Okt09

An die Brassen, Seemann!

Wie der  Titel und die Fotos des letzten Beitrags ja schon angedeutet und gezeigt haben, gibt es in Auckland unzählige Boote und Segelschiffe. Das ist neben Rugby gucken wohl das Lieblingshobby der Kiwis. Und was wäre das für eine Auslandserfahrung für uns, wenn wir nicht auch mindestens einmal segeln gewesen wären. So buchten wir am Wochenende eine Segeltour und waren schon den ganzen Sonntag morgen aufgeregt, wie das wohl werden wird. Laut Beschreibung kann man sich auf dem Segelschiff auch einfach zurück lehnen und sich bei Kaffee, Tee oder heißer Schokolade den Wind um die Ohren wehen lassen. Oder aber man hilft der Crew dabei, das Boot zu steuern. Wann sagt man jetzt eigentlich Boot und wann Schiff? Egal…

Nach dem Mittag sind wir dann in die Stadt gefahren und haben uns unsere „Boarding Passes“ abgeholt. Da wir früh dran waren, konnten wir noch ein wenig rumsitzen und das Treiben im Hafenbecken beobachten. Da sonst niemand da war, dachten wir schon, dass wir ganz alleine mit der Crew sein würden. Eigentlich hofften wir sogar, dass es so wird, denn dann kann man mehr machen und sich besser mit der Crew unterhalten.

Kurz bevor es dann losgehen sollte, kam allerdings eine größere Gruppe chinesischer Touristen an, die natürlich auch kaum ein Wort englisch konnten und somit ihren eigenen Übersetzer dabei hatten. Diese hatten eigentlich auch ein eigenes Boot gebucht, aber aufgrund der Anzahl Leute wurden sie aufgeteilt, sodass wir nun doch 9 Chinesen mit im Boot hatten. Schade, dabei hatten wir uns schon so gefreut, allein zu sein.

Letztendlich ging es dann an Bord und unser Skipper erklärte uns das Nötigste sowie die Sicherheitsvorschriften, während sein Assistent (Bootsmann?) die Getränke und Snacks vorbereitet hat. Und natürlich musste der Übersetzer jedes der Worte dann auch noch lautstark übersetzen. Das war dann schon etwas nervig und unsere Stimmung hielt sich in Grenzen. Einfach, weil man das ganze dann nicht so wirklich genießen konnte.

Unser Segelboot, die "Defiance"
Unser Segelboot, die „Defiance“
Auf Kommando ziehen!
Auf Kommando ziehen!

Nachdem wir allerdings dann den Hafen verlassen hatten und die Segel gehisst haben, war all das verflogen und wir hatten viel Spaß. Der Skipper ließ jeden, der mochte, einmal ans Steuer. Da die Chinesen aber nichts verstanden haben, durften sie nur kurz geradeaus steuern, während die anderen Fotos machen konnten. Da wir uns allerdings recht gut mit dem Skipper unterhalten konnten und seine Kommandos verstehen konnten, durften wir auch mehr machen. So durfte ich an der Winde die Fock, also das Vorsegel, straffen und lösen, wenn wir gekreuzt haben. Ise stand dabei fleißig am Steuer und durfte entsprechend lenken. Anschließend war auch ich dann dran mit steuern.

Ise in Aktion
Ise in Aktion
Ich durfte auch mal...
Ich durfte auch mal…
Küsschen!
Küsschen!
Die Stadt in der Ferne
Die Stadt in der Ferne

Es war schon ein echt tolles Gefühl, den Wind zu spüren und am Steuer zu stehen und das Boot auf Kurs zu halten. Denn schon leichte Drehungen am Steuerrad resultierten darin, dass das Boot entweder weniger Wind bekam und langsamer wurde, oder stärker im Wind stand, beschleunigte und sich dabei auch deutlich schräger stellte. Und wie ihr seht, einige Segelbegriffe haben wir nun auch schon drauf! Insgesamt also ein wirklich gelungener Tag. Leider war es bewölkt und vom Wetter her nicht so schön. Dafür gab es guten Wind, und der ist ja beim Segeln essentiell. Wenn man also in Zukunft die nötige Zeit, Gelegenheit und natürlich das entsprechende Kleingeld hat, kann ich mir sowas schon gut als Hobby vorstellen. Ist sicher spannender als Golf (das spielen die Kiwis übrigens auch sehr gern).

Die Steuerfrau hält eisern den Kurs!
Die Steuerfrau hält eisern den Kurs!
Ganz schön schräg...
Ganz schön schräg…

Am Tag davor, also am Samstag, waren wir übrigens wie angekündigt beim Mini-Golf. Das Ganze war in einem großen Einkaufszentrum, wo echt viele Leute rumgelaufen sind. Ist wohl auch das größte in ganz Auckland mit haufenweise Geschäften. Beim Mini-Golf hat dann Luise knapp gewonnen, mit einem einzigen Punkt Vorsprung. Allerdings hat sie wohl auch die Punktzahl bei einem Loch nicht aufgeschrieben, sodass wir nur 17 Löcher zusammenzählen konnten. Sie hat bestimmt ein Loch vergessen, wo ich besser war als sie und somit gewonnen hätte… ;) Aber nein, sie hat schon verdient gewonnen. Und mir dabei auch nicht einmal den Schläger ins Gesicht gehauen… :D

Around the World Mini Golf
Around the World Mini Golf
AHHHH!
AHHHH!
Die Stadt der Liebe
Die Stadt der Liebe
Lass los!
Lass los!
Sogar nach South Dakota ging es
Sogar nach South Dakota ging es
Ich hatte mir die Pyramiden größer vorgestellt...
Ich hatte mir die Pyramiden größer vorgestellt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.