Dies ist das Archiv - Monat: Oktober 2015

Viel Spaß beim Stöbern!

Okt22
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Kiwi, Giraffe und Co.

Nach unserem fantastischen Reitausflug am Sonntag ging das Vergnügen am Montag gleich weiter, denn wir hatten über BookMe, die Schnäppchenseite, günstige Tickets für den Zoo in Auckland bekommen. Also ging es gleich morgens, nachdem ich Stan auf Arbeit abgeliefert habe, gemeinsam in den Zoo. Ise hat uns leckere Lunchboxen mit Sandwiches gemacht und das Wetter sah auch ganz gut aus anfangs.

Dort angekommen wurden wir gleich erstmal vor einer grünen Leinwand fotografiert, um uns später die „Safarifotos“ käuflich erwerben zu können. Dazu aber später mehr…

Der Zoo war einfach wunderschön! Sehr schön gestaltet und aufgeteilt, keine großen Gatter und Zäune, sondern alles sehr natürlich gehalten und eingegrenzt. Ok, bei Löwen, Tigern und Leoparden wurde natürlich alles sehr stark gesichert, sodass man eigentlich nur durch die Glaswände schauen konnte.

Der war sehr fotogen!
Der war sehr fotogen!
Ey, was guckst du?
Ey, was guckst du?
Elegant, wie die durchs Wasser sausen...
Elegant, wie die durchs Wasser sausen…

Die Runde führte uns vorbei an Wallabys, Papageien, Tasmanischen Teufeln, Seelöwen und einigen einheimischen und exotischen Vogelarten bis hin zum Kiwihaus. Die Kiwis, also die Vögel, sind ja quasi das Wahrzeichen Neuseelands, leider aber auch vom Aussterben bedroht. Daher sind die Kiwis, und dieses mal meine ich die Neueseeländer, die sich ja selbst so betiteln, schwer damit beschäftigt, die bestehenden Bestände zu schützen und die Vögel aufzupeppeln und zu vermehren. Ursprünglich hatten diese Tiere hier ja keine natürlichen Feinde, aber da es ja mittlerweile etliche Hunde und andere Räuber in Neuseeland gibt, ist ein flugunfähiger Vogel in Form einer Kiwi, und dieses mal meine ich die Frucht, natürlich im Nachteil.

Psssst! Leise sein! Kiwis sind sehr schreckhaft!
Psssst! Leise sein! Kiwis sind sehr schreckhaft!

Noch dazu sind die Kiwis nachtaktiv und somit schwer zu beobachten. In freier Natur gibt es auch einige Plätze, wo man das kann, aber man braucht schon viel Glück und möglichst eine spezielle Rotlichtlampe und viel Ruhe, da man sie sonst verschreckt. Und so ist das Kiwihaus im Zoo natürlich auch sehr dunkel gehalten und man ist, wenn man von draußen kommt, quasi absolut blind. So haben wir uns langsam vorgetastet in den großen Raum, wo man durch die Glasscheiben die Vögel sehen können soll. Leider waren auch etliche nervige, laute Kinder dort, sodass wir die Hoffnungen schon fast aufgegeben haben.

Sieht aus wie Obst mit Beinen und Schnabel... :D
Sieht aus wie Obst mit Beinen und Schnabel… :D
Ise und der Kiwi
Ise und der Kiwi

Ich habe dann versucht, in der Dunkelheit mit meiner Kamera auf höchster ISO-Empfindlichkeit und langer Belichtung irgendwelche Fotos zu bekommen, wo etwas drauf zu sehen war, hatte aber keinen Erfolg. Irgendwann hat Ise dann aber einen Kiwi gefunden, der an der Scheibe nach Nahrung gesucht hat. Also habe ich eine Weile versucht, Fotos zu machen, leider sehr verrauscht, aber besser als nichts. Wir haben dann auch noch andere Leute zu uns gerufen, um ihnen den Vogel zu zeigen. Nachdem sich die Augen immer mehr an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte man auch immer besser sehen.

Das hat uns schon echt glücklich gemacht, denn einen Kiwi wollten wir schon immer mal sehen und stand auf unserer ToDo-Liste. Voll im Kiwifieber gings dann auch weiter durch den Zoo. So sind wir dann noch an den schönen Giraffen, Zebras, Elefanten und letztendlich an den „Kunekune-Schweinen“ vorbeigekommen. „Kunekune“ ist Maori und bedeutet „fett und rund“ und genau so sahen die Schweine auch aus. Echt knuffig.

Die günstige Backpacker-Alternative zum Elefantenreiten
Die günstige Backpacker-Alternative zum Elefantenreiten
Auch mal am Hintern schnüffeln...
Auch mal am Hintern schnüffeln…
Fett und rund... also die Schweine
Fett und rund… also die Schweine

Zum Abschluss konnten wir noch an der Tigerfütterung teilhaben und sind dann irgendwann in Richtung Ausgang gegangen. Dort wollte uns dann ein netter Herr gleich noch eine Mappe mit unseren Erinnerungsfotos andrehen, für ganze $40. Dafür sahen die Fotos aber echt grottig aus und waren nichtmal auf Fotopapier gedruckt, sodass wir dankend ablehnten. Generell hätten wir niemals so viel Geld für so etwas ausgegeben.

Der Rest der Woche verlief auch ganz gut. Ise und ich konnten ein paar Tage arbeiten und durften einen Schacht ausgraben. Dazu hatten wir einen großen Aufbruchhammer, der uns durch den Beton bringen sollte. Anders als vorhergesehen war dieser aber teilweise über 15cm dick und darunter wurde es nicht besser, denn es wartete vulkanisches Gestein auf uns. So zog sich die Arbeit dann auch über zwei Tage hin und wir waren abends absolut fertig von den ganzen Vibrationen und Ise vom Wegtragen und Umfüllen der ganzen Eimer in große Müllsäcke. Denn dämlicherweise seltsamerweise hatte Stan keinen Container bestellt, sondern meinte, es soll alles in die Säcke, damit es später als Füllmaterial genutzt werden kann.

Die zwei von der Baustelle
Die zwei von der Baustelle
Ise nach getaner Arbeit
Ise nach getaner Arbeit

Aber naja, wenigstens konnten wir uns so noch etwas Geld verdienen für unsere Reise — und das können wir wirklich gut gebrauchen, denn Neuseeland ist nicht gerade günstig und wir wollen ja viel unternehmen.

Okt18
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Hü, Pferdchen, Hü!

Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit fliegt, wenn man fleißig und beschäftigt ist. Denn diese Woche hat uns Stan wieder einige Arbeit auf dem Bau besorgt, wobei auch Ise mit helfen konnte. Wir durften ein großes Loch buddeln und Ise die ganzen Eimer ausleeren :D Und dann noch viele andere Aufgaben auf der Baustelle. Und zack war das Wochenende schon wieder ran und wir wollten wieder etwas unternehmen.

Dieses Wochenende ging es mit Stan und Thomas nämlich wieder zur Farm von Karen und Oliver. Die haben aktuell auch drei weitere Helfer, sodass das Haus richtig voll war, da wir alle dort übernachten wollten. Da ja drinnen kein Platz für alle war, haben wir uns auch bereit erklärt, die Nacht wieder in unserem Moby zu verbringen. Der ist jetzt nämlich auch mit Wachstuch und Gardinen ausgestattet, um den Komfort noch weiter zu heben. Fotos gibts auch bald noch, bevor wir weiter reisen. Dann auch mit Bildern vom Bett selbst.

Am Abend haben wir dann gemeinsam ein großes Barbeque gemacht. Dafür haben wir mit Stan nachmittags gleich noch Würstchen gekauft und ich konnte mein Gespür für gute Fleisch- und Wurstwaren einsetzen und habe richtig leckere Rindsbratwürstchen und scharfe Hühnerwürstchen gekauft. Die waren dann deutlich besser als alle bisher probierten „Sausages“. Lecker! So konnten wir uns am Abend noch gut mit den anderen Backpacker-Helfern austauschen und einen gemütlichen Abend verbringen. Am nächsten Morgen gings dann wieder früh raus, denn der eigentliche Grund der Übernachtung war das Rugby-Spiel am Sonntagmorgen. Denn heute früh sind die „All Blacks“, also die neuseeländische Nationalmannschaft, gegen das Team aus Frankreich im Viertelfinale der WM angetreten. So saß die ganze Familie morgens auf der Couch und hat fleißig Fernsehen geschaut. Und wir wurden mit einem tollen Rekordsieg der All Blacks mit einem Punktestand von 62:13 belohnt. So mussten die französischen Helfer nicht mehr bangen, vom Grundstück geworfen zu werden.

Der Nachmittag bot dann das Highlight des Tages für uns beide, denn wir hatten einen Ausflug per Pferd am Muriwai Beach gebucht. Dort waren wir dann in einer Gruppe von 12 Leuten, wurden alle mit Helm und Warnweste ausgestattet und bekamen dann unsere Pferde zugewiesen.

Luise auf "Sophie"
Luise auf „Sophie“
Aus der Reiterperspektive
Aus der Reiterperspektive

Dann ging es mit der Gruppe durch Wald und Wiesen zum Strand und konnten dann am Strand entlang reiten. Das war schon ein echt tolles Erlebnis! Wer mochte, konnte dann auch auf einigen Strecken ein wenig galoppieren. Auf einem steilen Hang war das dann schon eine kleine Herausforderung. Aber es war einfach nur toll, dabei dann auch den Strand, die Natur und die Aussicht zu genießen. Nach zwei Stunden war der Spaß leider schon wieder vorbei. Aber ich freue mich schon aufs nächste mal reiten.

Pferdeselfie
Pferdeselfie
Flori und "Big Mac" ... wie passend :D
Flori und „Big Mac“ … wie passend :D

Jetzt beginnt hier auch unsere letzte Woche in Auckland. Morgen wollen wir in den Zoo und den Rest der Woche können wir noch etwas arbeiten. Und danach darf Stan auch wieder Auto fahren und wir werden wieder in unserem Reisemobil durch Neuseeland touren. Und wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!

Bye bye, Pferdchen! War toll!
Bye bye, Pferdchen! War toll!
Okt16
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Urlaub am Lake Taupo

Ihr denkt euch sicher gerade: „Wie jetzt, Urlaub? Machen die denn sonst was anderes?“… und ihr habt sicher recht. Wir sind ja hier, um zu reisen und zu erleben. Und sind dabei immer mit unserem Van unterwegs und schlafen auf Campingplätzen und so weiter. Stimmt alles. Dennoch hatten wir letztes Wochenende mal eine etwas andere Art von Urlaub. Denn unser „Gastgeber“ Stan hat uns eingeladen, mit ihm und seinem Sohn nach Taupo zu fahren, der kleinen Stadt am gleichnamigen See im Zentrum Neuseelands. Okay, er hatte auch eigentlich kaum eine andere Wahl, schließlich müssen wir ihn ja fahren. Grund des Urlaubs war nämlich ein Fußballturnier von Thomas.

So ging es am Donnerstag früh los mit dem Auto, allerdings bei Regen und Wolken. Doch je näher wir Taupo kamen, umso besser wurde das Wetter, sodass wir dann das ganze Wochenende echt atemberaubend tolles Wetter hatten. Auf dem Hinweg haben wir dann auch gleich an den „Huka Falls“ angehalten, einem großen Wasserfall mit türkisblauem Wasser. Dieser ist auch sehr bekannt und ein richtiger Touristenmagnet, sodass dort etliche Leute rumgelaufen sind.

Mit dem Kajak sollten es hier nur Profis versuchen...
Mit dem Kajak sollten es hier nur Profis versuchen…
Die berühmten Huka Falls
Die berühmten Huka Falls
Obligatorisches Foto
Obligatorisches Foto

In Taupo haben wir dann in einem tollen kleinen Hotel direkt am See eingecheckt. Für Verpflegung mussten wir natürlich selbst sorgen, aber es gab auch eine voll ausgestattete kleine Küche. Außerdem gab es im Zimmer sogar einen Whirlpool, da waren wir aber nicht drin. Einfach, weil es nicht nötig war. Denn nachdem wir unsere Sachen ausgeladen haben und Stan und Thomas am Skatepark abgeladen haben, ging es gleich weiter zum Thermal Hot Spa. Denn in Taupo gibt es unten am Fluss eine Quelle mit Wasserfall, aus der warmes bis heißes Wasser strömt und dann mehrere kleine Becken füllt, bis es in den Fluss fließt. Und je näher man am Fluss ist, umso kühler wird es natürlich. Dort kann man dann einfach in Badesachen rein schlüpfen und sich zurücklehnen. Uns hat es dort sogar so gut gefallen, dass wir am nächsten Tag gleich nochmal dort waren.

Ise, die kleine Meerjungfrau
Ise, die kleine Meerjungfrau
Wir waren nicht die einzigen, die dort entspannen wollten...
Wir waren nicht die einzigen, die dort entspannen wollten…
Sexiest man <strike>alive</strike> under the waterfall...
Sexiest man alive under the waterfall… :D

Am nächsten Tag war Thomas dann mit seinen Freunden unterwegs und auch Stan war anders beschäftigt, sodass wir das Auto nehmen und etwas die Gegend erkunden konnten. So waren wir dann bei einem Staudamm, welcher alle zwei Stunden geöffnet wird und das ansonsten leere Flussbett dann stark überflutet. Ein toller Anblick. Außerdem ging es dann noch ins Volcanic Activity Centre, einer Art Museum zum Thema Vulkane und Erdbeben, wovon es in Neuseeland ja unzählige gibt.

Erst war hier gar kein Wasser, dann ganz viel!
Erst war hier gar kein Wasser, dann ganz viel!
Volcanic Activity Centre
Volcanic Activity Centre

Am Samstag wollten wir eigentlich auch weiter umherfahren und wandern, uns aber auch ein Fußballspiel von Thomas ansehen. Denn der hat an einem riesigen Turnier teilgenommen mit Vereinen aus dem ganzen Land. In einem riesigen Park waren dann über 10 Fußballfelder eingekreidet und unzählige Zelte aufgebaut. Es sollen wohl über 1500 Kinder nebst Familien da gewesen sein, die dort gekickt, gegrillt und gefeiert haben. Für Thomas war der Spaß allerdings schnell vorbei, denn schon im ersten Spiel hat er sich schwer den Knöchel verstaucht, sodass wir gleich mit ihm ins Krankenhaus mussten. So haben wir dann einige Stunden am Samstag dort im Krankenhaus verbracht.

Abends sind wir dann noch in die botanischen Gärten der Stadt gegangen, um uns dort die Blumen und Pflanzen anzugucken. Aber ehrlich gesagt hatten wir uns das spektakulärer vorgestellt. Und am Abend wollten wir uns dann mal richtig etwas gönnen und uns ein paar Rindersteaks auf den Grill hauen. Denn da Neuseeland so abgeschieden liegt, sind hier die Lebensmittelpreise immer stark vom Angebot abhängig. So kostet je nach Saison ein halbes Kilo Kirschtomaten bis zu 20 Euro. Da es allerdings hier viele Rinder gibt, gibt es beispielsweise ca. 750g Rumpsteak vom Rind für schlappe 5-6 Euro zu kaufen. Und selbst Rinderfilet ist vergleichsweise günstig.

Blumenpracht im botanischen Garten
Blumenpracht im botanischen Garten
Und noch mehr Blumen
Und noch mehr Blumen

So gönnten wir uns ein tolles Abendessen, indem wir uns eine Packung Steaks, ein paar Kartoffeln für die Mikrowelle und etwas Sour Cream holten. Das ganze dann perfekt medium auf dem Grill zubereitet. Dazu dann eine neuseeländische Zitronenlimonade. Was kann es besseres geben? Und dann noch dieser Ausblick… Diese Backpacker, die lassen es sich ganz schön gut gehen, wa? :D Naja ok dafür leben wir die meiste andere Zeit dann aber sehr günstig und essen oft sogar nur billige Instant-Nudeln. Geht schnell und ist unschlagbar günstig. Und hat laut Packung auch ganz viele Kalorien (und sicher ganz viel ganz gesundes Glutamat und andere lebensverlängernde Zusätze…)

Speisen wie die Könige...
Speisen wie die Könige…

Am Abend sind wir dann auch noch schön im hoteleigenen Pool schwimmen gewesen, wie eigentlich jeden Abend. Denn der Pool hatte ca. 42 Grad und war somit echt warm. Das ganze wird wohl geothermisch erhitzt, denn direkt vorm Hotel lief ein kleines Bächlein direkt in den See. Das Wasser dort war echt heiß, sodass es die ganze Zeit gedamft hat.

Entspannung im Hotelpool
Entspannung im Hotelpool bei Sonnenuntergang
Heiß trifft kalt
Heiß trifft kalt

Am Sonntag hatten wir Vormittags dann nochmal etwas Zeit für uns, so konnten wir etwas am Ufer des großen Sees entspannen. Wir haben uns dann auch gleich im Golfen versucht, denn dort am Wasser gibt es eine „Hole in One Challenge“, wo man versuchen muss, Golfbälle vom Ufer aus auf eine ca. 100m entfernte Plattform zu schlagen und direkt einzulochen. Trifft man die Plattform, kriegt man gratis einen neuen Ball. Schafft man das Unmögliche und versenkt den Ball mit einem Schlag, gibt es ganze $10000 als Gewinn. Obwohl wir nie Golfschläger in der Hand hatten, wollten wir unser Glück dennoch versuchen. Luise hat nach gefühlten 100 Schwüngen in die Luft, ohne den Ball auch nur zu berühren, aufgegeben und mir ihre restlichen Bälle gegeben. Ich konnte auch einige gute Schläge machen, die dann nah an die Plattform gingen, allerdings weder drauf, geschweige denn bis ins Loch. Angeblich wird der „Jackpot“ aber auch durchschnittlich alle zwei Wochen geknackt, aber das kann auch nur ein Werbetrick sein, um mehr Leute zu motivieren, es zu versuchen.

Miserable Haltung...
Miserable Haltung…
... bei uns beiden!
… bei uns beiden!
Die Plattform in der Ferne...
Die Plattform in der Ferne…

Insgesamt war es ein echt wundervolles Wochenende in Taupo! Wir sind Stan echt dankbar, dass er uns das ermöglicht hat und uns dahin mitgenommen hat. Wir werden auf unserer Reise sicher nochmal durch Taupo kommen, aber bleiben dann sicher nicht mehr sehr lange, denn wir haben ja schon vieles gesehen.

Auf Wiedersehen, Taupo!
Auf Wiedersehen, Taupo!

 

Okt12
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Ein Ausflug zum Strand

Da wir ein so wundervolles Wochenende hatten, wollten wir das ganze am Montag gleich fortsetzen. Da Thomas zur Farm zu Karen und Oliver wollte, um dort den Nachmittag mit den Jungs zu verbringen. In unserer Rolle als Privatchauffeure fuhren wir also mit Thomas dort hin und lieferten ihn dort ab. Die Jungs sind dann auf ihre Mini-Motorräder und wieder quer durchs Gelände geheizt. Wir hingegen wollten wieder an den Strand nach Muriwai Beach, der uns beim ersten Besuch schon so sehr gefallen hat.

Zuerst wollten wir allerdings den damals von Karen empfohlenen Goldie Bush Walk machen, eine etwa 2-3 stündige Wanderung durch das örtliche Buschland. Dort angekommen ging es erstmal mehrere Hundert Stufen nach unten und immer den Weg entlang. Die Aussicht war zwar schön, aber auch irgendwie nicht so besonders. Irgendwann sind wir dann an einer Hängebrücke angekommen, die wir dann überquert haben. Kurz darauf entschieden wir uns aber, wieder Kehrt zu machen, um mehr Zeit am Strand zu haben. Dafür mussten wir aber leider wieder die ganzen Stufen hoch. Puh!

An der Brücke am Goldie Bush Walk
An der Brücke am Goldie Bush Walk
Da mussten wir wieder hoch!
Da mussten wir wieder hoch!

Kurz darauf waren wir dann wieder am Strand und konnten die fantastische Aussicht genießen, erst vom Aussichtspunkt weiter oben, dann wieder vom Parkplatz weiter unten. Dieses mal sind wir dann auch den Track entlang gelaufen, der uns ganz nah an die Tölpelkolonie geführt hat. Dort gibt es mehrere Aussichtspunkte, von denen man direkt auf die brütenden Vögel schauen kann. Die sitzen alle sehr eng aneinander, aber doch immer mit einem gewissen Mindestabstand dazwischen. Das eigene Revier muss schließlich verteidigt werden.

Die Tölpel-Kolonie
Die Tölpel-Kolonie
Die Plätze müssen wohl frühzeitig reserviert werden...
Die Plätze müssen wohl frühzeitig reserviert werden…

Wenn man den Weg weiter geht, kann man auch runter zu den Felsklippen gehen und auch auf die Felsen, an denen sich die Wellen brechen. Dort an der Westküste ist auch immer viel Wind, sodass die Wellen hoch schlagen und einen tollen Anblick bieten. Dort haben wir dann eine Weile verbracht und versucht, einige Fotos und Videos zu machen. An einer rutschigen Stelle ist Ise leider ausgerutscht und hat sich ihre erste kleine Wunde geholt. Aber ist schon wieder alles gut ;)

Aua :'(
Aua :'(

Ise wollte dann auch ein Foto, auf dem hinter ihr die Wellen hoch schlagen. Also fix auf dem Felsen positioniert, dort, wo es eigentlich immer trocken geblieben ist und natürlich auch nicht zu sehr an der Kante, wir wollten ja noch heile weiter reisen. Nach ein paar Versuchen und tollen Fotos kam dann allerdings eine ungewöhnlich große Welle, die dann auf den Felsen schlug und das Wasser über den Felsen schwemmte. Wir konnten nur einige Schritte wegrennen, bis uns das Wasser eingeholt hatte und uns um die Knöchel floss. Und schwupps waren Wanderschuhe und Hosen nass. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem!

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WHOOOOSSHHH!!!!
Lieber nicht reinfallen...
Lieber nicht reinfallen…

 

Nach einigen Stunden am Strand haben wir dann wieder Thomas eingesackt und sind zurück nach Auckland gefahren. Wir wollen aber auf alle Fälle noch einmal dorthin zurück.

Den Dienstag wollten wir dann dazu nutzen, wieder etwas einzukaufen und dann unseren treuen Moby etwas zu putzen und zu organisieren. Leider war Stans Staubsauger kaputt, so konnten wir nur Mobys Äußeres wieder etwas mehr zum Strahlen bringen. Besser gesagt Ise, denn die durfte sich mit dem Lappen austoben. Aber wir freuen uns echt schon darauf, bald wieder mit ihm weiter reisen zu können.

Da diese Woche das Wetter so fantastisch waren, wollten wir auch am Mittwoch etwas tolles erleben. Bevor wir dann also Stan von der Arbeit abgeholt haben, ging es noch zum Mount Victoria. Das ist ein Vulkan an der Nordküste des Hafenbeckens. In Auckland gibt es ein ganzes Feld von Vulkanen, insgesamt über 30 Stück, welche die Landschaft und Hügel der Stadt prägen. Auf Rangitoto Island, einem anderen der Vulkane, waren wir ja auch schon. Und vom Gipfel des Mount Victoria kann man nämlich wundervoll auf den Mount Rangitoto, die ganze Stadt, den Hafen und die Umgebung schauen. Bei dem Wetter war das einfach fantastisch! Anschließend ging es auch nochmal zum Strand dort, wo wir einen gemeinsamen Strandspaziergang gemacht haben und uns etwas sonnen konnten.

Toller Ausblick auf die Stadt
Toller Ausblick auf die Stadt
Mein kleiner Fliegenpilz
Mein kleiner Fliegenpilz
Pärchenlook mit neuen Kiwi-Shirts
Pärchenlook mit neuen Kiwi-Shirts

Und jetzt sitzen wir gerade in einem Hotel im wunderschönen Taupo im Zentrum der Nordinsel mit Blick auf den See. Ihr fragt euch sicher, was Backpacker in einem solchen Hotel zu suchen haben, wie wir es uns leisten können und wie wir da jetzt so hingekommen sind. Aber das erfahrt ihr erst im nächsten Beitrag… ;)

Frisch gepresster Orangensaft vom eigenen Baum
Frisch gepresster Orangensaft vom eigenen Baum
Okt09

An die Brassen, Seemann!

Wie der  Titel und die Fotos des letzten Beitrags ja schon angedeutet und gezeigt haben, gibt es in Auckland unzählige Boote und Segelschiffe. Das ist neben Rugby gucken wohl das Lieblingshobby der Kiwis. Und was wäre das für eine Auslandserfahrung für uns, wenn wir nicht auch mindestens einmal segeln gewesen wären. So buchten wir am Wochenende eine Segeltour und waren schon den ganzen Sonntag morgen aufgeregt, wie das wohl werden wird. Laut Beschreibung kann man sich auf dem Segelschiff auch einfach zurück lehnen und sich bei Kaffee, Tee oder heißer Schokolade den Wind um die Ohren wehen lassen. Oder aber man hilft der Crew dabei, das Boot zu steuern. Wann sagt man jetzt eigentlich Boot und wann Schiff? Egal…

Nach dem Mittag sind wir dann in die Stadt gefahren und haben uns unsere „Boarding Passes“ abgeholt. Da wir früh dran waren, konnten wir noch ein wenig rumsitzen und das Treiben im Hafenbecken beobachten. Da sonst niemand da war, dachten wir schon, dass wir ganz alleine mit der Crew sein würden. Eigentlich hofften wir sogar, dass es so wird, denn dann kann man mehr machen und sich besser mit der Crew unterhalten.

Kurz bevor es dann losgehen sollte, kam allerdings eine größere Gruppe chinesischer Touristen an, die natürlich auch kaum ein Wort englisch konnten und somit ihren eigenen Übersetzer dabei hatten. Diese hatten eigentlich auch ein eigenes Boot gebucht, aber aufgrund der Anzahl Leute wurden sie aufgeteilt, sodass wir nun doch 9 Chinesen mit im Boot hatten. Schade, dabei hatten wir uns schon so gefreut, allein zu sein.

Letztendlich ging es dann an Bord und unser Skipper erklärte uns das Nötigste sowie die Sicherheitsvorschriften, während sein Assistent (Bootsmann?) die Getränke und Snacks vorbereitet hat. Und natürlich musste der Übersetzer jedes der Worte dann auch noch lautstark übersetzen. Das war dann schon etwas nervig und unsere Stimmung hielt sich in Grenzen. Einfach, weil man das ganze dann nicht so wirklich genießen konnte.

Unser Segelboot, die "Defiance"
Unser Segelboot, die „Defiance“
Auf Kommando ziehen!
Auf Kommando ziehen!

Nachdem wir allerdings dann den Hafen verlassen hatten und die Segel gehisst haben, war all das verflogen und wir hatten viel Spaß. Der Skipper ließ jeden, der mochte, einmal ans Steuer. Da die Chinesen aber nichts verstanden haben, durften sie nur kurz geradeaus steuern, während die anderen Fotos machen konnten. Da wir uns allerdings recht gut mit dem Skipper unterhalten konnten und seine Kommandos verstehen konnten, durften wir auch mehr machen. So durfte ich an der Winde die Fock, also das Vorsegel, straffen und lösen, wenn wir gekreuzt haben. Ise stand dabei fleißig am Steuer und durfte entsprechend lenken. Anschließend war auch ich dann dran mit steuern.

Ise in Aktion
Ise in Aktion
Ich durfte auch mal...
Ich durfte auch mal…
Küsschen!
Küsschen!
Die Stadt in der Ferne
Die Stadt in der Ferne

Es war schon ein echt tolles Gefühl, den Wind zu spüren und am Steuer zu stehen und das Boot auf Kurs zu halten. Denn schon leichte Drehungen am Steuerrad resultierten darin, dass das Boot entweder weniger Wind bekam und langsamer wurde, oder stärker im Wind stand, beschleunigte und sich dabei auch deutlich schräger stellte. Und wie ihr seht, einige Segelbegriffe haben wir nun auch schon drauf! Insgesamt also ein wirklich gelungener Tag. Leider war es bewölkt und vom Wetter her nicht so schön. Dafür gab es guten Wind, und der ist ja beim Segeln essentiell. Wenn man also in Zukunft die nötige Zeit, Gelegenheit und natürlich das entsprechende Kleingeld hat, kann ich mir sowas schon gut als Hobby vorstellen. Ist sicher spannender als Golf (das spielen die Kiwis übrigens auch sehr gern).

Die Steuerfrau hält eisern den Kurs!
Die Steuerfrau hält eisern den Kurs!
Ganz schön schräg...
Ganz schön schräg…

Am Tag davor, also am Samstag, waren wir übrigens wie angekündigt beim Mini-Golf. Das Ganze war in einem großen Einkaufszentrum, wo echt viele Leute rumgelaufen sind. Ist wohl auch das größte in ganz Auckland mit haufenweise Geschäften. Beim Mini-Golf hat dann Luise knapp gewonnen, mit einem einzigen Punkt Vorsprung. Allerdings hat sie wohl auch die Punktzahl bei einem Loch nicht aufgeschrieben, sodass wir nur 17 Löcher zusammenzählen konnten. Sie hat bestimmt ein Loch vergessen, wo ich besser war als sie und somit gewonnen hätte… ;) Aber nein, sie hat schon verdient gewonnen. Und mir dabei auch nicht einmal den Schläger ins Gesicht gehauen… :D

Around the World Mini Golf
Around the World Mini Golf
AHHHH!
AHHHH!
Die Stadt der Liebe
Die Stadt der Liebe
Lass los!
Lass los!
Sogar nach South Dakota ging es
Sogar nach South Dakota ging es
Ich hatte mir die Pyramiden größer vorgestellt...
Ich hatte mir die Pyramiden größer vorgestellt…
Okt03
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The city of sails

Nach nun ein paar Tagen gibt es mal wieder ein Update von uns. Die letzte Woche war ziemlich voll gepackt, sodass ich nicht zum Schreiben gekommen bin.

Wir sind ja nun in Auckland und haben eine tolle Zeit! Unser Gastgeber Stan ist echt nett und zuvorkommend und auch die Stadt gefällt uns. Wir sind ja normalerweise nicht so an Städten interessiert, aber Auckland ist schön anzusehen und man kann hier viel unternehmen. Bei den täglichen Chauffeurdiensten fahren wir auch immer über die Harbour Bridge und bekommen so eine gute Aussicht auf die Skyline der Stadt. In unserer ersten Woche hier konnten wir uns erstmal gut entspannen und uns auf den nächsten Teil der Reise vorbereiten. Wir verbringen viel Zeit damit, Ziele und Sehenswürdigkeiten zu recherchieren und zu notieren, damit wir, wenn wir erst einmal unterwegs sind und vielleicht auch mal kein Internet haben, trotzdem immer wissen, was wir wo unternehmen und sehen können, weil wir auf unserer ersten Reise zeitweise ohne Internet waren und zum Beispiel Preise und Öffnungszeiten nur schwer rausfinden konnten.

Nur wenige Meter von der Wohnung entfernt...
Nur wenige Meter von der Wohnung entfernt…
Beach-Selfie
Beach-Selfie
Auch mal Kind sein...
Auch mal Kind sein…

Aber wir sitzen natürlich nicht nur drinnen rum, sondern verbringen auch viel Zeit draußen. Wir wohnen hier nur wenige Meter vom Strand entfernt und konnten so schon einige schöne Spaziergänge am Abend machen. Auch in die Innenstadt sind wir schon gelaufen, um den Sky Tower und anderes zu besichtigen. Das war schon ein ganz schöner Fußmarsch mit ca. 14 Kilometer durch die Stadt, aber es hat sich gelohnt. Wir haben auch schon eine gemütliche Fahrradtour gemacht.

Sky tower!
Sky tower!
Was nicht passt, wird passend gemacht
Was nicht passt, wird passend gemacht
Victoria Park
Victoria Park
Entspannen am Wasser
Entspannen am Wasser

Gegen Ende der letzten Woche kam dann auch Stans Sohn Thomas (11) vorbei und blieb das Wochenende bei uns. Wir hatten ein gemeinsames Barbeque mit Burgern und Würstchen, was unsere anfänglichen Erfahrungen zum Thema Bratwurst nur bestätigt hat. Die Neuseeländer können das einfach nicht so richtig! Aber vielleicht finden wir ja noch bessere Sorten… ;)

Das Wochenende wollten wir dann auch weiter nutzen, um ein wenig etwas von der Umgebung zu sehen, so ging es Samstagmorgen zum Hafen, wo wir die Fähre nach Rangitoto Island genommen haben. Rangitoto Island ist der jüngste Vulkan in der Umgebung von Auckland und ist erst vor ca 500-600 Jahren durch einen Ausbruch entstanden. Mittlerweile ist die Insel und der Krater grün überwachsen und vom Hafen aus gut zu sehen.

Ausblick von der Fähre
Ausblick von der Fähre
Angekommen
Angekommen
Rangitoto Island
Rangitoto Island

Dort angekommen ging es dann auf eine ziemlich steile Wanderung bis auf den Gipfel, von wo aus man eine tolle Aussicht auf die Stadt und die ganzen anderen Inseln und Buchten hat. Hinterher sind wir dann außen an der Insel entlang zurück zur Fähre gewandert, das waren insgesamt auch schon so 13km. Also alles eine gute Vorbereitung für unsere kommenden Wanderungen.

Echt vulkanisch...
Echt vulkanisch…
Die Stadt in der Ferne
Die Stadt in der Ferne
Auckland Skyline
Auckland Skyline
Ganz oben angekommen — und der Ausblick hat sich gelohnt!
Ganz oben angekommen — und der Ausblick hat sich gelohnt!
Der Leuchtturm
Der Leuchtturm
Da oben waren wir
Da oben waren wir
Sturmfrisur auf dem Weg zurück
Sturmfrisur auf dem Weg zurück
Ausblick auf die Stadt
Mit bester Aussicht
Bitte Lächeln!
Bitte Lächeln!

Eigentlich wollten wir am Sonntag dann mit Stan, Thomas sowie Stans Bruder und Familie zum Strand, allerdings wurde sich da umentschieden und wir sind zum Victoria Park in die Stadt gefahren. Die Kinder konnten sich dort am Skatepark etwas austoben, während wir uns mit allen unseren Reisebroschüren und Flyern in den Park gesetzt haben und uns vorbereitet haben.

Nach dieser Lesestunde sind wir dann zu zweit in Richtung Hafen gelaufen, um dann dort bei bestem Wetter an den Restaurants, Booten und Straßenmusikern vorbei zu schlendern. Hier gibts übrigens auch Autos von Red Bull, wo man kostenlose Dosen Zuckerwasser abstauben kann… :D

Da wir uns erst für später mit Stan wieder verabredet hatten, wollten wir noch etwas zum Mittag essen. Stan meinte, da gibt’s überall Fish and Chips und so dachten wir, dass wir einen günstigen Snack bekommen. Falsch gedacht, denn überall, wo wir geschaut haben, hätte eine Portion etwa 25$, also 14 Euro, gekostet. Das fanden wir schon etwas happig. Nachdem wir etwas weiter gesucht haben, haben wir dann ein tolles Restaurant gefunden, wo es vergleichsweise günstig auch Burger gab. So entschlossen wir uns, dort Mittag zu essen und wir wurden nicht enttäuscht, denn die Burger gehören zu den Besten, die wir je hatten! Noch dazu die tolle Aussicht auf die vielen Schiffe und Segelboote. Ein Klasse Tag!

Best Burger in Town
Best Burger in Town — mit Fried Pickles und Fried Onions
Roasted Chicken Burger für Ise
Roasted Chicken Burger für Ise

Anfang der nächsten Woche ist Thomas dann aber abgereist, da er mit seiner Mutter und Freunden nach Norden zum Cape Reinga wollte, um dort die Schulferien zu verbringen. So hatten wir die Bude wieder für uns, als Stan arbeiten war. Und als wir dann in der Wohnung saßen, klingelte es plötzlich an der Tür — es war der Postbote, der uns unsere bestellten Schlafsäcke zustellte. Wir haben nämlich schon eine Weile nach Schlafsäcken für unsere Reise gesucht. Allerdings fanden wir die Preise, für die einige andere Backpacker ihre verkaufen wollten, zu teuer. Letztendlich haben wir uns also welche bei TradeMe, quasi dem eBay für Neuseeland, bestellt. Diese waren echt günstig, halten gut warm, und als allerbestes: Man kann sie mit den Reißverschlüssen verbinden, um einen großen Pärchen-Kuschel-Schlafsack zu bekommen.

Liegeprobe
Liegeprobe

Plötzlich bekam ich dann eine SMS von Stan, der fragte, ob ich an dem Tag früher vorbei kommen könnte, denn es gäbe etwas Arbeit. So bin ich dann schon früher hin und wir durften zu fünft Styropor schleppen. Ich dachte mir auch erst, dass Styropor ja eigentlich nicht so schwer sein kann, dass man dafür fünf Leute braucht. Allerdings waren das riesige Blöcke von ca. 5m Länge, 1,20m Breite und 60cm Höhe, die dann auch noch aus extra dichtem Styropor gefertigt waren. Die ganzen Blöcke sollten nämlich als Füllmaterial für das Bauprojekt, einen großen Freizeitbereich im Garten des Kunden, dienen.

Da ich mich anscheinend gut angestellt habe, wurde ich kurzerhand auch für die nächsten Tage eingestellt und konnte so unsere Reisekasse etwas aufstocken. Ise konnte sich währenddessen weiter mit der Reiseplanung beschäftigen und mit Gartenarbeit Geld für uns verdienen. Am Donnerstag haben wir uns dann kurzerhand entschieden, Stan mit einem Abendessen zu überraschen, so machten wir selbstgemachte Lasagne und Ise zauberte ein tolles Orangen-Tiramisu als Dessert. Wir haben hier im Garten nämlich einen eigenen Orangenbaum stehen, der voller leckerer Früchte hängt. Außerdem haben wir uns nun auch ein gemeinsames Konto hier bei der Kiwibank eröffnet, um im Supermarkt und an den Tankstellen zukünftig nicht mehr nur mit Bargeld bezahlen zu müssen.

Am Freitag gings dann nochmal raus zur Arbeit. Dieses mal sollte ich aber im Haus einer Frau auf dem Dachboden Dämmmaterial verlegen. Das war schon ziemlich warm und anstrengend, da man immer nur auf den dünnen Balken balancieren und knien musste, um die Glaswolle zu verlegen. Allerdings war es ein sehr lukrativer Tag und eine tolle Woche. In der nächsten Woche gibt’s für uns beide dann wohl auch noch mehr Arbeit. Das passt uns auch echt gut, denn so haben wir dann in den Sommermonaten mehr Zeit und Geld zum Reisen.

Jetzt ist es gerade Samstag Vormittag und wir haben wieder etwas mehr Zeit. Heute früh lief im TV das Rugby-Spiel zwischen Neuseeland und Georgien. Aktuell ist ja in Großbritannien die Weltmeisterschaft und die Kiwis hier sind alle verrückt nach Rugby und hoffen, dass die All Blacks, also die neuseeländische Nationalmannschaft, ihren Titel verteidigen können. Wir finden Rugby auch echt spannend, aber wir verstehen ehrlich gesagt die Regeln noch nicht wirklich. In Deutschland werden wohl auch einige Spiele bei Eurosport übertragen.

Heute wollen wir dann noch zum Mini-Golf, denn Ise hat eine Seite entdeckt, wo man echt gute Deals auf viele Unternehmungen bekommt. Und da heute auch das Wetter nicht ganz so gut aussieht, wollen wir mal zur überdachten Minigolf-Anlage „Around the World“. Und dann gibt’s bald auch den nächsten Bericht… ;)