Okt16
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Urlaub am Lake Taupo

Ihr denkt euch sicher gerade: „Wie jetzt, Urlaub? Machen die denn sonst was anderes?“… und ihr habt sicher recht. Wir sind ja hier, um zu reisen und zu erleben. Und sind dabei immer mit unserem Van unterwegs und schlafen auf Campingplätzen und so weiter. Stimmt alles. Dennoch hatten wir letztes Wochenende mal eine etwas andere Art von Urlaub. Denn unser „Gastgeber“ Stan hat uns eingeladen, mit ihm und seinem Sohn nach Taupo zu fahren, der kleinen Stadt am gleichnamigen See im Zentrum Neuseelands. Okay, er hatte auch eigentlich kaum eine andere Wahl, schließlich müssen wir ihn ja fahren. Grund des Urlaubs war nämlich ein Fußballturnier von Thomas.

So ging es am Donnerstag früh los mit dem Auto, allerdings bei Regen und Wolken. Doch je näher wir Taupo kamen, umso besser wurde das Wetter, sodass wir dann das ganze Wochenende echt atemberaubend tolles Wetter hatten. Auf dem Hinweg haben wir dann auch gleich an den „Huka Falls“ angehalten, einem großen Wasserfall mit türkisblauem Wasser. Dieser ist auch sehr bekannt und ein richtiger Touristenmagnet, sodass dort etliche Leute rumgelaufen sind.

Mit dem Kajak sollten es hier nur Profis versuchen...
Mit dem Kajak sollten es hier nur Profis versuchen…
Die berühmten Huka Falls
Die berühmten Huka Falls
Obligatorisches Foto
Obligatorisches Foto

In Taupo haben wir dann in einem tollen kleinen Hotel direkt am See eingecheckt. Für Verpflegung mussten wir natürlich selbst sorgen, aber es gab auch eine voll ausgestattete kleine Küche. Außerdem gab es im Zimmer sogar einen Whirlpool, da waren wir aber nicht drin. Einfach, weil es nicht nötig war. Denn nachdem wir unsere Sachen ausgeladen haben und Stan und Thomas am Skatepark abgeladen haben, ging es gleich weiter zum Thermal Hot Spa. Denn in Taupo gibt es unten am Fluss eine Quelle mit Wasserfall, aus der warmes bis heißes Wasser strömt und dann mehrere kleine Becken füllt, bis es in den Fluss fließt. Und je näher man am Fluss ist, umso kühler wird es natürlich. Dort kann man dann einfach in Badesachen rein schlüpfen und sich zurücklehnen. Uns hat es dort sogar so gut gefallen, dass wir am nächsten Tag gleich nochmal dort waren.

Ise, die kleine Meerjungfrau
Ise, die kleine Meerjungfrau
Wir waren nicht die einzigen, die dort entspannen wollten...
Wir waren nicht die einzigen, die dort entspannen wollten…
Sexiest man <strike>alive</strike> under the waterfall...
Sexiest man alive under the waterfall… :D

Am nächsten Tag war Thomas dann mit seinen Freunden unterwegs und auch Stan war anders beschäftigt, sodass wir das Auto nehmen und etwas die Gegend erkunden konnten. So waren wir dann bei einem Staudamm, welcher alle zwei Stunden geöffnet wird und das ansonsten leere Flussbett dann stark überflutet. Ein toller Anblick. Außerdem ging es dann noch ins Volcanic Activity Centre, einer Art Museum zum Thema Vulkane und Erdbeben, wovon es in Neuseeland ja unzählige gibt.

Erst war hier gar kein Wasser, dann ganz viel!
Erst war hier gar kein Wasser, dann ganz viel!
Volcanic Activity Centre
Volcanic Activity Centre

Am Samstag wollten wir eigentlich auch weiter umherfahren und wandern, uns aber auch ein Fußballspiel von Thomas ansehen. Denn der hat an einem riesigen Turnier teilgenommen mit Vereinen aus dem ganzen Land. In einem riesigen Park waren dann über 10 Fußballfelder eingekreidet und unzählige Zelte aufgebaut. Es sollen wohl über 1500 Kinder nebst Familien da gewesen sein, die dort gekickt, gegrillt und gefeiert haben. Für Thomas war der Spaß allerdings schnell vorbei, denn schon im ersten Spiel hat er sich schwer den Knöchel verstaucht, sodass wir gleich mit ihm ins Krankenhaus mussten. So haben wir dann einige Stunden am Samstag dort im Krankenhaus verbracht.

Abends sind wir dann noch in die botanischen Gärten der Stadt gegangen, um uns dort die Blumen und Pflanzen anzugucken. Aber ehrlich gesagt hatten wir uns das spektakulärer vorgestellt. Und am Abend wollten wir uns dann mal richtig etwas gönnen und uns ein paar Rindersteaks auf den Grill hauen. Denn da Neuseeland so abgeschieden liegt, sind hier die Lebensmittelpreise immer stark vom Angebot abhängig. So kostet je nach Saison ein halbes Kilo Kirschtomaten bis zu 20 Euro. Da es allerdings hier viele Rinder gibt, gibt es beispielsweise ca. 750g Rumpsteak vom Rind für schlappe 5-6 Euro zu kaufen. Und selbst Rinderfilet ist vergleichsweise günstig.

Blumenpracht im botanischen Garten
Blumenpracht im botanischen Garten
Und noch mehr Blumen
Und noch mehr Blumen

So gönnten wir uns ein tolles Abendessen, indem wir uns eine Packung Steaks, ein paar Kartoffeln für die Mikrowelle und etwas Sour Cream holten. Das ganze dann perfekt medium auf dem Grill zubereitet. Dazu dann eine neuseeländische Zitronenlimonade. Was kann es besseres geben? Und dann noch dieser Ausblick… Diese Backpacker, die lassen es sich ganz schön gut gehen, wa? :D Naja ok dafür leben wir die meiste andere Zeit dann aber sehr günstig und essen oft sogar nur billige Instant-Nudeln. Geht schnell und ist unschlagbar günstig. Und hat laut Packung auch ganz viele Kalorien (und sicher ganz viel ganz gesundes Glutamat und andere lebensverlängernde Zusätze…)

Speisen wie die Könige...
Speisen wie die Könige…

Am Abend sind wir dann auch noch schön im hoteleigenen Pool schwimmen gewesen, wie eigentlich jeden Abend. Denn der Pool hatte ca. 42 Grad und war somit echt warm. Das ganze wird wohl geothermisch erhitzt, denn direkt vorm Hotel lief ein kleines Bächlein direkt in den See. Das Wasser dort war echt heiß, sodass es die ganze Zeit gedamft hat.

Entspannung im Hotelpool
Entspannung im Hotelpool bei Sonnenuntergang
Heiß trifft kalt
Heiß trifft kalt

Am Sonntag hatten wir Vormittags dann nochmal etwas Zeit für uns, so konnten wir etwas am Ufer des großen Sees entspannen. Wir haben uns dann auch gleich im Golfen versucht, denn dort am Wasser gibt es eine „Hole in One Challenge“, wo man versuchen muss, Golfbälle vom Ufer aus auf eine ca. 100m entfernte Plattform zu schlagen und direkt einzulochen. Trifft man die Plattform, kriegt man gratis einen neuen Ball. Schafft man das Unmögliche und versenkt den Ball mit einem Schlag, gibt es ganze $10000 als Gewinn. Obwohl wir nie Golfschläger in der Hand hatten, wollten wir unser Glück dennoch versuchen. Luise hat nach gefühlten 100 Schwüngen in die Luft, ohne den Ball auch nur zu berühren, aufgegeben und mir ihre restlichen Bälle gegeben. Ich konnte auch einige gute Schläge machen, die dann nah an die Plattform gingen, allerdings weder drauf, geschweige denn bis ins Loch. Angeblich wird der „Jackpot“ aber auch durchschnittlich alle zwei Wochen geknackt, aber das kann auch nur ein Werbetrick sein, um mehr Leute zu motivieren, es zu versuchen.

Miserable Haltung...
Miserable Haltung…
... bei uns beiden!
… bei uns beiden!
Die Plattform in der Ferne...
Die Plattform in der Ferne…

Insgesamt war es ein echt wundervolles Wochenende in Taupo! Wir sind Stan echt dankbar, dass er uns das ermöglicht hat und uns dahin mitgenommen hat. Wir werden auf unserer Reise sicher nochmal durch Taupo kommen, aber bleiben dann sicher nicht mehr sehr lange, denn wir haben ja schon vieles gesehen.

Auf Wiedersehen, Taupo!
Auf Wiedersehen, Taupo!

 

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