Okt22
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Kiwi, Giraffe und Co.

Nach unserem fantastischen Reitausflug am Sonntag ging das Vergnügen am Montag gleich weiter, denn wir hatten über BookMe, die Schnäppchenseite, günstige Tickets für den Zoo in Auckland bekommen. Also ging es gleich morgens, nachdem ich Stan auf Arbeit abgeliefert habe, gemeinsam in den Zoo. Ise hat uns leckere Lunchboxen mit Sandwiches gemacht und das Wetter sah auch ganz gut aus anfangs.

Dort angekommen wurden wir gleich erstmal vor einer grünen Leinwand fotografiert, um uns später die „Safarifotos“ käuflich erwerben zu können. Dazu aber später mehr…

Der Zoo war einfach wunderschön! Sehr schön gestaltet und aufgeteilt, keine großen Gatter und Zäune, sondern alles sehr natürlich gehalten und eingegrenzt. Ok, bei Löwen, Tigern und Leoparden wurde natürlich alles sehr stark gesichert, sodass man eigentlich nur durch die Glaswände schauen konnte.

Der war sehr fotogen!
Der war sehr fotogen!
Ey, was guckst du?
Ey, was guckst du?
Elegant, wie die durchs Wasser sausen...
Elegant, wie die durchs Wasser sausen…

Die Runde führte uns vorbei an Wallabys, Papageien, Tasmanischen Teufeln, Seelöwen und einigen einheimischen und exotischen Vogelarten bis hin zum Kiwihaus. Die Kiwis, also die Vögel, sind ja quasi das Wahrzeichen Neuseelands, leider aber auch vom Aussterben bedroht. Daher sind die Kiwis, und dieses mal meine ich die Neueseeländer, die sich ja selbst so betiteln, schwer damit beschäftigt, die bestehenden Bestände zu schützen und die Vögel aufzupeppeln und zu vermehren. Ursprünglich hatten diese Tiere hier ja keine natürlichen Feinde, aber da es ja mittlerweile etliche Hunde und andere Räuber in Neuseeland gibt, ist ein flugunfähiger Vogel in Form einer Kiwi, und dieses mal meine ich die Frucht, natürlich im Nachteil.

Psssst! Leise sein! Kiwis sind sehr schreckhaft!
Psssst! Leise sein! Kiwis sind sehr schreckhaft!

Noch dazu sind die Kiwis nachtaktiv und somit schwer zu beobachten. In freier Natur gibt es auch einige Plätze, wo man das kann, aber man braucht schon viel Glück und möglichst eine spezielle Rotlichtlampe und viel Ruhe, da man sie sonst verschreckt. Und so ist das Kiwihaus im Zoo natürlich auch sehr dunkel gehalten und man ist, wenn man von draußen kommt, quasi absolut blind. So haben wir uns langsam vorgetastet in den großen Raum, wo man durch die Glasscheiben die Vögel sehen können soll. Leider waren auch etliche nervige, laute Kinder dort, sodass wir die Hoffnungen schon fast aufgegeben haben.

Sieht aus wie Obst mit Beinen und Schnabel... :D
Sieht aus wie Obst mit Beinen und Schnabel… :D
Ise und der Kiwi
Ise und der Kiwi

Ich habe dann versucht, in der Dunkelheit mit meiner Kamera auf höchster ISO-Empfindlichkeit und langer Belichtung irgendwelche Fotos zu bekommen, wo etwas drauf zu sehen war, hatte aber keinen Erfolg. Irgendwann hat Ise dann aber einen Kiwi gefunden, der an der Scheibe nach Nahrung gesucht hat. Also habe ich eine Weile versucht, Fotos zu machen, leider sehr verrauscht, aber besser als nichts. Wir haben dann auch noch andere Leute zu uns gerufen, um ihnen den Vogel zu zeigen. Nachdem sich die Augen immer mehr an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte man auch immer besser sehen.

Das hat uns schon echt glücklich gemacht, denn einen Kiwi wollten wir schon immer mal sehen und stand auf unserer ToDo-Liste. Voll im Kiwifieber gings dann auch weiter durch den Zoo. So sind wir dann noch an den schönen Giraffen, Zebras, Elefanten und letztendlich an den „Kunekune-Schweinen“ vorbeigekommen. „Kunekune“ ist Maori und bedeutet „fett und rund“ und genau so sahen die Schweine auch aus. Echt knuffig.

Die günstige Backpacker-Alternative zum Elefantenreiten
Die günstige Backpacker-Alternative zum Elefantenreiten
Auch mal am Hintern schnüffeln...
Auch mal am Hintern schnüffeln…
Fett und rund... also die Schweine
Fett und rund… also die Schweine

Zum Abschluss konnten wir noch an der Tigerfütterung teilhaben und sind dann irgendwann in Richtung Ausgang gegangen. Dort wollte uns dann ein netter Herr gleich noch eine Mappe mit unseren Erinnerungsfotos andrehen, für ganze $40. Dafür sahen die Fotos aber echt grottig aus und waren nichtmal auf Fotopapier gedruckt, sodass wir dankend ablehnten. Generell hätten wir niemals so viel Geld für so etwas ausgegeben.

Der Rest der Woche verlief auch ganz gut. Ise und ich konnten ein paar Tage arbeiten und durften einen Schacht ausgraben. Dazu hatten wir einen großen Aufbruchhammer, der uns durch den Beton bringen sollte. Anders als vorhergesehen war dieser aber teilweise über 15cm dick und darunter wurde es nicht besser, denn es wartete vulkanisches Gestein auf uns. So zog sich die Arbeit dann auch über zwei Tage hin und wir waren abends absolut fertig von den ganzen Vibrationen und Ise vom Wegtragen und Umfüllen der ganzen Eimer in große Müllsäcke. Denn dämlicherweise seltsamerweise hatte Stan keinen Container bestellt, sondern meinte, es soll alles in die Säcke, damit es später als Füllmaterial genutzt werden kann.

Die zwei von der Baustelle
Die zwei von der Baustelle
Ise nach getaner Arbeit
Ise nach getaner Arbeit

Aber naja, wenigstens konnten wir uns so noch etwas Geld verdienen für unsere Reise — und das können wir wirklich gut gebrauchen, denn Neuseeland ist nicht gerade günstig und wir wollen ja viel unternehmen.

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