellengang hat man dann schon ein klein wenig mulmiges Gefühl und Angst, samt Handy und Kamera abzusaufen. Ja, wir haben unsere Wertsachen stets im Blick, wie man sieht. Doch wir kamen alle heile an und wurden schwupps in drei Gruppen unterteilt. Mit 20 Leuten war das ganze dann auch deutlich angenehmer und nicht überfüllt. Mit in unserer Gruppe waren auch einige andere deutsche Backpacker, die wir an Bord kennengelernt hatten: Vivienne und Sophie sowie Julia und Richard, die jeweils zu zweit im Campervan durch Neuseeland reisen. Angeführt wurde das ganze durch unsere erfahrenen Guides Jared und Hayden. Hayden macht das ganze schon einige Jahre und kannte sich echt gut aus.

Die Deutschen — Ise, Sophie, Vivienne, Julia und Richard
Die Deutschen — Ise, Sophie, Vivienne, Julia und Richard

Zum eigenen Schutz bekam jeder von uns an Bord gleich noch einen gelben Schutzhelm sowie eine Atemschutzmaske. Und natürlich auch eine ausführliche Sicherheitseinweisung, für den Falle eines spontanen Ausbruchs, Erdrutsches etc. Wobei ich bezweifle, dass „sich hinhocken“ wirklich hilft, wenn es über einem explodiert, heiße Asche und Lava auf einen niederregnet und giftige Gase ausströmen. Aber nur die Harten kommen in den Garten, nicht wahr?

Die Wahl war: Gut aussehen oder atmen können...
Die Wahl war: Gut aussehen oder atmen können…
Auf ging's in Richtung Krater
Auf ging’s in Richtung Krater
Und es wurde immer gelber...
Und es wurde immer gelber…
Blubberndes, gelbes Pipi
Blubberndes, gelbes Pipi
Und Ise hat sich gefreut
Und Ise hat sich gefreut
Gemeinsam vorm Schwefel
Gemeinsam vorm Schwefel

Der Ausflug führte uns dann vorbei an heißen Schwefellöchern, wo wir frische Schwefelkristalle probieren konnten. Prickelt sehr auf der Zunge. Außerdem durften wir was „beste“ Wasser der Insel kosten, frisch aus zwei kleinen Rinnsalen. Das erste hat dann eher wie Blut geschmeckt, denn dort war von A bis Z alles drin, besonders viel Eisen. Das zweite Wasser war nicht besser, nur etwas saurer (pH Wert von 2). Wir hoffen immer noch, dass wir davon nicht sterben… Aber uns geht’s bis jetzt noch ganz gut.

"Lecker" Schwefel kosten...
„Lecker“ Schwefel kosten…

Die Führung ging dann auch noch vorbei am aktiven Krater. Dort hat es zwar keine brodelnde Lava oder so gegeben, aber ständig stark gedampft und geblubbert. Generell waren die Atemschutzmasken echt hilfreich, denn der Schwefelgeruch war manchmal schon recht extrem. Das ganze legt sich dann auch so auf die Kehle, dass man ständig Husten musste.

Am Krater angekommen
Am Krater angekommen
Die Frau mit der Maske
Die Frau mit der Maske

Außerdem ging es noch weiter zu den Überresten der ehemaligen Maschinen und Gebäuden der Arbeiter, die hier vor etwa 100 Jahren versuchten, unter großer Gefahr Schwefel abzubauen, welcher für Düngemittel und viele andere Produkte benötigt wurde. Leider kam es aber auch zu einigen schweren Unfällen mit Todesfolge und der letztendlichen Stilllegung, denn das ganze war irgendwann einfach nicht mehr rentabel.

So siehts insgesamt aus
So siehts insgesamt aus
"Frischwasser"
„Frischwasser“
Ise in der "Fabrik"
Ise in der „Fabrik“
Und wir beide auch zusammen
Und wir beide auch zusammen
Noch einmal Blick zum Krater
Noch einmal Blick zum Krater

Zurück an Bord gab es erstmal für jeden ein Mittagessen in Form eines Sandwiches, Kuchens, Müsliriegels, Kekses, Apfels und einer Flasche Wasser. Für uns war es echt lecker, für viele andere an Bord aber verhängnisvoll. Denn als das Boot auf offener See Fahrt aufgenommen hatte, sorgte der Wellengang für einige Turbulenzen vorwärts, rückwärts und seitwärts. Ise und mir hat das gar nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil. Ich hätte am liebsten wie „Lieutenant Dan“ bei „Forrest Gump“ ganz oben auf dem Mast gesessen und den Allmächtigen zum perfekten Sturm herausgefordert. Ok, das klingt jetzt etwas hochtrabend, aber naja… :D

Lecker Mittagessen
Lecker Mittagessen

Jedenfalls ging es vielen Leuten an Bord ziemlich schnell ziemlich schlecht. Viele blieben gleich unten und gaben ihr Mittag schnell wieder an die Crew zurück. Allerdings nur halb verdaut… Und auch oben war es kaum besser, denn so mancher saß dann nur mit Brechtüte da. Einer traf allerdings auch seine eigene Hose. Bei dem Geräusch und Geruch wurde dann aber auch uns etwas flau im Magen… Doch wir haben alles überlebt. Insgesamt ein echt toller Ausflug und wir bereuen ihn trotz des stattlichen Preises von $199 pro Person echt nicht.

Der Rest des Tages wurde eigentlich nur im Auto verbracht, denn wir beschlossen, noch bis zum East Cape zu fahren. Die Strecke war aber ziemlich lang, so kamen wir erst um 22:30 Uhr dort an. Wir parkten auf einem kleinen Parkplatz direkt neben einer Kuhweide. Ein Stück weiter vorne liefen sogar die Kühe und Pferde direkt auf der Straße umher. Schnell noch etwas gekocht und gegessen und dann ab ins Bett.

Aber nicht so lange, denn am Morgen ging es schon um fünf Uhr raus. Schnell anziehen, Kamera schnappen und dann die über 700 Stufen hoch zum Ausblick, direkt am Leuchtturm, laufen. Dort kamen wir dann ein paar Minuten vor Sonnenaufgang an. Wir waren aber nicht alleine. Auch einige andere Reisende kamen früh morgens an, um den Sonnenaufgang zu sehen.

Und das war nicht nur irgendein Sonnenaufgang! Nein, es war der allererste des Tages! Man befindet sich nämlich etwa am 178ten Längengrad im Osten. Weiter geht es kaum. Und abgesehen und von einigen kleinen Pazifikinseln, die wir jetzt mal nicht mitzählen, geht hier die erste Sonne des Tages auf. Ganz plötzlich taucht ein kleiner Fleck am Horizont auf, der rasch größer wird. Ein herrlicher Moment und es echt wert, so früh aufzustehen!

Der erste Sonnenaufgang eines Tages
Der erste Sonnenaufgang eines Tages
Der Leuchtturm am East Cape
Der Leuchtturm am East Cape
Wir waren auch das erste mal seit wir in Neuseeland sind mal wieder geocachen
Wir waren auch das erste mal seit wir in Neuseeland sind mal wieder geocachen
Die Stufen ging's auch wieder runter
Die Stufen ging’s auch wieder runter
Die standen da einfach rum
Die standen da einfach rum
Danach Frühstück am Strand
Danach Frühstück am Strand
Auf der Fahrt haben wir dann noch an der Tolaga Bay Wharf — allerdings bei weniger gutem Wetter
Auf der Fahrt haben wir dann noch an der Tolaga Bay Wharf — allerdings bei weniger gutem Wetter
Die historische Seebrücke nochmal als Ganzes
Die historische Seebrücke nochmal als Ganzes
Nov17
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An der Quelle des Lebens

In Neuseeland scheint auch nicht immer nur die Sonne. Leider nicht. So ist es seit Sonntag früh recht verregnet und grau. Doch davon lassen wir uns natürlich nicht abschrecken. Früh ging es raus und wir fuhren zum „Blue Lake“ und zum „Green Lake“, welche direkt nebeneinander liegen. Man konnte auch leicht erahnen, dass diese jeweils unterschiedlich gefärbt waren, aber das Licht war nicht sehr gut, sodass der Unterschied kaum auffiel. So entschlossen wir uns schnell, erstmal ein Frühstück am See zu machen mit unserem alltäglichen Oatmeal, dieses mal allerdings verfeinert mit Kiwifrüchten und gratis Orangen :D

Leckeres Frühstück!
Leckeres Frühstück!

Weiter ging es dann zum „Redwood Forest“, einem Wald, in dem wie in Kalifornien große Mammutbäume wachsen. Dort konnten wir eine echt schöne Wanderung unternehmen.

Ziemlich hohe Redwoods
Ziemlich hohe Redwoods
Am Ende des Weges...
Am Ende des Weges…
Konservierte Pflanzen im Wasser
Konservierte Pflanzen im Wasser
Gemeinsam genießen...
Gemeinsam genießen…

Und da es Sonntag war, und wir auch mal erleben wollten, wie das hierzulande so läuft, sind wir nach Rotorua zum Gottesdienst gefahren. Dieser begann um 11:00 Uhr in der St. John Presbyterian Church im Stadtzentrum. Und wir waren auch ziemlich begeistert. Die meisten Kirchen des Landes sind natürlich recht modern, wenig prunkvoll oder architektonisch beeindruckend. Diese hier war allerdings recht schön hergerichtet, modern, aber auch mit bunten Fenstern etc., welche aus der alten Kirche übernommen wurden.

St. John Rotorua
St. John Rotorua

Der Gottesdienst war auch sehr schön. Locker, modern und aus dem Leben gegriffen. So saß der Pfarrer zeitweise in seinem Marathon-Trikot zusammen mit den Kindern auf dem Boden und redete über persönliche Erfolge, leichte und schwere Zeiten, indem er das Leben mit den Sportwettkämpfen verglich. Und auch sonst ging es sehr locker zu, denn ein anderer Pfarrer redete über das Glück im Leben und die einfachen Versuchungen, die er mit gefälschten Uhren und Markenschuhen auf einem Markt in Taiwan verglich. Generell also sehr modern und locker. Das hat uns schon ganz gut gefallen. Und das Beste: Wir bekamen beide einen Schokoriegel geschenkt :D

Der Rest des Tages war leider auch weiter verregnet und trübe. Dennoch fuhren wir in den „Government’s Garden“ in Rotorua, um dort etwas zu spazieren. Dort steht auch das sehr schöne Museum der Stadt und ein schicker Rosengarten.

Viel Maori-Kultur in Rotorua
Viel Maori-Kultur in Rotorua
Sehr schönes Museum
Sehr schönes Museum (wir waren aber nicht drin)
Viele schöne Rosen...
Viele schöne Rosen…
... noch mehr...
… noch mehr…

Zum Abschluss des Tages ging es dann um den See herum bis zu den Hamurana Springs, einer Quelle mitten im Wald. Nach einer kurzen Wanderung waren wir da. Und das Wasser soll so sauber und erfrischend sein, dass sich viele Leute direkt dort ihre Flaschen und Kanister auffüllen. Das haben wir natürlich auch gemacht und können nun direkt frisches Quellwasser trinken.

Direkt aus der Quelle schlürfen...
Direkt aus der Quelle schlürfen…
Kanister auffüllen...
Kanister auffüllen…
Nov16
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Champagner und faule Eier

Wir sind immernoch in Rotorua und Umgebung, denn hier gibt es viel zu sehen, aber immer mit dem mal leichten und mal stärkeren Geruch in der Nase. Und der Besuch bei „Hells Gate“ war nur die Einstimmung. Nach einer recht frostigen Nacht ging es am Samstag früh für uns beide los, denn wir wollten unter den ersten Besuchern im „Thermal Wonderland“ in Wai-O-Tapu sein. Die Nacht gestern war sternklar und wunderschön, aber leider so kalt, dass am Morgen sogar die Scheibe noch leicht eingefroren war. Dafür zogen sich wunderschöne Nebelschwaden über den See. Ein toller Anblick!

Ein sehr kalter Morgen...
Ein sehr kalter Morgen…

Um 8:30 Uhr waren wir dann am Thermalpark angekommen, wo nur 2-3 weitere Autos standen. Aber das änderte sich auch schnell. Wir holten uns unsere Tickets und gingen mit Kamera, Stativ und sonstiger Ausrüstung bewaffnet, in den Park. Dort gibt es nämlich echt viel zu sehen. Ähnlich wie bei Hells Gate brodelt, blubbert und dampft es hier aus allen Ecken. Es gibt viele größere und kleine heiße Pools, in die man wirklich nicht fallen möchte. Manche Krater sind auch recht tief und wer da reinfällt, verschwindet im Nebel und wird sicherlich so lange zerkocht, bis nichts mehr übrig ist.

Ziemlich großer Kochtopf
Ziemlich großer Kochtopf
Und alles voller Schwefel
Und alles voller Schwefel
Auf dem Weg ist es sicher...
Auf dem Weg ist es sicher…

Allerdings bietet das Thermal Wonderland noch einige weitere Highlights — den Devil’s Pool, den Champagne Pool und den Lady Knox Geysir. Doch eins nach dem anderen… Da wir rechtzeitig zur Eruption am Geysir ankommen wollten, vorher aber noch einige Fotos beim Morgenlicht machen wollten, gingen wir den vorgeschlagenen Weg rückwärts und kamen so zuerst am Devil’s Pool an, einem giftgrünen See, als bestünde er aus Blue Curaçao und Orangensaft, wie beim Grüne Wiese Cocktail. Allerdings war das Licht dort noch nicht ideal, sodass wir zwar einige Fotos machten, die besseren dann aber später am Tage.

Danach wollten wir weiter zum Champagne Pool, standen aber plötzlich in einer Wolke aus Dampf und Schwefelgasen, welche durch den Wind vom Champagne Pool herüber geweht kam. Wir konnten im Prinzip nichts sehen, aber konnten dann doch weiter. Und nach dieser kurzen Blindheit wurden wir dafür mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Denn der Champagne-Pool heißt nicht ohne Grund so. Es ist ein recht tiefer und glasklarer See, wo durch die unterschiedlichen Temperaturen kleine Kohlenstoffdioxidblasen erzeugt werden und wie beim Champagner nach oben sprudeln. Noch dazu gibt es am Becken schicke rötliche Mineralienablagerungen, sodass es einfach nur fantastisch aussah. Und da morgens kaum Leute da waren, konnten wir ungestört Fotos machen.

Plötzlich eingenebelt...
Plötzlich eingenebelt…
Champagne Pool
Champagne Pool
Foto!
Foto!
Gleich nochmal
Gleich nochmal

Pünktlich um 9:30 ging es dann aber zurück zum Parkplatz und ins Auto. Mittlerweile waren nämlich viele Gäste gekommen und hatten ihre Tickets gekauft, welche ihnen Zutritt zum Geysir ermöglichten, der immer um 10:15 ausbricht ausgelöst wird. Allerdings muss man vom Parkplatz dort 2-3 Minuten hin fahren. Da wir zeitig da waren, konnten wir uns ganz vorne hinsetzen und auch die Kamera aufbauen. Die Ränge füllten sich schnell und irgendwann kam ein Sprecher und erzählte etwas zum Geysir. Letztendlich warf er etwas Seifenpulver in den Schlot, was einige Minuten später dann die Eruption auslöst. Das Wasser spritzt dann auch recht hoch, aber es dampft natürlich auch sehr, sodass glaube ich nicht jeder etwas sehen konnte. Aber dennoch gab es einige tolle Fotos.

Lady Knox Geysir
Lady Knox Geysir
Puff!
Puff!

Danach ging es dann wieder zurück in den Thermalpark, wo wir noch eine große Runde drehten und alles noch einmal ausgiebig besichtigten und fotografierten. Schon erstaunlich anzusehen… Auf dem Weg zurück vom Park hielten wir auch noch kurz an den Mudpools an, wo dickflüssiger Schlamm vor sich hin blubbert.

Devil's Pool
Devil’s Pool
Man sollte lieber nicht drin schwimmen!
Man sollte lieber nicht drin schwimmen!
Es gibt noch mehr grüne Seen...
Es gibt noch mehr grüne Seen…
Luise durfte wieder posieren
Luise durfte wieder posieren
Wie gemalt...
Wie gemalt…
Mal von weiter oben...
Mal von weiter oben…
Zum Abschluss nochmal Ise
Zum Abschluss nochmal Ise

Aber das war noch nicht alles zum Thema Geothermie, versprochen! Wir haben noch mehr auf Lager, aber das kommt erst in ein paar Tagen… ;)

Nov15
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Am Tor zur Hölle

Nachdem wir Te Puke hinter uns gelassen hatten ging es weiter in Richtung Rotorua. Das liegt nördlich von Taupo, was ihr ja schon aus einem der früheren Beiträge kennt. Und Rotorua liegt auch mitten in vulkanischen Gürtel und ist somit was die Geothermie angeht sehr aktiv.

Das merkt man auch schon, sobald man in das Gebiet kommt, denn es dringt einem ein leichter, dann stärker werdender Geruch von Schwefel, also von faulen Eiern, in die Nase. Erster Stopp waren dort die Okere Falls, wo man sogar Wasser direkt aus der Quelle trinken kann und wo es viele Stromschnellen und kleine Wasserfälle, ideal zum Rafting gibt.

Wir hatten leider kein Kajak dabei... ;)
Wir hatten leider kein Kajak dabei… ;)

Etwas weiter südlich davon liegt dann „Hells Gate“, das „Tor zur Hölle“, so getauft vom Schriftsteller George Bernard Shaw. Den kennt ihr sicher alle durch „Pygmalion“, auch bekannt als „My Fair Lady“…

Der Name ist äußerst passend, denn die Höllenfeuer wirken hier kräftig, sodass es aus allen Löchern dampft, brodelt und köchelt. So gibt es in dem Park etliche dampfende „Fumeroles“, blubbernde Seen aus Wasser und Schlamm und viel gelösten oder abgelagerten Schwefel in allen Formen und Farben.

Nein, die Maori essen keine Menschen...
Nein, die Maori essen keine Menschen…
Ein kleiner Teufel war ich ja schon immer... zumindest wenn's nach meiner Mama geht... ;)
Ein kleiner Teufel war ich ja schon immer… zumindest wenn’s nach meiner Mama geht… ;)
Überall dampft und brodelt es...
Überall dampft und brodelt es…

So konnten wir dort eine Weile herumspazieren und etliche Fotos machen. Man sollte natürlich immer auf den Wegen bleiben, denn abseits kann es sehr heiß sein, denn viele der Seen und Löcher haben Temperaturen um den Siedepunkt bis hin zu 120 Grad Celsius und sind noch dazu oft sehr sauer mit einem pH Wert um 1 herum. Da will man besser nicht reinfallen. Für gute Fotos bin ich aber schon mal 1-2 Schritte vom Wege abgekommen… ;)

Der Baum sah auch schon ganz gelb aus wie der Schwefel...
Der Baum sah auch schon ganz gelb aus wie der Schwefel…
Blubberschlamm...
Blubberschlamm…
Und überall Schwefel...
Und überall Schwefel…
Lieber nicht ins Wasser fallen, wenn es überall köchelt...
Lieber nicht ins Wasser fallen, wenn es überall köchelt…
Selbst in schwarz-weiß echt beeindruckend...
Selbst in schwarz-weiß echt beeindruckend…
... aber in Farbe echt der Knaller!
… aber in Farbe echt der Knaller!
Da posiert man doch gerne mal...
Da posiert man doch gerne mal…
Aber Ise kann das noch umso besser... ;)
Aber Ise kann das noch umso besser… ;)
Kleiner Schwefelsee...
Kleiner Schwefelsee…

Nach dem Rundgang ließen wir noch unsere Füße im warmen Schlammpool baumeln und genossen das schöne, wenn auch etwas kühle, windige Wetter. Allerdings mit viel Sonnenschein.

Einfach mal die Füße baumeln lassen...
Einfach mal die Füße baumeln lassen…

Und auch der Abend war dann noch wunderbar, denn zum Abschluss ging es zum „Kerosene Creek“, einem Fluss mit badewannenwarmem Wasser. Schnell die Badeklamotten an und rein da. Das entspannt gewaltig! Und nun sind wir endlich am Campingplatz und einfach nur k.o. :) Gute Nacht!

Entspannendes Bad zum Abend...
Entspannendes Bad zum Abend…
Das letzte Licht des Tages...
Das letzte Licht des Tages…
Nov14
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Klein, süß und lecker…

Wie schon im letzten Beitrag kurz angedeutet ist Te Puke ein Ort mit vielen Obstplantagen, insbesondere für Kiwifrüchte. Hier gibt es viele Sonnenstunden im Jahr, aber auch genug Feuchtigkeit und auch sonst recht ideale klimatische Bedingungen.

So ging es am Freitag früh zu „Kiwi 360“, einer Plantage mit Führung und Besucherzentrum. Zwar sollte die erste Tour bereits um 9 starten, allerdings ging es dann doch erst eine Stunde später los. Zeit genug, um mit der Dame im Besucherzentrum freundlich zu plaudern. So gab sie uns gleich noch einen kleinen Rabatt auf die Tickets und wir konnten und schon etwas im Shop umsehen.

Ise ist bereit für die Führung...
Ise ist bereit für die Führung…

Pünktlich um zehn sollte die Tour losgehen in einem kleinen Zug mit Waggons in Form von Kiwifrüchten. Wie schon bei der Segeltour dachten wir, wir würden eine Privatführung bekommen, aber nein, kurz vor zehn kam eine Gruppe von vier Chinesinnen, alle mit Selfie-Stick bewaffnet, um ebenso mitzufahren.

Die Tour war dann auch echt spannend und wir haben viel über die einzelnen Sorten und Züchtungen gelernt sowie über den kommerziellen Anbau der Früchte. Denn es ist schon eine echte Kunst, die Pflanzen richtig anzuordnen, vor Frost zu schützen und für eine Bestäubung zu sorgen.

Gratis Obst! :D
Gratis Obst! :D
Normalerweise werden Kiwivögel nicht so groß — muss die gute Ernährung und das gute Wetter sein...
Normalerweise werden Kiwivögel nicht so groß — muss die gute Ernährung und das gute Wetter sein…

Das Beste war allerdings, dass auf dem Gelände auch einige andere Bäume wachsen wie Orangen- und Grapefruitbäume. Diese tragen aktuell sehr leckere, süße Früchte, wovon wir uns alle ein paar pflücken oder aufsammeln durfen. Jetzt haben wir einen großen Beutel voller Obst im Auto, welches auch herrlich süß und lecker ist. So süße Orangen habe ich bisher selten erlebt.

Kleine Kiwibabies...
Kleine Kiwibabies…
Und die Blüten...
Und die Blüten…
So werden hier die Früchte angebaut... darunter können dann die Pflücker die Früchte abpflücken...
So werden hier die Früchte angebaut… darunter können dann die Pflücker die Früchte abpflücken…

Zum Abschluss der Tour ging es dann zurück ins Besucherzentrum zur Verkostung. Wir konnten die Früchte selbst, aber auch Saft aus grünen und goldenen Früchten probieren, sowie auch leckeren Kiwiwein und sogar Obstler-Likör aus Kiwis. Selbst Marmelade gibt es dort zu probieren. Echt lecker!

Golden Kiwifruit Saft — kleine Kostprobe gefällig?
Golden Kiwifruit Saft — kleine Kostprobe gefällig?
Endlich mal was Hochprozentiges! :D
Endlich mal was Hochprozentiges! :D

Die Frauen da waren einfach echt nett und wir hatten eine echt tolle Zeit! Anschließend ging es noch in das Kaffee, wo wir uns beide eine Kugel Eis mit Kiwistückchen gönnten. Und weil alles so toll und lecker aussah und der Tag ja schon so gut begonnen hatte, teilten wir uns anschließend noch ein Stück „Green Kiwifruit Cheesecake“, also einen Käsekuchen mit grünen Kiwis. Allerdings kein gebackener, wie man ihn aus Deutschland kennt, sondern mit Boden aus zerbröselten Keksen und einer Creme aus Frischkäse, Mascarpone und Co. Das ganze dann belegt mit Kiwischeiben. Traumhaft! Was für ein toller Tag — und das an einem Freitag, den 13ten.

Echt kiwitastisch!
Echt kiwitastisch!
Zum Abschluss konnte Ise noch den Ausblick genießen...
Zum Abschluss konnte Ise noch den Ausblick genießen…
Nov14

Camping mit Keimbelastung

OK, der folgende Beitrag steht ein klein wenig im Gegensatz zu dem, was im letzten Artikel geschrieben wurde, wo wir ja meinten, dass es viele Wege gibt, Neuseeland zu erkunden und alle irgendwie legitim sind… Denn gestern ist uns klar geworden, wie wir definitiv unser Jahr nicht verbringen wollen…

Aber erstmal zurück zum Anfang. Der Tag gestern war eher bescheiden. Nach dem fantastischen Hobbiton-Ausflug am Mittwoch begann der Donnerstag schon in der Nacht mit Regen, der sich auch bis zum Morgen hin zog. Und das, obwohl der Campingplatz echt schön war und eine kostenlose warme Dusche hatte. Der Rest des Tages brachte auch dicke Wolken und vereinzelten Regen.

So ging es mit dem Auto in Richtung Tauranga, dem größten Ort an der Bay of Plenty. Nach einem Zwischenstopp an einem tollen Wasserfall, zu welchem uns aber der Weg nah heran versperrt war, kamen wir dann in Tauranga an und konnten unsere Vorräte auffüllen bei einem Einkauf im Pak’nSave. Anschließend wurden nur noch die letzten Blogeinträge veröffentlicht und nachdem wir wegen Regen nicht auf den Mount Maunganui wandern konnten, ging es nach Te Puke, einem kleinen Örtchen östlich von Tauranga.

Dort wollten wir im „Te Puke Holiday Park“ einkehren. Klingt idyllisch, oder? Naja, war es leider nicht. In Te Puke und der Umgebung findet man unzählige Plantagen für Kiwifrüchte und andere Obstsorten. Dort gibt es immer viel Arbeit und so werden dort auch viele Arbeiter benötigt. Zur Hauptsaison werden zehntausende Arbeitskräfte aus dem asiatischen Raum geholt, aber auch viele Backpacker arbeiten bei Mindestlohn (oder gar für weniger — die Betreiber haben auch ihre Tricks) auf den Plantagen.

Der so toll klingende Campingplatz lud dementsprechend nicht wirklich nach Urlaub ein, denn eigentlich gab es dort nur sehr viele uralte Wohnwagen, die die Besitzer angekauft haben, um diese nun an die Arbeiter als billige Unterkunft zu vermieten.

Wir hatten bei Campermate, unserer hilfsbereiten Smartphone-App, auch schon einige negative Kommentare gelesen, dachten uns aber eigentlich nichts schlimmes, denn normalerweise sind wir nicht so empfindlich und haben auch schon unter primitiven Umständen gewohnt.

In den Kommentaren wurde der Campingplatz schon mit dem "Siebten Kreis der Hölle" verglichen... gar nicht abschreckend, oder? :D
In den Kommentaren wurde der Campingplatz schon mit dem „Siebten Kreis der Hölle“ verglichen… gar nicht abschreckend, oder? :D

Der Campingplatz sah jedenfalls schon sehr heruntergelebt aus und wurde lange nicht mehr renoviert oder gepflegt. Die Toiletten waren nur sehr mäßig und auch die Duschen waren heruntergekommene, alte Kammern, die auch eher mit Fußpilz als mit warmem Wasser lockten. Obwohl man natürlich eh generell Badelatschen an hat. Die Örtlichkeiten der Damen sollten aber ein ganzes Stück besser gewesen sein, meinte Luise.

All das war aber eigentlich noch verkraftbar. Aber was wir dann in der Gemeinschaftsküche erlebten, war dann weniger schön. Und zwar gab es eine größere Küche mit einigen Waschbecken, einigen Gasherden und einem gefliesten Tisch in der Mitte. Und all diese Dinge konnte man mit einem Wort zusammenfassend beschreiben: versifft. Unsere Eltern wären, wenn es zuhause so aussehen würden, umgekippt oder wären gleich mit Eimer und einer Auswahl an Putzmitteln angerückt. Kleckse und Krümel an und um die Gasherde, Krümel, Flecken und Essensreste auf dem Tisch und so manches Undefinierbares, was sich in den Abflüssen gesammelt hat.

Wir versuchten also ohne großen Kontakt mit den meisten Dingen dort uns schnell etwas Reis und gebratenes Gemüse zuzubereiten, während nebenbei ein Chinese irgendetwas in einem Druckkochtopf köchelte. Wir vermuteten erst noch, dass es sich um Reis handelt.

Als wir dann gerade essen wollten und uns noch die sauberste Ecke des Tisches gesucht hatten, kamen plötzlich zwei junge Frauen mit einem kleinen Kind in die Küche, um ihr Essen zuzubereiten. Wir wollten uns gerade einen Löffel Reis in den Mund schieben, als die eine Frau plötzlich die Hähnchenbrüste, die sie kurz zuvor für einige Sekunden in der Mikrowelle angetaut hatte, direkt auf den versifften Tisch packte und begann, mit einem Messer zu zerschneiden. Das ganze wurde anschließend dann auch nur kurz in einer großen Pfanne angebraten. Auch die Tomaten und den Kohl schnippelte die Frau munter auf dem blanken Tisch und fegte alles, mitsamt Krümeln und anderen Überbleibseln der Vorbenutzer in ihre Hand und von dort aus in die Pfanne.

Wir hatten da schon ziemliche Mühe, ohne angewidertes Gesicht weiter zu essen. Unser Appetit war jedenfalls verschwunden und wir konnten unser Essen, auch wenn es köstlich war, nicht wirklich genießen. Noch dazu hatte der Chinese auf der anderen Seite mittlerweile seinen Kochtopf geöffnet und begann, die Suppe daraus zu schlürfen. Was er da gekocht hat, wissen wir nicht, aber es hat gerochen wie alter Rinderpansen oder eines der unzähligen überfahrenen Opossums auf Neuseelands Straßen.

Obwohl es lecker aussah und schmeckte, konnten wir unser Essen kaum genießen... :(
Obwohl es lecker aussah und schmeckte, konnten wir unser Essen kaum genießen… :(

Nun die Frage an euch: Sind wir da einfach zu pingelig und verwöhnt? Oder kann man erwarten, dass jemand, besonders, wenn er auch für ein kleines Kind kocht, wenigstens ein kleines bisschen auf Hygiene dabei achtet? Ein Kochbrett hätte ja schon gereicht. Sowas gibts hier für $2 in jedem Shop… Sind wir da einfach einen zu hohen Standard gewöhnt?

P.s.: Fotos von der Küche ersparen wir euch. Wir hatten da gestern keine Lust mehr, das ganze auch noch festzuhalten, sondern wollten nur schnell raus…

Nov13

Jeder nach seiner Fa­çon

Selbstverständlich sind wir beide bei weitem nicht die einzigen Reisenden in Neuseeland. Auch wenn wir es schon erlebt haben, mal alleine auf einem Campingplatz zu übernachten, ist das nicht die Regel. Fast immer parken hier etliche Reisende aus allen Teilen der Welt in den verschiedensten Transportmitteln. Deutsche sind aber auch fast immer dabei.

Da finden wir einmal im Leben ein Café mit meinem Namen und Luise macht drei Fotos — da hab ich natürlich immer die Augen zu :D
Da finden wir einmal im Leben ein Café mit meinem Namen und Luise macht drei Fotos — da hab ich natürlich immer die Augen zu :D

So trafen wir schon Camper, die in „normalen“ Autos parken, eventuell dort drin schlafen oder sich ein Zelt aufbauen oder Camper-Pärchen wie wir, mit ausgebautem Van. Davon gibt es auch viele Mietwagen hier, besonders viele von „Jucy“, welche durch die markanten Farben auffallen. Man sieht sie eigentlich jeden Tag! Wiederum andere Camper kommen in größeren Gruppen, ob im Van oder Geländewagen, wobei dann einige oder alle draußen im Zelt schlafen. Und wieder andere kommen in großen Wohnmobilen oder gar größeren Bussen, die zu Wohnmobilen umgebaut wurden.

Einige davon sind super organisiert und bestens ausgestattet. Andere kommen gefühlt ohne jegliche Vorbereitung, wollen beispielsweise sogar ohne Taschenlampe eine Höhle erkunden. Manche haben immer viel geplant, manche aber auch gar nichts. Manche kommen an und suchen gleich nach Arbeit, andere leben einfach in den Tag hinein und arbeiten erst, wenn das Geld alle ist. Manche nisten sich in Hostels oder Wohnungen in den Städten ein, andere können es kaum erwarten, die Städte zu verlassen und raus aufs Land zu fahren.

So haben wir jetzt hier schon viele interessante Leute getroffen und uns mit ihnen unterhalten. Beispielsweise Scott und Charlie, die englischen Surfer-Boys. Die beiden haben sich in Raglan an der Westküste getroffen, Hauptort für viele Surfer. Nun reisen sie eine Weile gemeinsam durch das Land und suchen nach der perfekten Welle. Charlie ist dabei der Inbegriff eines relaxten Surfers. Er hat so lange Spaß, bis er kein Geld mehr hat. Dann arbeitet er kurz und geht wieder surfen. Er lebt wirklich von einem Tag auf den nächsten.

Auch haben wir schon 4 Jungs aus München getroffen, die gemeinsam, aber für eher kurze Zeit durchs Land reisen. Für die Jungs steht glaube ich allerdings auch das Feiern und Partys an erster Stelle. Das haben nicht nur die 3 großen Absolut-Vodka Flaschen im Kühlschrank bestätigt.

An den Straßen sieht man auch recht häufig Tramper, die versuchen, per Anhalter von A nach B zu kommen. Zwar haben wir auch schon einige Horrorstories über geklaute Rucksäcke gehört, aber generell klappt das ganze in Neuseeland echt super. Einige Reisende nehmen auch den Bus. Es gibt Reisebusse, mit denen man durchs ganze Land fahren kann und beliebig zu- und aussteigen kann.

Was uns aber auch sehr fasziniert hat sind zwei Mädels, die wir hier kennenlernen durften. Hendrike und Sandra, zwei Mädels aus Bayern, die sich nach dem Abitur dazu entschlossen haben, Neuseeland für einige Monate per Fahrrad zu erkunden. Mit hier gekauften Rädern und leichtem Gepäck, was in wenige Radtaschen passen muss, fahren die beiden hier Stück für Stück durchs Land. Und das kann aufgrund der kurvigen Straßen und vielen Hügeln hier schon echt anstrengend sein! Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie unsere Beine und Hinterteile auch nach nur einem Tag im Sattel schmerzen würden.

Sandra, Hendrike und Luise
Sandra, Hendrike und Luise

Wir haben die beiden bereits in Tairua auf dem Campingplatz getroffen. Und wie es eben so kommen musste, sahen wir die beiden am Mittwoch in Matamata vor der iSite, also der Touristeninfo, welche übrigens auch aussieht wie ein Hobbithaus, wieder. Und danach gleich nochmal, als wir von einer Wanderung zu den Wairere Falls zurückkamen. Wir sind jedenfalls echt beeindruckt, wie die beiden das so durchhalten und hoffen, dass sie auch zukünftig so gut weiter kommen. Die beiden sind übrigens auch talentierte Schreiber und haben einen eigenen kleinen Blog: 2durchNeuseeland – auf zwei Rädern durch Neuseeland.

Die Besucherinfo in Matamata
Die Besucherinfo in Matamata
Ausblick auf den Wasserfall — der Höchste der Nordinsel
Ausblick auf den Wasserfall — der Höchste der Nordinsel

Wie man also sieht, gibt es unendlich viele Wege,dieses tolle Land zu erkunden. Und alle davon sind gut. Ok fast alle. Finden wir zumindest. Aber genau darum geht es ja: Jeder kann hier alles so erleben, wie er oder sie möchte. Und das ist einfach toll. Das Land ist wunderschön, die Menschen
fast immer wahnsinnig nett und hilfsbereit. Und alle sind auch irgendwie deutlich gelassener. Etwas, wovon man wirklich versuchen sollte, sich für das eigene Leben etwas abzugucken. Nicht immer nur gestresst sein, sondern manchmal auch einfach nur das Leben genießen. Wir versuchen jedenfalls unser Bestes…

Nov12
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„In a hole in the ground …“

„… there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort.“

– J.R.R. Tolkien, The Hobbit

Ihr ahnt es schon, wo wir sind, nicht wahr? Richtig! Hobbiton (oder auf deutsch: Hobbingen)! Wohl Ziel eines jeden Fans der Verfilmungen der Tolkien-Bücher ist zweifelsohne das wunderschöne Auenland, der grünen, hügeligen Heimat Bilbo und Frodo Beutlin sowie all der anderen kleinen Hobbits. Und dieser schöne Teil Mittelerdes liegt genau hier — in der schönen Region Waikato. In dieser Landschaft, geprägt durch weich verlaufende kleine Hügel und der vielen grünen Weiden, fand Sir Peter Jackson, der Regisseur der Filme, vor über 15 Jahren den idealen Platz für die Heimat der Hobbits.

Und genau dieser Ort ist heute ein Mekka für viele Fans der Filme, denn man kann auch heute noch das damalige Filmset besichtigen. Dieses wurde zwar für die ersten Filme nur aus Styropor und Co. gefertigt und größtenteils abgerissen, aber für die Hobbit-Filme erneut aufgebaut, dieses mal aber aus beständigen Materialien. Dies war wohl eine Forderung der Familie Alexander, der Besitzer der Farmländereien, auf denen das Filmset liegt, die bereits nach den ersten Filmen dort Touren anboten und nun erst recht das richtig große Geld witterten.

Viele Hobbithäuser in verschiedenen Größen...
Viele Hobbithäuser in verschiedenen Größen…
... die zum Verweilen einladen.
… die zum Verweilen einladen.

Denn heute ist Hobbiton ein Touristenmagnet, der einiges an Geld einzubringen scheint. Mit Tickets für $75 pro Person (ca. 40 Euro) und Führungen alle 15 Minuten (die auch oft schon vorher ausgebucht sind) sowie etlichen weiteren buchbaren Aktivitäten ist das zumindest leicht vorstellbar. Auch kann man dort schon direkt in Euro zahlen und Devisen in die Kassen spülen.

Manche davon in wirklich kleinem Maßstab, sodass die "normalen" Menschen deutlich größer wirken als die Hobbits
Manche davon in wirklich kleinem Maßstab, sodass die „normalen“ Menschen deutlich größer wirken als die Hobbits
Und überall schöne Blumen
Und überall schöne Blumen
Ich liebe diese Detailverliebtheit — auch wenn ich den falschen Honig nicht essen würde... ;)
Ich liebe diese Detailverliebtheit — auch wenn ich den falschen Honig nicht essen würde… ;)

Und genau dort hin ging es morgens für uns. Das Autoradio spielte laut den Soundtrack der Filme — die Vorfreude stand uns förmlich ins Gesicht geschrieben. Vor Ort angekommen holten wir uns unsere Tickets am Schalter ab und stiegen in den Bus zu unserer Führung um 10:00 Uhr ein. Zusammen mit Busfahrer „Big John“ und unserem Guide Kelsey ging es auf das gut bewachte Farmland, auf das man nur mit so einer Tour kommt.

Vor Ort wurden wir dann zwei Stunden herumgeführt und Kelsey beschrieb die einzelnen Orte und entsprechenden Szenen, in denen die einzelnen Hobbit-Holes, also die Erdhäuser der Hobbits, gezeigt wurden.

Mit toller Aussicht auf das Tal
Mit toller Aussicht auf das Tal
Was sich wohl hinter der Tür verbirgt? .. ok... nichts!
Was sich wohl hinter der Tür verbirgt? .. ok… nichts!
Selbst das falsche Brot sieht besser aus als das, was wir hier zu kaufen kriegen :D
Selbst das falsche Brot sieht besser aus als das, was wir hier zu kaufen kriegen :D

Während der Wanderung hatten wir auch immer Zeit, die Umgebung zu fotografieren oder vor den Kulissen zu posieren. Allerdings nur von außen, denn das Innenleben der Häuser wurde im Studio gedreht. Geht man durch die runden Türen eines der Häuser, landet man lediglich in einem winzigen Raum aus Beton, in dessen Ecke ein Besen steht.

Zwei kleine Hobbits...
Zwei kleine Hobbits…

Was mich bei der ganzen Tour und all den Erläuterungen Kelseys am meisten beeindruckt hat ist die Akribie und Detailverliebtheit, mit der beim Bau der Kulissen vorgegangen wurde. Beispielsweise wollte Peter Jackson einen von J.R.R. Tolkien nur mit einem Satz beschriebenen Pflaumenbaum mit in die Szene aufnehmen. Dort sollten allerdings Hobbitkinder drunter sitzen, spielen und Pflaumen essen. Da es allerdings keinen von der Größe passenden Pflaumenbaum gab, wurde dort ein Apfelbaum hingestellt. Dieser wurde komplett von allen Blättern und Äpfeln befreit und mit künstlichen Pflaumenblättern und -früchten bestückt. Was für eine Arbeit. Und das Beste: Der Baum ist im Film nur für 1-2 Sekunden und nur im Hintergrund sichtbar!

Das Tal mit dem großen Baum und dem See
Das Tal mit dem großen Baum und dem See

Aber auch allgemein sieht es dort wunderschön aus. Ein Heer von Gärtnern und anderem Personal sorgen dafür, dass das ganze weiterhin so aussieht wie im Film. Es ist einfach erstaunlich, welchen Aufwand so etwas macht, denn die Bauarbeiten dort sollen über 2 Jahre gedauert haben, wobei letztendlich aber nur 12 Drehtage dort stattfanden. Dann allerdings mit fast 400 Mitarbeitern inklusive Trucks für Technik, Unterkunft, Make-Up, Requisiten, Catering und mehr.

Leider kein Zutritt zu Bilbos Haus — anscheinend sind Partyvorbereitungen in Gange...
Leider kein Zutritt zu Bilbos Haus — anscheinend sind Partyvorbereitungen in Gange…
Da braucht man einige Gärtner, damit das alles so aussieht...
Da braucht man einige Gärtner, damit das alles so aussieht…

Insgesamt war die Tour einfach fantastisch. Der Abschluss der Tour bildet ein Besuch des „Green Dragon“, also des örtlichen Lokals im Film. Dort kann jeder kostenlos in den Geschmack eines Bieres, Ginger-Bieres oder Apple Cidre kommen, denn jeder bekommt ein Freigetränk. Wer dort mehr will oder gar essen will, muss natürlich selbst zahlen. Allerdings gibt es auch schon abendliche Touren mit „authentischem“ Essen und sogar für Hochzeiten und dergleichen kann man die Örtlichkeiten mieten.

Vielleicht der Vorgarten zum eigenen zukünftigen Hobbithaus? :D
Vielleicht der Vorgarten zum eigenen zukünftigen Hobbithaus? :D
Ise wollte auch mal hinter verschlossene Türen blicken...
Ise wollte auch mal hinter verschlossene Türen blicken…
Auf guten Käse hätten wir hier auch mal wieder Lust! Aber man kriegt ihn fast nur in größeren Stücken zu kaufen — mehr als wir schaffen würden... :(
Auf guten Käse hätten wir hier auch mal wieder Lust! Aber man kriegt ihn fast nur in größeren Stücken zu kaufen — mehr als wir schaffen würden… :(
Noch einmal gemeinsam vorm Hobbithaus
Noch einmal gemeinsam vorm Hobbithaus
Hier wohnt Samwise Gamgee — ich glaube, er hat sogar kurz durchs Fenster geblickt...
Hier wohnt Samwise Gamgee — ich glaube, er hat sogar kurz durchs Fenster geblickt…
Zum Abschluss noch ein Bier und einen Apple Cider im Green Dragon...
Zum Abschluss noch ein Bier und einen Apple Cider im Green Dragon…
Wie herrlich die in einer Reihe stehen... insgesamt wohl 44 Hobbithäuser!
Wie herrlich die in einer Reihe stehen… insgesamt wohl 44 Hobbithäuser!

So manch einer, den wir getroffen haben, regt sich vielleicht darüber auf, dass die Touristen dort mit den Touren durchgeschleust werden und nicht allein das Gebiet erkunden können. Das stimmt zwar, aber ist wohl aufgrund der Menge an Touristen, die den Ort besichtigen wollen, kaum anders machbar. Auch ist es wichtig, um die Kulissen vor Diebstahl, Vandalismus und allein schon vor dem Zertrampeln des ganzen Grases zu schützen. Nichtsdestotrotz hat man genug Zeit, alles zu fotografieren und auch selbst vor den Häusern zu posieren. Und bei der Größe des ganzen ist der Preis unserer Meinung nach durchaus gerechtfertigt.

Wir sind jedenfalls mächtig froh, auf unserem Abenteuer durch Neuseeland so einen Stopp zu erleben, auch wenn das sicher nicht vergleichbar ist mit den Abenteuern auf der Suche nach Gold und dem Kampf gegen Drachen wie bei Bilbo Beutlin in den Filmen… :)

Beneidende Kommentare sind gern gesehen :P

Sogar Gandalf kam spontan auf ein Foto vorbei...
Sogar Gandalf kam spontan auf ein Foto vorbei…
Danke Hobbiton! Es war fantastisch!
Danke Hobbiton! Es war fantastisch!
Nov12
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Gold und Zitronen

Es hat geklappt! Wir sind wieder unterwegs! Nach unserem Zwangstope in Tairua über das Wochenende war am Montag endlich das ersehnte Radlager per Kurier geliefert und sollte eingebaut werden. Allerdings hat sich dabei rausgestellt, dass auch die Radflansch etwas weg hatte. So wurde auch das Teil noch für den Nachmittag bestellt, aber wie es eben kommen musste — es kam nicht rechtzeitig an. Da das Vorderrad zu dem Zeitpunkt schon abgebaut war, konnten wir natürlich auch schlecht noch zum Campingplatz fahren. Auch wenn der gleich um die Ecke war.

Moby in der Werkstatt
Moby in der Werkstatt

Freundlicherweise hat der Werkstattbetreiber uns dann angeboten, doch einfach auf dem Hof der Werkstatt zu schlafen. So wurde das Rad notdürftig befestigt, um das Auto von der Hebebühne zu fahren und nach draußen. So bekamen wir letztendlich eine kostenlose Übernachtung. An sich war das auch gar nicht so schlecht, weil wir, wenn es am Nachmittag davor geklappt hätte, noch ein ganzes Stück hätten fahren müssen. So wurde dann eine Second-Hand Radflansch etc. gleich morgens eingebaut. Es war dann auch mit $310 (umgerechnet etwa 175 Euro) nicht so teuer, wie wir bereits erwartet hatten, aber dennoch nicht gerade wenig. Wenigstens konnten wir dann gleich noch weiter fahren.

Männerwaschbecken in der Werkstatt — improvisieren bei der Körperpflege :D
Männerwaschbecken in der Werkstatt — improvisieren bei der Körperpflege :D

So führte uns der Tag zuerst nach Whangamata, wo wir wieder einkaufen konnten und unsere Vorräte auffüllen konnten. In Tairua gab es nämlich nur einen Foursquare, einem Zwischending aus großem Konsum und kleiner Kaufhalle. Danach ging es weiter nach Waihi, einer ehemaligen Goldgräber-Stadt, in der auch heute noch Neuseelands größte Goldmine steht. Gold war ja für lange Zeit in Neuseeland neben der Gewinnung und Verarbeitung von Kauri-Holz eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes und hat für viel Zustrom von Siedlern gesorgt. Aber wie vielerorts sind die Tage des erhofften Reichtums durch Schürfen im Fluss auch hier vorbei. Die große Martha-Mine fördert natürlich immer noch Gold, allerdings unter einem ganz anderen technischen Aufwand als zu Beginn der Goldgräberzeit.

Ziemlich groß, diese Mine!
Ziemlich groß, diese Mine!
Bitte lächeln!
Bitte lächeln!

Aber auch in die historische Goldgewinnung kann man hier einen Einblick bekommen und einige Wanderungen durch die Ruinen der ehemaligen Goldwaschanlagen und der alten Minen, Wege und Schienen der Arbeiter machen. So gingen wir einige Routen des Karangahake Gorge Historical Walk entlang, unter anderem durch einen etwa 1km langen verlassenen Bahntunnel, der außer einiger weniger Leuchten quasi komplett dunkel war.

Zwischenstopp am Owharoa Wasserfall
Zwischenstopp am Owharoa Wasserfall
Gleich gehts durch den Tunnel!
Gleich gehts durch den Tunnel!
Es lag leider kein Gold mehr im Wagen
Es lag leider kein Gold mehr im Wagen
In den Stein gehauene Wege der Goldgräber
In den Stein gehauene Wege der Goldgräber
Die alten Minenschächte
Die alten Minenschächte
Wieder zurück am Tageslicht
Wieder zurück am Tageslicht

Danach ließen wir Waihi hinter uns und fuhren in Richtung Paeroa. Paeroa ist die Heimatstadt eines neuseeländischen Klassikers — der L&P-Brause (das Kürzel steht für „Lemon and Paeroa“). Diese Brause schmeckt etwas wie Sprite, ist irgendwie aber auch noch leckerer. Man kriegt die Brause hier überall zu kaufen und findet sie auch in jedem Fast-Food-Laden. Das kleine Örtchen ist natürlich mächtig stolz auf diesen Klassiker und widmete dem Zuckerwasser eine Statue in Form einer riesigen L&P-Flasche.

Wie viele Liter passen da wohl rein?
Wie viele Liter passen da wohl rein?

Der Tag endete für uns sehr entspannt auf einem kostenlosen Campingplatz, wo wir uns abends noch den ersten Teil der Herr-der-Ringe Filme anschauten. Denn am nächsten Tag hatten wir etwas ganz besonderes vor. Aber das gibt’s erst im nächsten Beitrag… :D

Abendliche Entspannung für die Füße im Thermalpool
Abendliche Entspannung für die Füße im Thermalpool