Okt03
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The city of sails

Nach nun ein paar Tagen gibt es mal wieder ein Update von uns. Die letzte Woche war ziemlich voll gepackt, sodass ich nicht zum Schreiben gekommen bin.

Wir sind ja nun in Auckland und haben eine tolle Zeit! Unser Gastgeber Stan ist echt nett und zuvorkommend und auch die Stadt gefällt uns. Wir sind ja normalerweise nicht so an Städten interessiert, aber Auckland ist schön anzusehen und man kann hier viel unternehmen. Bei den täglichen Chauffeurdiensten fahren wir auch immer über die Harbour Bridge und bekommen so eine gute Aussicht auf die Skyline der Stadt. In unserer ersten Woche hier konnten wir uns erstmal gut entspannen und uns auf den nächsten Teil der Reise vorbereiten. Wir verbringen viel Zeit damit, Ziele und Sehenswürdigkeiten zu recherchieren und zu notieren, damit wir, wenn wir erst einmal unterwegs sind und vielleicht auch mal kein Internet haben, trotzdem immer wissen, was wir wo unternehmen und sehen können, weil wir auf unserer ersten Reise zeitweise ohne Internet waren und zum Beispiel Preise und Öffnungszeiten nur schwer rausfinden konnten.

Nur wenige Meter von der Wohnung entfernt...
Nur wenige Meter von der Wohnung entfernt…
Beach-Selfie
Beach-Selfie
Auch mal Kind sein...
Auch mal Kind sein…

Aber wir sitzen natürlich nicht nur drinnen rum, sondern verbringen auch viel Zeit draußen. Wir wohnen hier nur wenige Meter vom Strand entfernt und konnten so schon einige schöne Spaziergänge am Abend machen. Auch in die Innenstadt sind wir schon gelaufen, um den Sky Tower und anderes zu besichtigen. Das war schon ein ganz schöner Fußmarsch mit ca. 14 Kilometer durch die Stadt, aber es hat sich gelohnt. Wir haben auch schon eine gemütliche Fahrradtour gemacht.

Sky tower!
Sky tower!
Was nicht passt, wird passend gemacht
Was nicht passt, wird passend gemacht
Victoria Park
Victoria Park
Entspannen am Wasser
Entspannen am Wasser

Gegen Ende der letzten Woche kam dann auch Stans Sohn Thomas (11) vorbei und blieb das Wochenende bei uns. Wir hatten ein gemeinsames Barbeque mit Burgern und Würstchen, was unsere anfänglichen Erfahrungen zum Thema Bratwurst nur bestätigt hat. Die Neuseeländer können das einfach nicht so richtig! Aber vielleicht finden wir ja noch bessere Sorten… ;)

Das Wochenende wollten wir dann auch weiter nutzen, um ein wenig etwas von der Umgebung zu sehen, so ging es Samstagmorgen zum Hafen, wo wir die Fähre nach Rangitoto Island genommen haben. Rangitoto Island ist der jüngste Vulkan in der Umgebung von Auckland und ist erst vor ca 500-600 Jahren durch einen Ausbruch entstanden. Mittlerweile ist die Insel und der Krater grün überwachsen und vom Hafen aus gut zu sehen.

Ausblick von der Fähre
Ausblick von der Fähre
Angekommen
Angekommen
Rangitoto Island
Rangitoto Island

Dort angekommen ging es dann auf eine ziemlich steile Wanderung bis auf den Gipfel, von wo aus man eine tolle Aussicht auf die Stadt und die ganzen anderen Inseln und Buchten hat. Hinterher sind wir dann außen an der Insel entlang zurück zur Fähre gewandert, das waren insgesamt auch schon so 13km. Also alles eine gute Vorbereitung für unsere kommenden Wanderungen.

Echt vulkanisch...
Echt vulkanisch…
Die Stadt in der Ferne
Die Stadt in der Ferne
Auckland Skyline
Auckland Skyline
Ganz oben angekommen — und der Ausblick hat sich gelohnt!
Ganz oben angekommen — und der Ausblick hat sich gelohnt!
Der Leuchtturm
Der Leuchtturm
Da oben waren wir
Da oben waren wir
Sturmfrisur auf dem Weg zurück
Sturmfrisur auf dem Weg zurück
Ausblick auf die Stadt
Mit bester Aussicht
Bitte Lächeln!
Bitte Lächeln!

Eigentlich wollten wir am Sonntag dann mit Stan, Thomas sowie Stans Bruder und Familie zum Strand, allerdings wurde sich da umentschieden und wir sind zum Victoria Park in die Stadt gefahren. Die Kinder konnten sich dort am Skatepark etwas austoben, während wir uns mit allen unseren Reisebroschüren und Flyern in den Park gesetzt haben und uns vorbereitet haben.

Nach dieser Lesestunde sind wir dann zu zweit in Richtung Hafen gelaufen, um dann dort bei bestem Wetter an den Restaurants, Booten und Straßenmusikern vorbei zu schlendern. Hier gibts übrigens auch Autos von Red Bull, wo man kostenlose Dosen Zuckerwasser abstauben kann… :D

Da wir uns erst für später mit Stan wieder verabredet hatten, wollten wir noch etwas zum Mittag essen. Stan meinte, da gibt’s überall Fish and Chips und so dachten wir, dass wir einen günstigen Snack bekommen. Falsch gedacht, denn überall, wo wir geschaut haben, hätte eine Portion etwa 25$, also 14 Euro, gekostet. Das fanden wir schon etwas happig. Nachdem wir etwas weiter gesucht haben, haben wir dann ein tolles Restaurant gefunden, wo es vergleichsweise günstig auch Burger gab. So entschlossen wir uns, dort Mittag zu essen und wir wurden nicht enttäuscht, denn die Burger gehören zu den Besten, die wir je hatten! Noch dazu die tolle Aussicht auf die vielen Schiffe und Segelboote. Ein Klasse Tag!

Best Burger in Town
Best Burger in Town — mit Fried Pickles und Fried Onions
Roasted Chicken Burger für Ise
Roasted Chicken Burger für Ise

Anfang der nächsten Woche ist Thomas dann aber abgereist, da er mit seiner Mutter und Freunden nach Norden zum Cape Reinga wollte, um dort die Schulferien zu verbringen. So hatten wir die Bude wieder für uns, als Stan arbeiten war. Und als wir dann in der Wohnung saßen, klingelte es plötzlich an der Tür — es war der Postbote, der uns unsere bestellten Schlafsäcke zustellte. Wir haben nämlich schon eine Weile nach Schlafsäcken für unsere Reise gesucht. Allerdings fanden wir die Preise, für die einige andere Backpacker ihre verkaufen wollten, zu teuer. Letztendlich haben wir uns also welche bei TradeMe, quasi dem eBay für Neuseeland, bestellt. Diese waren echt günstig, halten gut warm, und als allerbestes: Man kann sie mit den Reißverschlüssen verbinden, um einen großen Pärchen-Kuschel-Schlafsack zu bekommen.

Liegeprobe
Liegeprobe

Plötzlich bekam ich dann eine SMS von Stan, der fragte, ob ich an dem Tag früher vorbei kommen könnte, denn es gäbe etwas Arbeit. So bin ich dann schon früher hin und wir durften zu fünft Styropor schleppen. Ich dachte mir auch erst, dass Styropor ja eigentlich nicht so schwer sein kann, dass man dafür fünf Leute braucht. Allerdings waren das riesige Blöcke von ca. 5m Länge, 1,20m Breite und 60cm Höhe, die dann auch noch aus extra dichtem Styropor gefertigt waren. Die ganzen Blöcke sollten nämlich als Füllmaterial für das Bauprojekt, einen großen Freizeitbereich im Garten des Kunden, dienen.

Da ich mich anscheinend gut angestellt habe, wurde ich kurzerhand auch für die nächsten Tage eingestellt und konnte so unsere Reisekasse etwas aufstocken. Ise konnte sich währenddessen weiter mit der Reiseplanung beschäftigen und mit Gartenarbeit Geld für uns verdienen. Am Donnerstag haben wir uns dann kurzerhand entschieden, Stan mit einem Abendessen zu überraschen, so machten wir selbstgemachte Lasagne und Ise zauberte ein tolles Orangen-Tiramisu als Dessert. Wir haben hier im Garten nämlich einen eigenen Orangenbaum stehen, der voller leckerer Früchte hängt. Außerdem haben wir uns nun auch ein gemeinsames Konto hier bei der Kiwibank eröffnet, um im Supermarkt und an den Tankstellen zukünftig nicht mehr nur mit Bargeld bezahlen zu müssen.

Am Freitag gings dann nochmal raus zur Arbeit. Dieses mal sollte ich aber im Haus einer Frau auf dem Dachboden Dämmmaterial verlegen. Das war schon ziemlich warm und anstrengend, da man immer nur auf den dünnen Balken balancieren und knien musste, um die Glaswolle zu verlegen. Allerdings war es ein sehr lukrativer Tag und eine tolle Woche. In der nächsten Woche gibt’s für uns beide dann wohl auch noch mehr Arbeit. Das passt uns auch echt gut, denn so haben wir dann in den Sommermonaten mehr Zeit und Geld zum Reisen.

Jetzt ist es gerade Samstag Vormittag und wir haben wieder etwas mehr Zeit. Heute früh lief im TV das Rugby-Spiel zwischen Neuseeland und Georgien. Aktuell ist ja in Großbritannien die Weltmeisterschaft und die Kiwis hier sind alle verrückt nach Rugby und hoffen, dass die All Blacks, also die neuseeländische Nationalmannschaft, ihren Titel verteidigen können. Wir finden Rugby auch echt spannend, aber wir verstehen ehrlich gesagt die Regeln noch nicht wirklich. In Deutschland werden wohl auch einige Spiele bei Eurosport übertragen.

Heute wollen wir dann noch zum Mini-Golf, denn Ise hat eine Seite entdeckt, wo man echt gute Deals auf viele Unternehmungen bekommt. Und da heute auch das Wetter nicht ganz so gut aussieht, wollen wir mal zur überdachten Minigolf-Anlage „Around the World“. Und dann gibt’s bald auch den nächsten Bericht… ;)

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